Schreiben wir eigentlich noch für Menschen? Oder haben KI-gesteuerte Algorithmen die Content-Macht übernommen? Im September 2025 hatte ich genau diese Frage gestellt: „Wo sind meine Friends und Follower geblieben?“, nannte ich die damalige Analyse meiner eigenen Kanäle.9 Monate später frage ich mich, ob und wie sich die Sichtbarkeit in den sozialen Medien verändert hat. Hat beispielsweise der Content Graph den Social Graph schon überall ersetzt?
Die Methode:
Für dieses Update habe ich wieder einen Blick in meine persönlichen Accounts geworfen: Also in meine Feeds auf LinkedIn, Facebook und Instagram – sowie zusätzlich auf YouTube und TikTok.
Beitrag für Beitrag bin ich per Smartphone die letzten 100 Postings durchgegangen und habe sie Schritt für Schritt sortiert – immer
verbunden mit den Fragen:
Wie viel Prozent der Inhalte stammen aus meinem Netzwerk?
Wie viele Beiträge sind heute Werbung und Empfehlungen?
Welche Strategien lassen sich aus den Ergebnissen ableiten?
Das Ergebnis:
Die Ergebnisse zeigen, dass die Macht der Plattformen weiter zugenommen hat und der ursprüngliche Social Media Gedanke (fast) vorbei ist. Einfach zusammengefasst: Bye-bye Social Graph, bye-bye Friends, hello Content Graph, hello Filterblase.
Heute werden unsere Feeds verstärkt von Ads und von Empfehlungen per KI gefüttert – immer bezogen auf unser bisheriges Verhalten. Über dieses Ende von Social in Social Media hatte ich bereits in meinem gleichnamigen Buch „Das Ende von Social Media“ geschrieben.
Doch wie weit sind wir in diesem Prozess?
Content Graph vs. Social Graph: Meine Analyse über 5 Plattformen:
Blicken wir dazu etwas detaillierter auf meine Ergebnisse und beginnen mit dem einst größten Sozialen Netzwerk: Facebook.
Facebook
Von den letzten 100 Beiträgen in meinem Feed sind 50 Prozent Werbung und Empfehlungen, gut 40 Prozent stammen von Freunden und aus Gruppen. Die Zahl 8 Prozent bei Companys ist etwas irreführend, da es sich um Medienseiten handelt. Vergleiche ich das Ergebnis mit 2025, dann ist die Zahl der Empfehlungen leicht gefallen.
Auffällig ist, dass nach ca. 30 Beiträgen die Zahl der Empfehlungen abnimmt, die Zahl der Personenbeiträge dafür steigt. Dies lässt sich wohl darauf zurückzuführen, dass Facebook nicht davon ausgeht, dass die Menschen so weit scrollen, um noch etwas Interessantes zu entdecken.
Die Strategie: Klassische Unternehmen bekommen keine Sichtbarkeit mehr auf Facebook. Dies verdeutlicht meine Analyse. So habe ich keinen Beitrag unter meinen letzten 100 Posts entdecken können, auch wenn ich sicherlich mit 50 Unternehmen vernetzt bin.
Wer Facebook nutzen will, muss sich folglich mit Gruppen auseinandersetzen und dazu eine offensive Ad-Strategie fahren. Rein organische Postings sind fast ausnahmslos Ressourcen-Verschwendung.
Instagram
Beim Blick auf den Instagram-Feed hat sich das Verhältnis im Vergleich zu 2025 verschoben. So ist die Zahl der KI-gesteuerten Empfehlungen und der Ads deutlich gestiegen. Darin spiegelt sich die Beliebtheit der Plattform wider. Wechsel ich in der Instagram-App vom Feed auf den Reels-„Für Dich“-Feed, dann finde ich unter den letzten 100 Reels gerade einmal 6 Beiträge von Unternehmen und Personen. Dabei handelt es sich um Kunden, mit denen ich viel interagiere. Alle anderen bleiben trotz regelmäßiger Videos unsichtbar.
Die Strategie: Die Beliebtheit von Instagram zeigt sich in der wachsenden Werbung. Gleichzeitig kann eine organische Strategie nach wie vor erfolgreich sein – bei einem guten Content- und Format-Mix aus Karussells und Reels. Die Voraussetzung: Die Beiträge müssen zu hoher Verweildauer und zu intensiven Interaktionen führen.
