22 Tools in 7 Kate­go­rien für das Online-Texten

22 Tools in 7 Kate­go­rien für das Online-Texten

Wäh­rend ich mein neu­es Buch “Pra­xis Online-Tex­ten” geschrie­ben habe, habe ich meh­re­re hun­dert Tools aus­pro­biert. Denn zu einem Leit­fa­den, der viel Wert auf die prak­ti­sche Umset­zung legt, gehö­ren die­se ein­fach dazu. Und gera­de für Online-Tex­te­rin­nen und ‑Tex­ter gibt es eine gan­ze Men­ge an hilf­rei­chen Werk­zeu­gen – neben auch vie­lem unnüt­zen Zeug. Wenn man jetzt aus weit mehr als 150 Tools, die letzt­end­lich den Weg ins Buch gefun­den haben, sei­ne Lieb­lings-Tools aus­wäh­len soll, dann fällt zumin­dest mir dies extrem schwer. Denn natür­lich kommt es immer dar­auf an, für wel­chen Zweck ein Tool benö­tigt wird: Will man die Les­bar­keit über­prü­fen? Sucht man krea­ti­ve Begrif­fe und Ideen? Oder pas­sen­de Key­words für eine SEO-Strategie? 

Im Fol­gen­den stel­le ich 21 Tools in 7 Kate­go­rien vor. Plus noch ein Zusatz-Tool, ganz am Ende. Dabei han­delt es sich um kos­ten­lo­se Tools, die ich selbst regel­mä­ßig im Ein­satz habe und die ein­fach zu bedie­nen sind. Ach ja: Wenn ein wirk­lich wich­ti­ges Tool fehlt: Ein­fach in die Kom­men­ta­re packen. Also Tool ab!

1. Les­bar­keit:

Wie über­prü­fe ich Tex­te auf ihre Les­bar­keit? Das heißt, wie schwer ist mein Text zu lesen? Gibt es über­flüs­si­ge Bläh‑, Füll­wör­ter und Phra­sen, oder zu ver­schach­tel­te Sät­ze? Ant­wor­ten lie­fern die fol­gen­den 3 Tools:
https://​www​.fle​schin​dex​.de
https://​www​.text​ana​ly​se​-tool​.de
https://​www​.heming​wa​y​app​.com (für eng­li­sche Texte)

2. Krea­ti­vi­tät:

Wel­che alter­na­ti­ven Begrif­fe könn­te ich ein­set­zen? Mit Krea­tiv-Tools las­sen sich Syn­ony­me, Asso­zia­tio­nen, Begriffs­grup­pen, Slo­gans her­aus­fin­den – pas­send zum ein­ge­ge­be­nem Begriff. Dabei hel­fen die­se Web­sei­ten:
https://​www​.open​the​sau​rus​.de
https://​wort​schatz​.uni​-leip​zig​.de/de
https://​syn​ony​me​.woxi​kon​.de

3. Dupli­ca­te Content:

Kommt mein Con­tent noch auf einer wei­te­ren Web­sei­te vor? Dupli­ca­te Con­tent kann sehr ärger­lich sein – im Bereich der Sicht­bar­keit und aus Sicht der Such­ma­schi­nen. Mit die­sen Tools las­sen sich meh­re­re Web­sei­ten ver­glei­chen oder nach Kopien im Netz suchen:
https://​www​.web​con​fs​.com/​s​e​o​-​t​o​o​l​s​/​s​i​m​i​l​a​r​-​p​a​g​e​-​c​h​e​c​k​er/
https://​www​.copy​s​cape​.com
https://​www​.site​li​ner​.com (für inter­nen Dupli­ca­te Content)

4. Such-Inten­ti­on:

Wie fin­de ich die Such-Inten­ti­on der Recher­chie­ren­den? Die fol­gen­den, ähn­lich funk­tio­nie­ren­den Tools hel­fen dabei, die Fra­gen zu fin­den, wel­che sich die Suchen­den even­tu­ell gestellt haben:
https://​www​.ans​wert​he​pu​blic​.com
https://www.w‑fragen-tool.com
https://​www​.als​oas​ked​.com

