Social Media Analytics sind eine Box der vielen Gesichter. Und diese Gesichter sehen beim längeren Nachdenken meist noch verwirrender aus als beim ersten Eindruck. Warum das so ist? Weil Zahlen wie die Engagement-Rate nicht einfach nur angesehen werden dürfen, sondern individuell interpretiert werden müssen – mit oft wirklich überraschenden Ergebnissen.
Vergangenen Monat gab ich ein längeres Coaching. In einer spannenden Firma und mit neugierigen Menschen diskutierten wir die bisherige und die künftige Ausrichtung ihrer Social Media Aktivitäten. Natürlich haben wir uns dabei ausführlich der Evaluation gewidmet und lange über Analyse und Monitoring, über Metriken und KPIs gesprochen. Und über die diversen Zahlen, welche uns die Plattformen selbst und externe Tools so alles auswerfen. Dabei tauchten einige Fragezeichen auf.
Auch wenn ich schon auf über 20 Jahre Erfahrung im Bereich der digitalen Kommunikation zurückgreifen kann: Zahlen können ganz schön verwirrend sein, und kann der erste Eindruck die Wahrheit überdecken oder zumindest verdunkeln. Einfach erklärt: Wer sich mit der Analyse seiner LinkedIn-Posts beschäftigt, der wird sich die folgenden Metriken fast täglich näher ansehen:
Überblick über Social Media Metriken am Beispiel von LinkedIn
Praxis: 4 Beiträge und ihre jeweilige Engagement-Rate
Doch schon solch scheinbar einfach ablesbare Zahlen laden zu kräftigen Fehlinterpretationen ein. Nehmen wir uns 4 Posts und vergleichen sie miteinander – gerade bezogen auf ihre Engagement-Rate bzw. ihre Interaktionen.
Post 1: Der 1. Link-Post hat 5.000 Impressionen erreicht, 190 Likes, 5 Kommentare und 5 Shares. Die Interaktionsrate beträgt also 200 Interaktionen : 5.000 Impressions x 100 = 4%
Post 2: Der 2. Link-Post hat 10.000 Impressionen erreicht, 15 Likes und 10 Kommentare. Die Interaktionsrate beträgt also 25 Interaktionen : 10.000 Impressionen x 100 = 0,25%
Post 3: Der 3. Link-Post hat 2.500 Impressionen erreicht, 45 Likes und 5 Shares. Die Interaktionsrate beträgt also 50 Interaktionen : 2.500 Impressionen x 100 = 2%
Post 4: Der 4. Video-Posts hat 4.000 Impressionen erreicht, 20 Likes, weder Kommentare noch Shares. Die Interaktionsrate beträgt also 20 Interaktionen : 4.000 x 100 = 0,5%
Engagement-Rate: Achtung vor Fehlinterpretationen
Eine Engagement-Rate beziffert die Zahl der Interaktionen mit dem eigenen Beitrag. Dazu werden die Interaktionen addiert. Welche Folgerungen lassen sich daraus ziehen?
Der 1. Beitrag ist recht erfolgreich. Die vielen Likes sowie 5 Kommentare haben zum Erfolg beigetragen.
Die Interaktionsrate des 2. Posts ist am geringsten – die Verbreitung aber am größten. Dies lässt sich auf die Macht der Kommentare – Stichwort „meaningful conversations“ zurückführen. Die Kommentare waren jedoch zum größten Teil eher kritisch bis negativ. Dies erklärt übrigens auch, warum der Beitrag verhältnismäßig wenig Likes erhalten hat.
Die Interaktionsrate des 3. Beitrages ist am höchsten, die Verbreitung aber gering. Zwar hat er für Interaktion gesorgt; jedoch fehlen die bei LinkedIn wichtigen Kommentare.
Die Interaktionsrate beim 4. Beitrag spielte gar keine entscheidende Rolle. Denn hier handelte es sich um einen kompakten Text mit eingebettetem Video. Ziel war hier nicht die aktive Einbindung der Community durch Anzahl der Kommentare, sondern Verweildauer/Video-Views. Diese waren in die Berechnung der Interaktionsrate jedoch nicht eingeflossen.