Ansonsten werden sie weder im Feed noch im Reel-Tab ausgespielt. Zudem lohnt es sich, seinen Feed regelmäßig radikal zu erziehen, um (fast) nur noch Beiträge eingeblendet zu bekommen, die zum bisherigen eigenen Verhalten passen. Das heißt: Der Aufwand für einen nützlichen Feed wächst weiter.
LinkedIn
Bei LinkedIn zieht die Zahl der Empfehlungen leicht und die der Werbung stärker an – im Vergleich zum Vorjahr. Bereits heute ist über ein Viertel meiner eingespielten Beiträge Werbung. Immerhin wird der Feed auch von Personen gefüttert, mit denen ich vernetzt bin. Unternehmensbeiträge bleiben dagegen fast unsichtbar, selbst wenn man wie ich mit zahlreichen Stiftungen und Finanzunternehmen verbunden ist.
Für die Sichtbarkeit von Beiträgen spielen Interaktionen eine große, wenn auch leicht abgeschwächte Rolle: Gut 20 Prozent meiner Beiträge – und damit weniger als noch 2025 – wurden mir eingespielt, weil die Inhalte von meinem Netzwerk gelikt, geteilt oder kommentiert wurden.
Die Strategie: Das Ergebnis verdeutlicht wieder einmal, wie wichtig für Unternehmen aktive Vorstände, aktive Mitarbeitende und ein kontinuierliches Corporate Influencer Programm sind. Doch auch deren Beiträge bekommen erst dann eine Sichtbarkeit, wenn sie wirklich zu Interaktionen führen. Die Zeit der reinen Berichterstattung ist damit ebenfalls auf LinkedIn Geschichte.
Wenn ich mir jedoch den Algorithm Report 2026 von Richard van der Blom ansehe, laut der im Jahre 2026 nur noch in 10 Prozent der Fälle die eigenen Kontakte die Inhalte als Erstes sehen – im Jahre 2024 waren es noch 70 Prozent –, werde ich nachdenklich. „Your connections don’t matter anymore“, schreibt er dazu passend.
Falls ich dies – vielleicht in der nächsten Analyse 2027 – selbst beobachten kann, dann muss ich meinen Standpunkt überdenken, LinkedIn als das letzte wirkliche Soziale Netzwerk zu bezeichnen. Dann wird der Content Graph auch bei LinkedIn den Social Graph endgültig ersetzt haben. Oder wie Richard im Beitrag schreibt: „The algorithm now asks: „What does this person stand for?“
TikTok
Mein aktueller Fokus auf die Finanz- und Versicherungsbranche spiegelt sich sofort in meinem TikTok-Feed wider – genau gesagt in dem „Für-Dich-Feed“. Dass ich in den letzten 2 Wochen mehrere Workshops für Sparkassen und Verbände gegeben habe, zeigte sich an meinem rot gefärbten TikTok-Account. Gleichzeitig bleibt mit 17 Prozent die Zahl der Beiträge gering, die mir von meinen vernetzten und auch thematisch passenden Accounts eingespielt werden.
Angesichts der Beliebtheit der Kurz-Video-Plattform hat mich nicht überrascht, dass die Zahl der Werbung deutlich angestiegen ist. Wie hoch dagegen der Anteil an KI-generierten Inhalte ist, habe ich nicht konkret gemessen, auch wenn er mir hoch erschien. Laut einer Untersuchung von Kapwing sollen knapp 60 Prozent aller Videos, die neue TikTok-User zu sehen bekommen, per KI generiert worden sein. Im Vergleich dazu sollen es bei YouTube 21 Prozent sein.
Die Strategie: Es wird wieder einmal deutlich, dass sich TikTok bis heute nicht um die eigenen Fans und Follower schert, sondern Inhalte rein auf Basis des kürzlichen Verhaltens einspielt.