5. SEO-Zustand:

Wie gut ist eine Web­sei­te auf SEO-Bedürf­nis­se auf­be­rei­tet? Wel­cher Wert wur­de bis­her auf Tit­le, Descrip­ti­on & Co. gelegt? Die­se Tools geben schnel­le Ori­en­tie­rung.
https://​www​.seo​qua​ke​.com
https://​www​.detail​ed​.com/​e​x​t​e​n​s​ion
http://​www​.seo​-exten​si​on​.com

6. Lade­zei­ten:

Wie schnell lädt eine Web­sei­te? Schließ­lich ist dies die Vor­aus­set­zung für eine hohe Zufrie­den­heit bei Usern wie bei den Such­ma­schi­nen. Fol­gen­de Tools hel­fen bei der Über­prü­fung der Lade­zeit:
https://​app​.sis​trix​.com/​d​e​/​c​h​e​c​k​-​p​a​g​e​-​s​p​eed
https://​deve​lo​pers​.goog​le​.com/​s​p​e​e​d​/​p​a​g​e​s​p​e​e​d​/​i​n​s​i​g​h​ts/
https://​www​.gtme​trix​.com

7. Key­words:

Wie fin­de ich die rich­ti­gen Key­words mit dem adäqua­ten Such­vo­lu­men für mei­ne Tex­te? Wie stark ist ein Begriff nach­ge­fragt? Neben Goo­g­les Key­word-Pla­ner zei­gen auch die fol­gen­den Tools das unge­fäh­re Such­vo­lu­men und schla­gen zum Teil ver­wand­te Begrif­fe vor.
https://​app​.sis​trix​.com/​d​e​/​k​e​y​w​o​r​d​-​t​ool
https://​www​.screa​ming​frog​.co​.uk
https://​neil​pa​tel​.com/​d​e​/​u​b​e​r​s​u​g​g​e​st/

Zusatz-Tool:

Ach ja: Recht­schrei­bung und Gram­ma­tik zäh­len wohl zu den aus­ster­ben­den Spe­zi­es. Die­ser Ein­druck drängt sich auf, wer sich durch Blog‑, Webseiten‑, Social Media oder Mes­sen­ger-Tex­te bewegt. Für Abhil­fe sorgt die­ses wun­der­ba­re PlugIn Lan­gu­age­Tool, das Tex­te über­all im (Social) Web auf Kor­rekt­heit und Schreib­stil prüft und Kor­rek­tu­ren vorschlägt.

Neue Gedan­ken­spie­le: 10 Lese­tipps samt Tool-Tipps.

Neue Gedan­ken­spie­le: 10 Lese­tipps samt Tool-Tipps.

Es ist noch Som­mer. Zumin­dest sagt uns dies der Kalen­der. Und vie­le Men­schen sind im Urlaub. Dies zeigt sich auch an der Zahl der publi­zier­ten Bei­trä­ge. Vor die­sem Hin­ter­grund kom­men mei­ne Gedan­ken­spie­le etwas unre­gel­mä­ßi­ger. Spä­tes­tens für den Monat Okto­ber wird aber wie­der auf monat­lich umge­stellt. Denn dann gibt es eini­ges zu berich­ten! Doch auch aus den letz­ten 6 Wochen habe ich wie­der 10 Lese­tipps samt 2 Tool-Tipps gezo­gen. So enjoy it.

Tool-Tipps

  • Recher­che via Graph​.Tips
    Tool-Tipp: Wer hat was in einem Post, einem Video, auf einer Sei­te auf Face­book geschrie­ben oder gesagt? Mit den prak­ti­schen Fil­ter­funk­tio­nen von Graph​.Tips lässt sich Face­book her­vor­ra­gend nach Inhal­ten durchsuchen.
  • Text-Opti­mie­rung via Polish
    Wäre es nicht schön, wenn man jeg­li­che Art von Online­tex­te auf Web­sei­ten gleich im Brow­ser tes­ten könn­te? Und dann mög­li­che Alter­na­ti­ven aus­pro­bie­ren? Kein Pro­blem mit dem wun­der­ba­ren Tool Polish, das es jetzt für Goog­le Chro­me als PlugIn gibt.