Key Learnings: Interaktionsrate mit begrenzter Aussagekraft
Natürlich ist die Analyse dieses Beispiel nur sehr oberflächlich. Und doch lassen sich ein paar interessante Erkenntnisse ziehen:
Hohe Interaktionsraten bedeuten nicht gleichzeitig hohe Verbreitung. Sie sagt oft auch nichts aus über die Sichtbarkeit und Qualität eines Beitrages. Kernproblem: In der Berechnung sind Likes, Kommentare, Shares, Saves etc. gleich gewichtet. Dabei haben diese Signale je Plattform äußerst unterschiedliche Auswirkungen. So ist bekannt, dass bei LinkedIn gerade Kommentare eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung von Beiträgen spielen, wogegen es bei Shares negativ „Sharing is scary“ heißt. So müsste man bei der korrekten Berechnung der Engagement-Rate eigentlich die Signale unterschiedlich gewichten – mit größerem Gewicht bei Comments bei LinkedIn; bei Instagram wären es beispielsweise die Saves, die eine höhere Relevanz erhalten müssten.
Eine hohe Interaktionsrate muss nicht immer unbedingt glücklich stimmen. Es könnte auch sein – wie im Beispiel -, dass das Thema die Menschen stark verärgert oder negativ berührt hat und sich deshalb viele zu diesem Thema negativ und kritisch äußern wollten. Durch die Vielzahl ihrer Kommentare bekommt der Beitrag eine kräftige Sichtbarkeit und wird durch ein aufmerksames Community-Management und die Beantwortung der kritischen Kommentare weiter gepusht. Platt gesagt: Hol dir eine Krise ins Haus, schon stimmt es mit der Interaktionsrate – und der Sichtbarkeit, die natürlich niemand so will.
Beiträge lassen sich nicht immer vergleichen, da oft hinter den Beiträgen ganz unterschiedliche Ziele stehen. Einfach gesagt: Es lassen sich nur Beiträge mit denselben Zielen miteinander vergleichen. Dabei hilft es manchmal, sich solch eine Übersicht zu erstellen, um Erfolge und Misserfolge schneller identifizieren zu können.
Das Zusammenwirken von Social Media Metriken und Zielen – hier am Beispiel von LinkedIn.
Fazit: Interpretieren statt ablesen
Wie gesagt: Jedes professionelles Social Media Management benötigt heute saubere Social Media Analytics. Den passenden Metriken kann man nicht genug Relevanz beimessen. Nur sollten die Zahlen nicht nur einfach abgelesen und in die eigene Statistik übernommen werden; sie müssen sorgfältig interpretiert werden. Auch dies zählt zu digitaler Kompetenz.
Auch sollten sie zusätzlich in Verbindung mit den Unternehmenszielen gebracht werden. Warum gerade dies laut einer Agorapulse-Umfrage nur 41 % der Unternehmen machen, wie dieser aufschlussreiche Beitrag auf onlinemarketing.de aufzeigt, bleibt mir hingegen ein Rätsel. Denn warum betreiben die dann überhaupt eine Social Media Kommunikation? Aber das ist wiederum ein anderes Thema für ein anderes, ein weiteres Gedankenspiel.
Lese-Tipp: Mit wirklich relevanten vs. oft falsch blendenden Metrics beschäftigt sich auch dieser gute Beitrag im Hubspot-Blog zum Thema Analytics.
Seit 1 Woche gibt es etwas Neues in den Gedankenspielen: Parallel zu meinen Lesetipps werde ich mich per LinkedIn Newsletter jeden Monat einem Thema widmen: Spannenden Studien, komischen Zahlen, sonderbaren Entwicklungen, veränderten Plattformen – also Fragen, die mir bei der Entwicklung digitaler Kommunikationsstrategien wichtig sind. Wer meinen Newsletter also abonnieren oder mitdiskutieren will: Bitte hier entlang. Ansonsten wünsche ich viele Anregungen mit meinen letzten 10 Lesetipps vor meinem Urlaub.