Wer bei TikTok weiterhin Fans und Follower zählt, hat die Plattform damit nicht verstanden. Vielmehr geht es darum, aktuelle Themen und Trends aufzugreifen, um auf diese Weise in das Sichtfeld der TikTok-User zu kommen. Auch eine Ad-Strategie wird bei TikTok immer wichtiger, wie die gewachsenen Ad-Zahlen verdeutlichen.
YouTube
Auch YouTube hat sich noch niemals für die Zahl der Abonnenten groß interessiert. Aktuell verlieren die Follower bzw. die Abos sogar weiter an Relevanz, der Anteil von Videos aus abonnierten Kanälen auf der Startseite wird immer geringer. Zudem ist YouTube aktuell dabei, die Videoplattform zu verändern – mit neuer Startseite, Navigation, Suchfunktion und KI-Feeds.
Stattdessen spielt mir YouTube die Beiträge ein, die passend zu meinem bisherigen Verhalten sind – unabhängig davon, ob ich diese Kanäle jetzt abonniert oder nicht abonniert habe. Auch die Zahl der Werbebeiträge bleibt bei YouTube im Vergleich zu den anderen Plattformen gering, da sich YouTube vor allem auf Werbung innerhalb der Videos – als Pre-, Mid- und Post-Rolls – fokussiert.
Die Strategie: Gerade in KI-Zeiten wird YouTube als Kanal immer wichtiger. Wer jedoch den Account nur unregelmäßig mit organischen Videos bespielt, wird kaum Erfolg haben. Für eine YouTube-Strategie spielen Thumbnails, Titel, Aufbau und inhaltliche Klarheit eine große Rolle – begleitet von regelmäßigen Werbemaßnahmen.
Vor allem geht es darum, ein Thema klar, umfangreich und nachhaltig zu besetzen. Auf diese Weise wird der Algorithmus den Kanal und seine Inhalte als glaubwürdige Quelle berücksichtigen und die Videos passend zu ihrem Verhalten einspielen können.
Mein Fazit:
Diese Analyse ist natürlich alles andere als eine wissenschaftliche Studie. Es ist ein ganz persönlicher Test, den übrigens jeder und jede sehr einfach nachmachen kann. Ich gehe davon aus, dass die Ergebnisse etwas variieren werden – je nach persönlichem Engagement pro Plattform.
Eines sollten wir wissen: Der Gedanke, sich per Social Media mit seinen Freunden und Netzwerkpartnern auszutauschen, diese Zeit ist (fast) zu Ende. Schritt für Schritt haben alle Plattformen den Wechsel von einem von Interaktionen geprägten Social Graph zu einem puren Content Graph vollzogen. An dieser Entwicklung haben wir selbst unseren Anteil, da wir uns anscheinend lieber und länger mit (KI-)Content aus irgendwelchen Quellen als mit unseren Friends und Followern beschäftigen.
Die sogenannten Sozialen Netzwerke sind heute rein darauf ausgerichtet, dass wir dort möglichst viel Zeit verbringen – egal mit welchem Content wir interagieren bzw. welchen Content wir aus welcher Quelle konsumieren. Hauptsache, wir bleiben möglichst lange an die Plattform gebunden, damit uns möglichst viel Werbung eingespielt werden kann.
Verweildauer ist und bleibt die wahre Währung der Plattformen – unabhängig vom Urheber des Contents. Und daran hat sich auch 9 Monate später nichts geändert.
seit vielen Monaten diskutieren Sie jetzt, ob Social Media für die Unter 14-Jährigen oder Unter 15-Jährigen oder doch Unter 16-Jährigen verboten werden sollte. Spätestens seit dem letzten CDU-Parteitag hat das Thema deutlich an Dynamik gewonnen – sicherlich auch getrieben von den bevorstehenden Landtagswahlen in meinem Heimatland Baden-Württemberg. Nach der SPD hat sich also auch der Koalitionspartner CDU für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren ausgesprochen sowie bzw. Einschränkungen für unter 16-Jährige.
Belastung ist offensichtlich
Damit sind Sie nicht allein. Auch andere Länder wie Italien, Spanien, Österreich, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Griechenland oder Dänemark diskutieren die Einführung ähnlicher Schutzmaßnahmen.