You­Tube & Strategie

SEO & Texten

  • Video: Gen­dern und SEO – Grund­le­gen­des zum Algo­rith­mus
    Wie­der so eine typi­sche Fra­ge, die mir in letz­ter Zeit häu­fig gestellt wur­de: Wie ist das mit dem The­ma Gen­dern beim Online-Tex­ten bzw. SEO-Tex­ten? Wie reagiert denn die Such­ma­schi­ne auf das Gen­dern? Oder soll­te ich zuguns­ten Sicht­bar­keit bes­ser dar­auf ver­zich­ten? Die­ses durch­aus hilf­rei­che Video zeigt eini­ges auf, wie kon­kret vor­zu­ge­hen ist.
  • Trus­trank: So gene­rierst Du Ver­trau­en im Algo­rith­mus
    Goog­le gibt meist ver­trau­ens­vol­len Web­sei­ten eine höhe­re Sicht­bar­keit. Nur: Wie funk­tio­niert die­ser Trust­fak­tor? Wel­che Mecha­nis­men ste­cken dahin­ter? Und wie schaf­fe ich es, dass mei­ner Web­sei­te Goog­le noch stär­ker vertraut?

Insta­gram & sein Algorithmus

  • Adam Mos­se­ri: “How does Insta­gram work? Why do I see what I see?
    Wie funk­tio­niert eigent­lich Insta­gram? Wel­che Geheim­nis­se ver­birgt der Algo­rith­mus? Die­se Fra­gen stel­len sich vie­le Insta­gram-User. Wie schön, dass Chef Adam Mos­se­ri in die­sem Video eini­ges über das Ran­king von Bei­trä­gen in Feeds, Sto­rys, Reels, Explo­re und eini­ges mehr erzählt. Pflicht-Video für Instagram-Fans.
  • So funk­tio­niert der Reels Algo­rith­mus
    Um mit sei­nen Insta­gram Reels eine wirk­li­che Sicht­bar­keit zu erhal­ten, spie­len meh­re­re Signa­le eine Rol­le. Dabei spielt gera­de das The­ma Inter­ak­tio­nen die ent­schei­den­de, wie auch die­ser Bei­trag beschreibt.

Mar­ken­bot­schaf­ter

  • Alles was Unter­neh­men recht­lich wis­sen müs­sen
    Immer mehr Unter­neh­men set­zen auf ihre eige­nen Mit­ar­bei­ten­den als Mar­ken­bot­schaf­ter bzw. Cor­po­ra­te Influ­en­cer, wenn es dar­um geht, ihre Orga­ni­sa­ti­on in sozia­len Netz­wer­ken zu prä­sen­tie­ren. Doch wie sieht es recht­lich aus? Die­ses Q&A beant­wor­tet wich­ti­ge Fra­gen rund um Kenn­zeich­nungs­pflich­ten und Haf­tungs­re­geln, Social Media Gui­de­li­nes und Daten­schutz bis hin zu steu­er­recht­li­chen, urhe­ber­recht­li­chen und arbeits­recht­li­chen Fragestellungen.
  • Employ­er Bran­ding bei Thys­sen­krupp: ein schma­ler Grat
    Inter­es­san­ter Bei­trag gera­de zum The­ma Employ­er Bran­ding und Auf­bau von Mar­ken­bot­schaf­tern: Es ist ein schma­ler Grat, neue Wege zu gehen und gleich­zei­tig mög­lichst vie­le Men­schen mit­zu­neh­men. Ob das bei der #Genera­tion­TK von Thys­sen­Krupp gelun­gen ist, bleibt abzuwarten.
Neue Gedan­ken­spie­le: 10 Lese­tipps, 2 Stu­di­en, 20 Tools, 1 Sto­ry und viel Nicht-Digitalisierung.

Neue Gedan­ken­spie­le: 10 Lese­tipps, 2 Stu­di­en, 20 Tools, 1 Sto­ry und viel Nicht-Digitalisierung.