3x: Content, Newsletter und die richtige Strategie
Gesucht: Eine digitale Heimat für Ältere Reels, TikToks, Shorts: Alle Social Networks wollen oder sollen plötzlich jünger werden. Macht dieser Jugendwahn überhaupt einen Sinn? Ich habe da meine Zweifel an den immer selben Zielgruppen und Strategien. Stattdessen benötigen wir zusätzlich eine digitale Heimat für Ältere – für eine Art Lifecycle Marketing quer durch die Generationen.
Texthilfe: Die Methode „Writing out loud“ Was soll ich bloß schreiben? Schreiben kostet Zeit. Wer Beiträge in 5 Minuten abhaken will, der wird kaum auf Resonanz stoßen. Warum nicht Stichworte in wenigen Bulletpoints sammeln und dann einer Freundin vorlesen oder per Audio-App aufnehmen? Klaus Eck stellt die als »writing out loud« bekannte Methode kurz vor.
Newsletter: 20 überzeugende Content-Ideen Beim E-Mail-Newsletter kommt es vor allem auf den Mehrwert an, den dieser zu bieten hat. Ist dieser zu gering oder nicht sichtbar, wird der Newsletter kaum im Gedächtnis bleiben. 20 Ideen rund um Vertrauensaufbau, Wissensvermittlung, Sales oder auch Geschenkideen liefert dieser Beitrag.
4x: Aus der Social Media Welt
Strategie: Soziale Netzwerke und die Abhängigkeit von Algorithmen „Verlasst euch nie auf soziale Netzwerke, wenn es um Langfristigkeit geht“, schreibt Jan Firsching. „Nutzt stattdessen soziale Netzwerke und die Funktionsweise von Algorithmen, um eigene Kanäle zu stärken.“ Dieser wichtige Beitrag macht wieder einmal deutlich, wie abhängig pure Social Media Kommunikation von Algorithmen ist und wie wichtig Owned Kanäle sind.
Ratgeber: Tiktok, Reels oder doch YouTube Shorts? Ein Vergleich Kurz-Videos sind der neue-alte „heiße Scheiß“, wie man so schön sagt. Doch Reels, TikToks oder Shorts: Welches Format sollte ich final nutzen? Die Entscheidung ist nicht immer einfach. Dieser Ratgeber vergleicht die 3 Anbieter auf ihre Zielgruppen und Spezifika.
Ads: Anzeigenformate bei Instagram, YouTube, Spotify & Co. Was ist bei Bilder- und Video-Ads im Newsfeed, in den Stories oder Reels zu beachten? Was gilt für Anzeigenformate bei Facebook, TikTok, Twitter, LinkedIn, YouTube? Dieser Beitrag gibt einen klasse Überblick über Größen, Maße etc. der wichtigsten Formate – inklusive Spotify und Google Display Ads.
Instagram: Let’s talk about The Reel Thing! Instagram treibt Reels immer weiter voran. Fast täglich hagelt es Neuigkeiten. Der Tourismus-Experte Günter Exel gibt nicht nur einen guten Überblick über die letzten News; er liefert dazu noch 4 lesenswerte Empfehlungen zum Umgang mit Reels.
3x: Evaluation und Monitoring
LinkedIn: CPM, CPC, CTR – Benchmarks 2022 Wie berechnen sich CPM, CPC und CTR bei LinkedIn? Und was sind „gute“ Zahlen? LinkedIn ist im Vergleich zu Facebook, Instagram & Co. deutlich kostspieliger. Dieser Benchmark-Beitrag bringt etwas mehr Licht ins Dunkle.
Social Media: Metriken und ihre Fallstricke Follower, Engagement, Reichweite, Leads etc.: Social Media KPIs können schnell falsch gedeutet werden. Daher ist es umso wichtiger, die Formeln und Fallstricke hinter den Zahlen der Plattformen zu kennen.
Newsletter: Diese Kennzahlen sollten Sie beachten Zustellrate, Bounce Rate, Open Rate, Click Rate oder Conversion Rate: Sie können belegen, ob ein E-Mail Newsletter erfolgreich performt – oder nicht. Doch was verbirgt sich jeweils hinter den Begriffen? Eine Zusammenfassung der wichtigsten KPI.