Denn die gesundheitliche Bedrohung ist offensichtlich: Laut einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit nutzen mehr als ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen Social Media in riskantem oder sogar krankhaftem Ausmaß. Als pathologische Nutzerinnen und Nutzer – also suchtkrank – gelten 6,6 Prozent bei Social Media und 4 Prozent bei Videos.
2.000 TikToks pro Tag im Schnitt
Um dies zu verdeutlichen, lassen Sie uns eine einfache Rechnungsaufgabe machen. Die durchschnittliche tägliche Verweildauer auf TikTok beträgt bei uns gut 100 Minuten. Bei den 16-25-Jährigen wird diese Zahl, so meine Erfahrung als Hochschuldozent, als Trainer, als Berater, deutlich höher sein. Gleichzeitig liegt die Verweildauer auf einem TikTok – also bis die Entscheidung fällt, weiter zu scrollen oder zu bleiben – nach 1-3 Sekunden.
Wenn wir einfach von 3 Sekunden ausgehen, dann nimmt ein durchschnittlicher Nutzer folglich 20×100 TikToks, also 2.000 TikTok auf. Pro Tag. Dass dies belastend für das Gehirn ist und sicherlich auch psychische Probleme, zu hohe Belastung, Burnout fördert, klingt für mich auch als Nicht-Gehirnforscher logisch. Das heißt: Die Belastung ist zweifellos extrem hoch. Darum finde ich es ja auch wichtig und richtig, dass Sie sich – endlich – dem Thema intensiver widmen.
Nur: Auch wenn so viele von Ihnen ein Social-Media-Verbot vehement nach vorne treiben wollen: Glauben Sie wirklich, dass diese Entscheidung der richtige Weg ist? Würde die Situation über ein Verbot verbessert werden? Vielleicht denken Sie nochmals über die folgenden 5 Punkte nach.
1. Welche Plattformen betrifft es?
Beginnen wir mit den Plattformen selbst. Natürlich sind sie von Algorithmen geprägt, natürlich spielt das Thema KI immer stärker eine Rolle, natürlich machen die Feeds Menschen abhängig. Das können Sie übrigens alles in meinem Buch über „Das Ende von Social Media“ nachlesen, das ich vor knapp zwei Jahren publiziert habe.
Doch wenn wir bei den Plattformen bleiben: Welche meinen Sie eigentlich, wenn Sie von Social Media sprechen? Ich will gar nicht damit anfangen, dass sich viele Plattformen gar nicht als Social Media bezeichnen – wie TikTok oder Snapchat. Aber wahrscheinlich meinen Sie genau diese beiden – und natürlich die Meta-Plattformen Instagram, Facebook, Threads und die Musk-Plattform X. Sind das schon alle? Was ist denn mit den eher unbekannteren Plattformen wie Mastodon oder Bluesky? Nicht dass sich später einige benachteiligt fühlen.
Was ist mit YouTube und WhatsApp?
Und was ist mit YouTube, mit Vimeo, mit WhatsApp? Wenn Sie jetzt sagen, dass dies ja gar nicht Social Media ist, dann ist dies richtig. YouTube versteht sich als Streaming-Dienst wie Disney+ oder Netflix. Aber ist YouTube nicht das aktuelle Vorbild von Instagram und TikTok? Müssten wir dann YouTube nicht auch verbieten? Also YouTube auch – wie in Australien. Und wenn wir berücksichtigen, wie stark Mark Zuckerberg gerade WhatsApp kommerzialisiert und als Netzwerk ausbaut: Müssten Sie nicht auch diesen Kanal einschränken, über den wahrscheinlich viele Kinder-Eltern-Bindungen laufen?
2. Was ist mit den Spieleplattformen?
Gehen wir einen Schritt weiter – und sehen Sie sich mal diese Studie aus unserem Nachbarland Österreich an: Den Jugend-Internet-Monitor 2026. Sofort erkennen Sie, dass alle Social-Media-Kanäle bei den befragten 11-17-Jährigen deutlich an Relevanz verloren haben. Dies bedeutet jetzt nicht, dass ich Ihre Initiative überflüssig finde. Aber haben Sie bei Ihren Verbotsdiskussionen auch an Spieleplattformen wie Roblox bedacht?