Es ist mal wie­der etwas im Busch – aber dar­über berich­te ich beim nächs­ten Mal ;-). Statt­des­sen gibt es heu­te 10 lesens­wer­te Links rund um die Digi­ta­li­sie­rung und ihre Mise­ren, es geht um zwei span­nen­de Stu­di­en zum Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­ten, um vie­le hilf­rei­che Tipps zum Online-Tex­ten, um nütz­li­che Tools zum Schrei­ben und Publi­zie­ren sowie um eine beein­dru­cken­de Story.

Wer Neu­ig­kei­ten lie­ber frü­her und exklu­siv per monat­li­chem Gedan­ken­spie­le-News­let­ter erhal­ten will: Hier geht’s zur Anmel­dung.

Der lan­ge Weg zur Digitalisierung

  • Mei­nung: Dra­ma­ti­sche digi­ta­le Inkom­pe­tenz
    Er spricht mit Sicher­heit vie­len aus der See­le, wenn Jörg Ehmer, CEO von Apol­lo Optik, unse­rer obers­ten Ebe­ne “dra­ma­ti­sche digi­ta­le Inkom­pe­tenz” vor­wirft. Und dies an Bei­spie­len wie der Coro­na-Warn-App und vor allem der Luca App auf­zeigt. Denn wie soll ich denn als Unter­neh­mer damit umgehen?
  • Stu­die: Euro­pean Com­mu­ni­ca­ti­on Moni­tor 2021
    Begrenz­te Rei­fe bei der Ein­füh­rung digi­ta­ler Infra­struk­tu­ren und Tools, hohe Rele­vanz für Video-Kon­fe­ren­zen auch nach Coro­na und immer mehr Rol­len für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­leu­te: Dies sind eini­ge der Ergeb­nis­se des Euro­pean Com­mu­ni­ca­ti­on Moni­tors 2021 (ECM), der zu den wich­tigs­ten Stu­di­en in der PR- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­bran­che zählt und über den das PR-Jour­nal aus­führ­lich berichtet.

Gut Tex­ten und klar Kommunizieren 

  • E‑Mail: Hohe Rele­vanz bei Gen Z und Y
    Die E‑Mail ist für die Young Genera­ti­on unver­zicht­bar. Das ist das Ergeb­nis einer Stu­die von United Inter­net Media. Danach grei­fen über 90 % der Gen Z und Gen Y beruf­lich wie pri­vat auf die E‑Mail zurück. Nicht über­ra­schend: Fast jeder setzt auf E‑Mail beim Online-Shop­ping ent­lang der gesam­ten Cus­to­mer Journey.
  • E‑Mail: 7 ways to win the batt­le for inbox attention
  • Wie schaf­fe ich es, dass mei­ne E‑Mail wirk­lich geöff­net wird? Die Fra­ge stellt sich jeder Ver­sen­der. Denn passt der Ver­sand­zeit­punkt? Ist die Vor­schau gut getex­tet? Der Ver­tei­ler ange­mes­sen? Vie­le nütz­li­che Hin­wei­se lie­fert die­ser Beitrag.
  • Online-Tex­ten: 5 Merk­ma­le für gutes UX Wri­ting
    Gute Tex­te sind essen­zi­el­ler Bestand­teil einer star­ken User-Expe­ri­ence. Doch was macht gutes UX Wri­ting aus? Die­ser Bei­trag geht auf die wich­tigs­ten Merk­ma­le sowie auf die Abgren­zung zum Copy­wri­ting ein.
  • SEO: 18 Key­word-Tools im Über­blick
    Key­words detail­liert suchen und Key­words anhand von Kenn­zah­len auf ihre Rele­vanz ana­ly­sie­ren: Hubs­pot beschreibt 18 hilf­rei­che – kos­ten­lo­se wie pro­fes­sio­nel­le – Tools kurz und kom­pakt. Tipp: Die meis­ten sind auch in mei­nem neu­en Buch “Online-Tex­ten” enthalten.
  • Lin­kedIn: Post Boos­ting TOP oder FLOP?
    Wer auf detail­lier­te Tar­ge­ting-Optio­nen ver­zich­ten kann und statt­des­sen recht ein­fach und über­sicht­lich Lin­kedIn Ads schal­ten will, für den lohnt sich ein Blick auf die neue Boost-Funk­ti­on. Und doch wird kaum jemand am Kam­pa­gnen Mana­ger vorbeikommen.