Im Mai hat das Reuters Institute den Digital News Report 2022 (hier lässt sich die Studie downloaden) publiziert. Auch wenn dieser Report vor allem das Verhalten und den Medienkonsum auf Nachrichtenseiten analysiert, lassen sich für jede Organisation spannende Schlussfolgerungen ziehen. Vor diesem Hintergrund liegt darauf ein Schwerpunkt dieser Gedankenspiele. Ansonsten war der vergangene Monat wieder reich an spannenden Studien und Plattform-News. So stay informed!
Social-Media-Plattform News
LinkedIn: Wem der Creator Modus hilft Newsletter-Funktion, Live-Optionen, erweiterte Analysen: Der Creator Modus auf LinkedIn bietet einige Vorteile. Doch es gibt Einschränkungen – gerade für LinkedIn-Neulinge. Dies beschreibt der folgende Beitrag.
TikTok: Wie #Booktok die Buchindustrie beflügelt Buchautorinnen, -autoren und immer stärker die Buchbranche nutzt TikTok, um für Neuerscheinungen oder Lieblings-Bücher zu werben. Trotz aller Chancen: Der Booktok-Hype birgt Gefahren in sich, wie das Beispiel Musik gezeigt hat.
Twitter: Was Notes bedeuten könnte Twitter rollt aktuell die Twitter Notes aus. Wer sich die Notes genauer ansieht, dem fällt die visuelle Nähe zu Medium auf – was beim gleichen Gründer kein Wunder ist. Meine Kernfrage: Erhalten Notes eine gute Sichtbarkeit auf Twitter? Oder verkümmern und verdorren sie wie die Articles bei LinkedIn?
Erkenntnisse u.a. aus dem Digital News Report
FTI: Social-CEO goes Mainstream Social Media wird zur Norm in der CEO-Kommunikation. Dies ist dem Social-CEO-Report „Leading from the Front“ von FTI Consulting zu entnehmen. Danach interagieren 52 % aller Top-CEOs in GB, F und D auf sozialen Kanälen mit ihren Stakeholdern – mit positiven Auswirkungen auf die interne Kommunikation. Dazu hat FTI die Social-Media-Posts aller CEOs von 100 FTSE-, 40-CAC- und 40-DAX-Konzernen analysiert.
Goldbach: Kommunikationsprofis leben in einer Blase Mein Titel ist überspitzt formuliert. Aber er tritt das Thema, wenn man sich die Schweizer Goldbach-Studie ansieht. Danach haben Kommunikationsleute ein falsches Bild von der Mediennutzung der Bevölkerung: Sie unterschätzen die Relevanz von Print- und AV-Medien und überschätzen Social Media. Auch wenn die Zahl von 657 Befragten nur eine begrenzte Aussagekraft zulässt: Die Studie zeigt, wie dringend wir beim Thema Zielgruppen unsere digitale Blase verlassen müssen.
Digital News Report: Medienkonsum lieber in Textform 92% der Deutschen besuchen mehrere Male pro Woche Newsquellen. Für jüngere Menschen spielen TikTok & Co. eine wichtige Rolle. Trotzdem werden Online-Nachrichten bevorzugt per Text wahrgenommen. Auch wenn der Report v.a. den Medienkonsum auf Nachrichtenseiten analysiert, gibt er jeder Organisation Hinweise, woran sie bei ihrer Video-Strategie schrauben sollte.
Digital News Report: Bad News? Nein danke! „Only Bad News are Good News.“ Dieser schon immer falsche Satz, dass nur schlechte Nachrichten zur Aufmerksamkeit führen, bekommt Gegenwind, wie diese Statista-Grafik zeigt. Laut Digital News Report vermeiden rund 1/3 der Befragten, Nachrichten zu konsumieren. Der Grund: Sie wollen sich nicht mehr von Krieg, Corona & Co. belasten lassen. Wie können wir sie erreichen? Vielleicht indem Medien & Co. verstärkt Rubriken mit Ideen, Themen und News anbieten, die Hoffnung machen.
Mehr Wissenswertes aus der Kommunikationswelt
Monitoring: Wer heute noch Likes zählt, ist selbst schuld Die Zahl der Likes ist für viele Organisationen bei der Erfolgsmessung weiterhin entscheidend. #Kopfschütteln. Dabei gibt es – je Zieldefinition – viel wichtigere Metriken im Kontext von Engagement und Conversions, um Erfolge wirklich messen zu können. Dieser Beitrag widmet sich einigen davon.