Denn viele der Studien, die eine Social-Media-Sucht definieren, werfen Social-Media- und Online-Spiele-Sucht in einen Topf. Und wenn Sie einfach mal Jugendliche beobachten, wie diese mit gesenkten Köpfen durch die Straßen laufen, dann spielen meist dort gar keine Social-Media-, sondern Spieleplattformen die Hauptrolle. Und auch diese folgen einem Algorithmus, der den Jugendlichen immer weitere Spiele einblendet. Müssten Sie sich daher nicht – analog zu den Social-Media-Plattformen – viel stärker darum kümmern, da diese ebenfalls jugendgefährdend sind?
3. Was ist mit den KI-Tools?
Gehen wir nochmals zurück zu der österreichischen Jugendstudie: Wenn Sie sich die Ergebnisse ansehen, dann erkennen Sie nur einen Gewinner: Die KI-Tools. Wenn Sie also schon darüber diskutieren, wie Sie Jugendliche mit Blick auf die Zukunft schützen könnten: Müssten Sie sich nicht viel stärker mit den KI-Tools als Rising Stars der Digitalbranche beschäftigen? Damit würden Sie auch die Spielesucht etwas bekämpfen. Schließlich lassen sich mit KI-Tools eigene Spiele extrem schnell und einfach entwickeln, wie ich Ihnen als Nicht-Entwickler und Nicht-ITler gerne zeige.
Und bleiben wir beim Themas KI: Wenn ich sehe, wie OpenAI, Meta & Co. gerade neue (Social) Networks entwickeln oder planen, denken Sie beispielsweise an Vibes -, die weniger mit menschlichen Inhalten denn mit KI-Videos gefüttert werden: Müssten diese dann nicht auch in das „Social-Media-Verbot“ inkludiert werden? Denn genau diese Inhalte werden wir in den nächsten Monaten verstärkt auch bei TikTok, YouTube & Co. zu sehen bekommen.
4. Wer ist sich den Gefahren bewusster?
Und noch eine Frage zum Thema Alter: Glauben Sie wirklich, dass eine 15-Jährige, die bereits mehrere Jahre sich mit TikTok, Instagram und YouTube beschäftigt hat, naiver im Umgang mit den Gefahren und Abhängigkeiten solcher Plattformen ist, als ein 60-Jähriger, für den viele dieser Plattformen „Teufelszeug“ ist, ohne sie wirklich zu kennen?
Und noch ein letzter Punkt, der daran anknüpft: Für wie klug oder – sagen wir besser – clever halten Sie eigentlich junge Menschen? Bedenken Sie eines: Bereits heute dürfen Plattformen wie TikTok oder Instagram erst ab einem Alter von 13 Jahren genutzt werden. Trotzdem haben viele einen Weg für sich gefunden haben.
Glauben Sie wirklich, dass dies bei einem Verbot anders wäre – gerade auch in Gesellschaften und sozialen Schichten, in denen die Eltern wenig Zeit haben, um sich um ihre Kinder wirklich zu kümmern und sich mit solchen Fragen zu beschäftigen?
Schweizer Käse made in Australia
Gerade das scheinbare Vorzeigebeispiel Australien zeigt aktuell, wie schwierig die Umsetzung eines solch pauschalen Social-Media-Verbots ist und wie sich ein Gesetzespapier in der Umsetzung so löchrig wie ein Schweizer Käse entpuppt. So schreibt das Blog BASIC thinking: „Anstatt eine sichere Medienkompetenz zu entwickeln, lernen australische Teenager bereits Umgehungstricks, etwa über VPN-Dienste oder die Altersverifikation über ältere Freunde.“
Dies müssen wir eng auch mit dem gewissen Reiz des Verbotenen sehen, den meine Generation damals bei Zigaretten, Alkohol oder nächtlichen Ausflügen verspürte. Folglich müssen wir dem Autor des Beitrages, Fabian Peters, zustimmen, wenn er schreibt, dass der Versuch, Kinder und Jugendliche allein durch ein Verbot zu schützen, die Komplexität ihres Medienalltags übersieht und die Notwendigkeit ignoriert, sie kompetent in digitalen Räumen agieren zu lassen.