Deut­sche Geschichte(n) auf Instagram

  • Insta­gram: Sophie Scholl: Eben­so for­dernd wie echt
    Span­nen­des Pro­jekt von SWR+BR auf Insta­gram: His­to­risch genau wird über 1 Jahr die Geschich­te der Wider­stands­kämp­fe­rin Sophie Scholl erzählt. Und zwar ihr letz­tes Jahr – in Fotos, Sto­rys, IGTV, Reels, Wochen­rück­bli­cken etc. Tol­les Projekt!

In der Welt der Digitalisierung-Tools

Neue Gedan­ken­spie­le: Stra­te­gien, Pla­nun­gen, Schub­lä­den, Kam­pa­gnen und die Far­be Grau

Neue Gedan­ken­spie­le: Stra­te­gien, Pla­nun­gen, Schub­lä­den, Kam­pa­gnen und die Far­be Grau

Die letz­te Woche war geprägt von der auf­ge­heiz­ten Dis­kus­si­on um die miss­lun­ge­ne Video-Kam­pa­gne #alles­dicht­ma­chen. Dabei mache ich mir vor allem Sor­gen um unse­re Dis­kus­si­ons­kul­tur, wie ich im Blog-Post schrei­be. Doch auch sonst gab es im Monat April guten Stoff rund um digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on: zur Stra­te­gie von Kom­mu­ni­ka­ti­on, zum Manage­ment von Kom­mu­ni­ka­ti­on und zur Mes­sung von Kom­mu­ni­ka­ti­on. Auch das Intro zu unse­rem neu­en Buch “Public Rela­ti­ons” hat den Weg in mein Blog gefun­den. So enjoy it!

TIPP: Wer aus­ge­wähl­te Gedan­ken­spie­le lie­ber per monat­li­chem News­let­ter erhal­ten will: Bit­te hier ent­lang!

2 neue Gedankenspiele

  • Gedan­ken­spiel: Unse­re Spra­che benö­tigt drin­gend mehr grau!
    Die Dis­kus­si­on um die ver­un­glück­te Kam­pa­gne #alles­dicht­ma­chen hat eines mal wie­der ver­deut­licht: Unse­re Dis­kus­si­ons­kul­tur ist kaputt. Wir ken­nen näm­lich nur noch schwarz oder weiß, gut oder böse, dafür oder dage­gen. Grau­tö­ne? Fehl­an­zei­ge. Dabei machen die­se doch unser Zusam­men­le­ben aus. Ein klei­nes Plä­doy­er für die wun­der­ba­re Far­be Grau.
  • Public Rela­ti­ons: Eine Bran­che im Wan­del
    Im Febru­ar erschien unser Buch “Public Rela­ti­ons” in sei­ner 3. Auf­la­ge. Die­ser Leit­fa­den macht deut­lich, wie viel­fäl­tig die PR-Bran­che heu­te ist. Schon in der Ein­lei­tung wird deut­lich, auf wel­che Fra­gen und Her­aus­for­de­run­gen sie Ant­wort geben darf — was auch den Reiz aus­macht. Daher dru­cke ich hier das Intro zum Buch als klei­nen Appe­ti­zer ab.