Kreativität: 6 Workshop-Methoden im Überblick Noch im vergangenen Jahr durfte ich im Auftrag der Hochschule Darmstadt ein „Playbook Veränderungskommunikation“ schreiben. Auch die meisten dieser 6 Kreativ-Methoden habe ich im Buch erwähnt. Und ihr Einsatz kann sich wirklich lohnen, wie Beispiele zeigen.
Tool-Tipp: Übersetzen mit Google Translate Ein praktisches Tool, das ich seit 2 Wochen andauernd nutze: Google Translate als Chrome-Extension. Mit nur einem Klick lassen sich ganze Webseiten oder PDF-Dokumente in jede gewünschte Sprache übersetzen.
Im letzten Monat wurde viel über den Einfluss von Influencerinnen und Influencern diskutiert. Hintergrund waren vor allem die betrügerischen Machenschaften des selbst ernannten, jetzt reuigen „Heimwerkerkings“ und Influencers Fynn Kliemann. Die Chronik lässt sich gut hier nachlesen. Ob er toxischen Einfluss hat, wie vielen Influencern derzeit vorgeworfen wird, kann ich nicht beurteilen. Beeindruckend ist aber, wie sich die Unilever-Marke Dove (wieder einmal) des Themas annimmt – hier geht’s zu diesem grandiosen Video –, um mittels Deepfakes den toxischen Einfluss zu demonstrieren, wie Kai Thrun in einem Blog-Beitrag beschreibt. Dies zeigt: Auch im Mai gab es viel zu lesen, von dem ich einiges für meine Gedankenspiele herausgepickt habe. ☞ Ein heißer Tipp: Weitere (Lese-)Tipps mit Fokus Strategie und Text finden sich in meinem monatlichen Newsletter und in der LinkedIn-Gruppe zum Online-Texten.
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Dove mit ihrer Aufklärungskampagne „Toxic Influence“ zum Einfluss von Influencern
Corporate Webseite: Lernen und verbessern
Webseite-Analyse: Wichtige Kriterien und KPIs Die Corporate Webseite ist das Aushängeschild und die erste Anlaufstelle für die Mehrheit der Online-User. Hier sollen sie einen 1. Eindruck erhalten, sich über das Unternehmen und seine Produkte oder Dienstleistungen informieren. Doch bekommen sie auch die gewünschten Informationen? Nur eine sorgfältige Webseite-Analyse kann deutlich machen, an welchen Punkten Optimierungsbedarf besteht. Dabei sind einige Kriterien zu beachten.
Interne Verlinkung: Tipps & Tricks zur Optimierung Wer seinen Beiträgen auf der Webseite eine höhere Sichtbarkeit geben will, der sollte sich intensiv mit der internen Vernetzung auseinandersetzen. Wie solch ein Konzept aussehen und wie man die interne Verlinkung steuern sollte, genau dies beschreibt dieser umfangreichere Beitrag für Fortgeschrittene.
E-Mail-Marketing: Alte + neue Herausforderungen
Leitfaden: Newsletter erstellen wie ein Profi Auch wenn die E-Mail im vergangenen Jahr Goldene Hochzeit feiern durfte, erleben E-Mail-Newsletter aktuell ein weiteres Revival. Schließlich bleibt die E-Mail eine der effizientesten Online-Marketing-Kanäle. Dabei ist Newsletter nicht gleich Newsletter, haben sich die Herausforderungen für einen erfolgreichen Newsletter in den vergangenen Jahren verändert. Gerade für Einsteiger hat morefire jetzt einen Praxisleitfaden publiziert, der zwischen rechtlich und inhaltlich bis zum passenden Design, zur Erstellung, zum Versand und zur geeigneten Software viele Fragen beantwortet.
Accessibility bei Gmail: Bilder mit Alt-Text versehen Wichtige Entwicklung beim Thema Accessibility: Screenreader „scheitern“ bislang an Bildern in E-Mails, da sie diese nicht auslesen können. Dies soll sich jetzt ändern – zumindest bei Gmail. So lassen sich bei E-Mails künftig Bilder mit Alternativtext versehen. Dies hilft damit nicht nur im Bereich Barrierefreiheit; es ist auch ein wichtiger Schritt im Sinne einer optimalen Usability – Stichwort Ladezeiten on the road.