Gesetze mit kurzem Verfallsdatum
Bitte verstehen Sie mich richtig: Ich sehe ebenfalls die Bedrohungen und Belastungen, die von den Plattformen ausgehen. Aber warum verbannen Sie Jugendliche aus dieser Social-Media-Welt? Warum gehen Sie stattdessen nicht viel härter gegen die Absender von Hass, Gewalt, Desinformation, Fake News, Deepfakes und tief toxischen Geschäftsmodellen vor, wie Dirk von Gehlen beklagt?
Machen Sie es sich mit Ihrem Verbot viel zu leicht?
Denn die Idee für ein pauschales Social-Media-Verbot klingt im ersten Moment zwar logisch und ehrenwert und unterstützungswert. Aber im zweiten Augenblick ist sie viel zu kurz gedacht und mit einem Verfallsdatum versehen, das schon vor der endgültigen Verabschiedung eines eventuellen Gesetzes bereits abgelaufen ist. Damit wird ein Gesetz zu einer reinen Symbolpolitik, die uns alle und vor allem die jungen Menschen nicht weiterbringen wird.
Bildung hilft mehr als Social-Media-Verbote
Wo könnte stattdessen die Lösung liegen? Der wichtigste Ansatz, der uns alle weiterbringen würde – auch mit Blick auf die sich stark veränderte Zukunft –, wäre deutlich mehr digitale Bildung und mediale Aufklärung – quer durch alle Generationen und Schichten.
Wenn Sie also wirklich etwas verändern und gerade junge Menschen hierzulande schützen wollen, dann benötigt es dringender als je zuvor eine flächendeckende Bildungsoffensive und mehr Medienkompetenz – und definitiv nicht nur für Minderjährige. Auch Eltern, Lehrkräfte und fast alle Menschen müssen befähigt werden, digitale Räume kompetent und verantwortungsvoll zu nutzen und dabei Risiken zu erkennen und einzuordnen.
Ihr Einsatz ist gefragt – für mehr Bildung!
Jeder und jede muss sich unabhängig des Alters bewusst sein, wie Algorithmen grob funktionieren, warum ihnen welche Inhalte eingeblendet werden, warum und wie sie mit ihrem eigenen Verhalten einen Feed steuern, woran sie KI-Inhalte – zumindest zum Teil – erkennen können. Diese Aufklärung wäre deutlich erfolgsversprechender als irgendein Verbot, das sich so oder so kaum oder nur halbwegs oder erst in vielen Jahren in dann weichgegarten Kompromissen umsetzen lässt.
Darum mein Appell an: Setzen Sie sich als Politikerin oder Politiker mit der gleichen Vehemenz für mehr digitale Bildung ein. Dann kommen wir der guten Sache sicherlich näher. Und damit wäre uns doch allen geholfen, oder?
Wenn man die neue Studie von Stagwell in Zusammenarbeit mit dem Axel-Springer-Vermarkter Media Impact liest, dann muss man zu diesem Ergebnis kommen: 81% der deutschen Erwachsenen lesen täglich Nachrichten, 35% sind sogar Nachrichten-Junkies: Täglich informieren sich im Schnitt 7x über Nachrichten und lesen mehr als zehn Artikel.
Ehrlich gesagt bin ich etwas verwirrt: Steht nicht überall, dass wir Deutsche unter einer wachsenden News Fatigue lesen? Und sich immer mehr Menschen aus den täglichen Medienkonsum zurückziehen, weil für sie die Nachrichten zu negativ und zu belastend sind? Die Studie zur Mediennutzung bei uns kommt auf jeden Fall zu einem anderen Ergebnis.
Weitere Aufklärung liefern hoffentlich die 10 Lesetipps in meinen monatlichen Gedankenspielen. Ich hoffe auf gute Erkenntnisse.
Wortliga: Wie verständlich berichten deutsche Online-Medien? Wie verständlich berichten deutsche Medien? Dazu hat Wortliga 16 führende deutsche Online-Medien analysiert. Das Ergebnis: Während bild.de, stern.de, zdfheute.de gut verständlich informieren, ist die FAZ für viele zu schwer zu lesen. Dies lässt sich u.a. auf zu lange Sätze, auf Substantivierungen und Passivkonstruktionen zurückführen – alles Aspekte, über ich in meinen Text-Workshops diskutiere.