7 Bei­trä­ge zur digi­ta­len Kommunikation

  • Stra­te­gie: Ste­cken Sie Ziel­grup­pen nicht in Schub­la­den
    “it’s easy to put peop­le in boxes.” Dam­ned true – aber nicht wirk­lich ziel­füh­rend. Zumin­dest heu­te in einer Zeit, in der Ziel­grup­pen immer stär­ker aus­ein­an­der gebro­chen sind und für Fach­leu­te damit auch immer schwe­rer zu defi­nie­ren sind. Wie sich der Begriff der Ziel­grup­pen über die Jahr(zehnt)e dras­tisch gewan­delt hat und wel­che Rol­le auch Per­so­nae heu­te spie­len, beschreibt die­ser Beitrag.
  • E‑Mail-Mar­ke­ting: Das 1x1 der Fach­be­grif­fe
    Boun­ce Rate, Open Rate, Click Rate, Click-through-Rate, Abmel­de­ra­te, Con­ver­si­on Rate: Die E‑Mail-Mar­ke­ting­bran­che lebt von die­sen Begrif­fen. Doch was ver­birgt sich hin­ter die­sen wich­ti­gen Mess­zah­len? Die­ser Bei­trag erklärt es kurz, kom­pakt und leicht verständlich.
  • E‑Mail: How to Redu­ce Boun­ce Rate and Impro­ve Deli­vera­bi­li­ty
    Beim News­let­ter-Mar­ke­ting wird meist v.a. auf Öff­nungs- und Klick­ra­ten geblickt. Doch viel hängt von der Adress­qua­li­tät ab. So kann eine hohe Boun­ce-Rate nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Zustell­ra­te haben. Wie sich die Boun­ce-Rate redu­zie­ren lässt, das beschreibt die­ser Beitrag.
  • Ach­tung: War­um Mar­ken nicht per Auto­pi­lot pos­ten soll­ten
    Aus Zeit­grün­den sind auto­ma­ti­sier­te Postings wirk­lich prak­tisch. Aber nicht immer sind sol­che Tools auch sinn­voll: Spä­tes­tens im Kri­sen­mo­dus soll­ten sie drin­gend abge­schal­tet wer­den, wie das Bei­spiel FedEx zeigt. Denn dann kommt es weni­ger auf Tools, son­dern auf den eige­nen Kopf an.
  • Manage­ment: Face­book Busi­ness Suite und Busi­ness Mana­ger im Ver­gleich
    Die Face­book Busi­ness Suite setzt sich als gemein­sa­mer Hub für Face­book- und Insta­gram-Sei­ten etc. immer stär­ker durch. Doch wor­in unter­schei­det sie sich von Face­book Busi­ness-Mana­ger? Die­ser Bei­trag klärt auf.
  • Redak­ti­ons­plan: So lässt sich Con­tent ver­nünf­tig pla­nen
    Die Fra­ge nach einem Redak­ti­ons­plan ist eine der häu­figs­ten in mei­nen Coa­chings und Trai­nings. Für digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien, für Con­tent Mar­ke­ting, für inte­grier­te Medi­en­ar­beit. Wie er auf­ge­baut wer­den kann und wel­che Fra­gen dabei zu berück­sich­ti­gen sind, dar­auf ver­weist die­ser Blogbeitrag.
  • Recrui­t­ing: Poli­zei wirbt bei Tik­Tok und Co. um Nach­wuchs
    Die Poli­zei setzt immer stär­ker auf Tik­Tok & Co. beim Recrui­t­ing von Nach­wuchs­kräf­ten. Und die Reso­nanz auf Bei­trä­ge, Vide­os und Posts passt: Wach­sen­de Bewer­ber­zah­len, teils Mil­lio­nen Auf­ru­fe, posi­ti­ves Feed­back und direk­te Nach­fra­gen auf den ein­zel­nen Kanä­len zei­gen, dass dies der rich­ti­ge Weg ist, um die Men­schen dort anzu­spre­chen, wo sie gera­de sind.

Unse­re Spra­che benö­tigt drin­gend mehr grau!

Unse­re Spra­che benö­tigt drin­gend mehr grau!

Die Dis­kus­si­on um die ver­un­glück­te Kam­pa­gne #alles­dicht­ma­chen hat eines mal wie­der ver­deut­licht: Unse­re Dis­kus­si­ons­kul­tur ist kaputt. Rich­tig kaputt. Wir ken­nen näm­lich nur noch schwarz oder weiß, gut oder böse, dafür oder dage­gen. Grau­tö­ne? Fehl­an­zei­ge. Dabei machen die­se doch unser Zusam­men­le­ben aus, oder?! Ein klei­nes Plä­doy­er in den Gedan­ken­spie­len für die wun­der­ba­re Far­be Grau.