LinkedIn: Hilfreiche PlugIns + mehr Reichweite
Tools: Diese 6 Chrome-PlugIns helfen mir täglich In meinen Workshops rund um die digitale Kommunikation dreht sich derzeit viel um LinkedIn ☞ ach ja: Wer sich übrigens mit mir verbinden will, bitte hier entlang. Angesichts begrenzter zeitlicher Ressourcen können Browser-PlugIns beim Organisieren, Posten und Messen durchaus hilfreich sein. In diesem Beitrag stelle ich die 6 Erweiterungen vor, die ich selbst gerne nutze, weil sie mir enorm viel Zeit ersparen.
Algorithmus: Weniger Reichweite für Engagement-Baiting & Umfragen Endlich! LinkedIn schränkt die Sichtbarkeit von Beiträgen ein, die nach Engagement schreien bzw. auf Umfragen setzen, die nicht nur bei vielen Influencern häufig zu beobachten sind. Künftig sollen vor allem die Beiträge im Feed der Follower eine Sichtbarkeit erhalten, die eine wirkliche und inhaltlich passende Relevanz bieten. Und so sollte es ja eigentlich auch sein.
Und zum Schluss: Tools & Numbers
Tool: Mit Canva ein eigenes YouTube-Intro erstellen YouTube spielt innerhalb jeder Strategie eine immer wichtigere Rolle. Dabei kommt es stark auf den 1. visuellen Eindruck ein, der über das Intro vermittelt wird. Wie sich dieses schnell und kostenlos per Canva erstellen lässt, lässt sich in diesem Blog-Post nachlesen.
Zahlen: 5 organische Kennzahlen für eine Social Media Strategie Jeder sollte wissen wollen, ob die eigenen Maßnahmen zum Erfolg geführt haben. Aber Moment: Welche Metriken und Kennzahlen sind relevant? Welche KPIs sollte ich wählen? Und an welche Stelle der Customer Journey sollten welche Metriken und Kennzahlen beachtet werden? Dieser Beitrag zeigt vor allem auf, wie stark ein strategisches Unternehmensziel im Fokus jeder Zahl stehen muss.
Die Zeiten sind düster: Kriegsbilder, die im Kopf verharren, Menschen, die leiden, russische Politik, die lügt, Hoffnungen, die zerplatzen. Ausweg fraglich. Wie soll das weitergehen? Vielleicht auch deswegen sowie wegen der langen Pandemie-Zeiten fühle ich mich vom Informationsfluss derzeit etwas überfordert. Darüber berichte ich in meinem Blog-Beitrag ausführlich. Zudem habe ich für meine monatlichen Gedankenspiele einige Studien und Zahlen zusammengestellt, die doch sehr vielfältige Blicke auf unsere zerspaltene, in diesem Fall digitale Gesellschaft werfen.
3+1 Studien zur digitalen Kommunikation
Studie | D21-Digital-Index 2021/2022: Deutsche Bevölkerung für digitalen Wandel unterschiedlich gut gerüstet Der D21-Digital-Index ist eine der wichtigsten Studien zu Digitalisierung und digitaler Kommunikation. Schließlich zeigt er auf, wie unsere Gesellschaft mit den sich stetig wandelnden Anforderungen zurechtkommt. In der neuen Ausgabe 2021/2022 wird deutlich: Auch wenn der Digital-Index leicht gestiegen ist, bescheinigt die Studie der Bevölkerung insgesamt ein mittleres Niveau an digitalen Kompetenzen. Die starke Kluft bei der digitalen Teilhabe ist eng mit Alter und Bildungsgrad verbunden. Dies macht die notwendigen Anstrengungen und den systematischen Kompetenzaufbau deutlich. Kernaussagen habe ich auch auf LinkedIn zusammengefasst.