Wer sich die Dis­kus­sio­nen in der ver­gan­ge­nen Woche rund um die miss­lun­ge­ne und teils anti­de­mo­kra­tisch gefärb­te Video-Kam­pa­gne #alles­dicht­ma­chen näher ansieht oder anhört, dem fällt eines auf: Die Men­schen den­ken hier­zu­lan­de offen­bar aus­schließ­lich in Kate­go­rien: Bist du nicht dafür, dann bist du dage­gen. Stimmst du mir nicht zu, gehörst du zu den ande­ren. Bist du nicht mei­ner Mei­nung, liegst du falsch. „In west­li­chen Gesell­schaf­ten macht sich ein gefähr­li­cher Trend bemerk­bar: Mei­nungs­frei­heit nur bei denen gut zu fin­den, die der­sel­ben Mei­nung sind“, beschreibt der Han­dels­blatt News­let­ter die­se Hal­tung ziem­lich tref­fend. Wir bestim­men also, was rich­tig oder was falsch ist. Und wir bau­en um unse­re Mei­nung eine Wagen­burg auf und ver­ban­nen die Anders­den­ken­den direkt auf die ande­re Straßenseite.

Eine kom­mu­ni­ka­ti­ve Spaltung

Nun: Die Dis­kus­sio­nen rund um die­se Video­se­rie sind nur ein wei­te­res Bei­spiel dafür, dass es um die hie­si­ge Dis­kus­si­ons­kul­tur wirk­lich schlecht bestellt ist. Dabei lässt sich die­se kom­mu­ni­ka­ti­ve Spal­tung – die­ses tief­schwarz vs. blü­ten­weiß – schon seit meh­re­ren Jah­ren beobachten:

  • Stich­wort Geflüch­te­te: Wer nicht Geflüch­te­te “wel­co­me refu­gees” heißt, ist ein Nazi. Und umgekehrt.
  • Stich­wort Coro­na­vi­rus: Wer nicht den Ein­schät­zun­gen von Dros­ten & Co. folgt, ist ein Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker. Und umgekehrt.
  • Stich­wort gen­der­ge­rech­te Spra­che: Wer nicht auf das Gen­der-Stern­chen steht, ist ein Fan des alten wei­ßen Man­nes. Und umgekehrt.

Die­se Lis­te lie­ße sich noch ewig wei­ter füh­ren. Viel­leicht schei­nen die­se Gegen­sät­ze eini­gen hier über­trie­ben. Doch wer­den die Dis­kus­sio­nen genau so geführt – ins­be­son­de­re in den Sozia­len Netz­wer­ken. Übri­gens nicht nur in Deutsch­land. In den USA — Stich­wort Trump, Stich­wort Black Lives Mat­ter etc. – hat sich die Gesell­schaft radi­ka­li­siert, was sich dort nicht nur kom­mu­ni­ka­tiv, son­dern auch in der Aus­gren­zung nur ein biss­chen anders den­ken­der Men­schen bis hin zu einem fata­len Sturm auf das Kapi­tol nie­der­schlug. Die Men­schen gren­zen sich also gegen­sei­tig aus, weil sie die Mei­nung ande­rer nicht mehr akzep­tie­ren. Das soll unse­re Zukunft sein?

Die Bei­spie­le ver­deut­li­chen, wie stark Spra­che und Wör­ter die Gesell­schaft spal­ten kön­nen. Und zwar mas­siv. Davon pro­fi­tiert nie­mand. Ganz im Gegen­teil. Wir ent­fer­nen uns immer stär­ker von­ein­an­der. Freun­de wer­den zu Geg­ner, Nach­barn beäu­gen sich miss­trau­isch, Freun­de wer­den sprach­los. Und stopp. Es geht nicht dar­um, alles zuzu­las­sen. Jeder und jede muss eige­ne Gren­zen zie­hen – gegen­über anti­de­mo­kra­ti­schem Gedan­ken­gut, gegen­über Radi­ka­li­sie­rung, gegen­über Men­schen­ver­ach­tung. Jeder muss sich bewusst machen, ab wann es heißt “bis hier hin und nicht wei­ter”. Aber ist die­se Gren­ze wirk­lich blü­ten­weiß oder tief­schwarz? Was ist mit den berühm­ten Zwi­schen­tö­nen, den Grau­tö­nen, die für Kom­mu­ni­ka­ti­on und Dis­kus­si­on so wich­tig sind?

Die wich­ti­ge Far­be Grau

Vor rund 25 Jah­ren gab es eine wun­der­vol­le Film-Tri­lo­gie des pol­ni­schen Regis­seurs Krzy­sz­tof Kie­s­low­ski: Bleu, Blanc, Rouge – also Blau, Weiß, Rot. Heu­te möch­te ich die­ser 3‑Far­ben-Tri­lo­gie eine wei­te­re Far­be hin­zu­fü­gen: Das Grau. Nein, sie ist nicht mei­ne Lieb­lings­far­be; ich zie­he den blau­en Him­mel durch­aus dem grau­en vor. Aber das Grau ist so emi­nent wich­tig. Und so viel­fäl­tig. Schließ­lich ver­fügt es über so vie­le Nuan­cen: Kühl und warm, dun­kel und hell, zurück­hal­tend und exzen­trisch mit hun­der­ten von Abstu­fun­gen. Vor allem kom­men all die­se mit­ein­an­der so gut aus. Denn “Grau kennt kei­ne Gren­zen”, wie das Ein­rich­tungs­haus Mey­er­hoff über die Wand­far­be grau schreibt. Genau dies gilt nicht nur für Böden, Wän­de oder Decken. Son­dern ganz ins­be­son­de­re auch für die Mei­nun­gen von Menschen.

Genau die­se Far­be müs­sen wir wie­der drin­gend in uns ent­de­cken. Wir müs­sen ver­stärkt die Töne in der Spra­che zulas­sen, die nicht zu unse­rem Schwarz oder Weiß gehö­ren – ohne aber unse­ren eige­nen Wer­te­ka­non zu ver­las­sen. Folg­lich müs­sen wir mit­ein­an­der spre­chen, viel stär­ker ande­ren zuhö­ren, sie ver­ste­hen zu ver­su­chen, also “gemä­ßigt mit­ein­an­der dis­ku­tie­ren, ein­an­der kri­ti­sie­ren und Ein­ge­ständ­nis­sen Respekt zol­len”. Ansons­ten bewe­gen wir uns nur noch in unse­rer klei­nen Blase.

Sprach­lich “abrüs­ten” Rich­tung Diskussionskultur

Grau ist alles ande­re als trist. Es ist die wich­ti­ge Ver­bin­dung zwi­schen den Polen schwarz und weiß. Und genau auf die­ser end­lo­sen Grau-Ska­la zwi­schen die­sen bei­den Polen müs­sen wir uns vor­sich­tig annä­hern – und mit­ein­an­der zu kom­mu­ni­zie­ren ver­su­chen. Nur dann wer­den wir es ver­mei­den, dass sich unse­re Gesell­schaft noch stär­ker in zwei Lager auf­teilt. Der Schau­spie­ler Ulrich Mat­thes meint: “Ich kann wirk­lich nur gera­de­zu fle­hent­lich dar­um bit­ten, auf bei­den Sei­ten abzu­rüs­ten, mit­ein­an­der im Gespräch zu blei­ben oder über­haupt wie­der ins Gespräch zu kom­men.”

Die­ses Fle­hen muss jedoch drin­gend weit über die­se eine Video-Akti­on hin­weg­ge­hen. Sie muss unse­re gesam­te Dis­kus­si­ons­kul­tur erfas­sen. Ansons­ten wer­den wir uns irgend­wann nur noch in unse­ren klar abgrenz­ten Bla­sen und Lagern befin­den, die sich feind­lich gegen­über ste­hen. Und davon wird letzt­end­lich nie­mand pro­fi­tie­ren. Dis­kus­si­ons­kul­tur? Fehl­an­zei­ge. Scha­de. Um uns alle.