Reportage | Offline in Corona-Zeiten: Status abgehängt Keine der Studien – aber eine Reportage, der eng mit dem D21-Digital-Index zusammenhängt. Sie beschreibt, wie viele Menschen bei uns abgehängt und ausgeschlossen sind, weil sie nicht online sind. Diese digitale Spaltung geht erst ganz langsam zurück. Bis dahin führt sie innerhalb unserer Gesellschaft zu getrennten Informationsblasen, vereinfacht gesagt: TV und Tageszeitung vs. Internet + Social Media.
Studie | Digital 2022 Report: Nutzung von Internet, Social Media und Mobile Der jährliche Digital Global Report von We are Social und Hootsuite ist eine weitere relevante Studie gerade für Social Media Strategien. Schließlich gibt er weltweit sowie auf Deutschland bezogen einen Einblick in die Internet- und Social-Media-Nutzung. Marie-Christine Schindler hat sich die Zahlen vorgenommen – für einen detaillierten Blick auf die zentralen Ergebnisse.
Studie | 2022 Social Media Industry Benchmark Report Geringeres organisches Engagement – trotz höherer Posting-Frequenz, Interaktion über Carousel-Postings und Videos: Gute Einblicke liefert der 2022 Social Media Industry Benchmark Report. Was Expertinnen und Experten schon lange sehen: Social Media wird immer stärker zu einem „Pay-to-Play-Space“ wird. Und dies quer durch die 14 untersuchten Branchen.
3x Tipps zum Community-Management
Community Management | Wie reagiere ich auf Kommentare bei Shitstorms? Wenn sich die negativen, polemischen Kommentare häufen, wird häufig nach Optionen gesucht, Kommentare einzuschränken. Und ja: Wie dieser Beitrag am Beispiel von Facebook, Instagram und Twitter aufzeigt, bieten die Plattformen diverse Möglichkeiten: manchmal beim Posten, manchmal bereits beim Planen von Beiträgen.
Community Management | Wie WhatsApp in Unternehmen eingesetzt wird Immer mehr Unternehmen setzen WhatsApp in der Kundenkommunikation ein. Aber nicht mit der „normalen“ WhatsApp App, warnt Thomas Hutter. Stattdessen schildert er, wie die WhatsApp Business App (die ich übrigens auch nutze) rechtlich sauber eingerichtet und die Nummer verifiziert wird, um automatische Nachrichten zu definieren, Schnellantworten samt Shortcuts festzulegen und Anfragen zu bearbeiten.
Community Management | Social Media bei der Deutschen Bahn Die Deutsche Bahn zählt im Social Media Bereich für mich zu den Best Cases. Angesichts einer großen Community und oftmals kritischer Stimmen kommt es auf ein schnelles Community-Management an. Wie wird in den Teams gearbeitet? Wird hier alles inhouse gelöst? Solchen Fragen geht dieser Beitrag samt Podcast nach, der ein bisschen hinter die Kulissen blicken lässt.
3x Kenn(zahlen) & Tools
Online-Texten | SEO-Tools in der Diskussion Gutes Online-Texten heißt auf keinen Fall pures SEO-Texten. Trotzdem spielen Keywords eine Rolle – spätestens, wenn es um Title, Description und Überschrift geht. Auf dem Markt gibt es viele Tools, um die passenden Keywords zu finden. Jens Polomski stellt kompakt das Keyword-Top-Tool von Seobility vor, das ich ebenfalls schätze. Weitere 10 Tools habe ich übrigens in meiner LinkedIn-Gruppe zum Thema Online-Texten aufgeführt. Wer also noch Mitglied werden bzw. mitdiskutieren will …
LinkedIn | 45 Statistics You Should Know Wer Zahlen zu LinkedIn sucht, der wird beim Management-Tool LeadDelta fündig. 45 durchaus interessante Statistiken geben Einblick in Nutzung, Altersstruktur, Verweildauer, Recruiting und Employer Branding. Meine Einschätzung: einige überraschen, einige bestätigen mich, bei einigen hängt Deutschland hinterher.
E-Mail-Marketing | 12 E-Mail-Kennzahlen Was ist der Unterschied zwischen einer Unique und einer gesamten Klickrate, zwischen Hard- und Softbounces? Kompakt werden in diesem Beitrag die wichtigsten 12 E-Mail-Kennzahlen erklärt. Schließlich lässt sich nur so später der Erfolg bestimmen.