VAUNET: Mediennutzung bleibt in Deutschland sehr hoch 10 Stunden und 53 Minuten: So lange haben die Deutschen im Jahre 2025 täglich im Schnitt Medien genutzt. Dies zeigt die Analyse des Privatsenderverbands VAUNET. Im Vergleich zum Vorjahr blieben die linearen Angebote konstant und relevant. Während der TV-Konsum ganz leicht fiel, stiegen Audio-Nutzung und vor allem Streaming an.
3 Strategien gerade in Zeiten von KI.
Reuters-Trend-Report: Druck auf Kommunikation wächst Ein Weckruf an die Medienarbeit liefert der Reuters-Trend-Report 2026: „Journalism and Technology: Trends and Predictions 2026“ macht deutlich, wie stark sinkender Traffic, Glaubwürdigkeitsprobleme und KI den Journalismus immer stärker unter Druck setzen. Diese Verschiebungen, so betont Marie-Christine Schindler in ihrer Analyse, betreffen ebenfalls die Unternehmen(skommunikation), die ebenfalls um Vertrauen, Relevanz und Sichtbarkeit kämpft.
Eigentümer statt Mieter: Warum eine Webseite das wichtigste Asset ist Einige verkünden das Ende von Webseiten in KI-Zeiten. Andere verdeutlichen, warum in Zeiten von Algorithmen, KI und Pay-to-Play, von Reichweiten-Verlusten und von Plattform-Abhängigkeiten die Webseite das wichtigste Asset ist. Dass ich selbst dieser Ansicht zustimme, habe ich im Buch „Das Ende von Social Media“ (https://dominikruisinger.com/das-ende-von-social-media/) formuliert. Dieser Beitrag konkretisiert die nächsten Schritte, um die Webseite zum zentralen Hub der eigenen Markenstrategie zu machen.
PR in KI-Zeiten: Wie sie Unternehmen Sichtbarkeit gibt „Sichtbarkeit in KI-Zeiten entsteht durch inhaltliche Substanz, technische Klarheit und digitale Präsenz“, heißt es im Agentur-Blog von AM. Vor diesem Hintergrund kommt der PR eine relevante Rolle zu. Denn KI-Systeme nennen vor allem Marken, die sie kennen, verstehen und für vertrauenswürdig halten. Der vorgestellte 5-Punkte-Plan hilft als Einstieg.
3 Hinweise für die Social Media Plattformen.
Nur Reels, Shorts und TikToks? „Video ist überbewertet“ Brauchen wir im Social Media-Bereich nur noch Videos? Man hat fast den Eindruck, wenn man über die vielen TikToks, Reels, Shorts und sonstigen Videos bei der Mediennutzung stolpert. Aber ist es wirklich so? Frist Video nicht viel Energie, Ressourcen, Lebenszeit? Ein wichtiges Plädoyer, Bewegtbild einzusetzen – aber bitte bewusst und nicht als blinde, KI-gepushte Massenproduktion.
TikTok: 13 Tipps für mehr Reichweite Wie erstelle ich TikTok-Videos, die wirklich funktionieren? Die meine Zielgruppe erreichen? Justin Pohl hat dazu viele Tipps im Hubspot-Blog zusammengestellt: Vom notwendigen 3-Sekunden-Hook, der richtigen Content-Strategie, der passenden Gestaltung von Bildern bis zur Analyse. Definitiv hilfreich.
LinkedIn: Personal Branding benötigt Klarheit „Personal Branding bedeutet nicht, mehr zu senden, sondern vor allem klarer zu sprechen“, schreibt Meike Leopold. Wer keine Orientierung bietet, wird für die richtigen Zielgruppen unsichtbar. Daher sei es wichtig, das Profil, den eigenen Content und die Interaktion noch stärker am eigenen Personal Branding auszurichten. Eine Strategie, die ich in meinen Coachings ebenfalls lehre.
Daten zur Sichtbarkeit im KI-Zeitalter.
Sichtbarkeit: AI Overviews in Deutschland: So stark sinken die Klickraten wirklich Viele klagen darüber, dass ihre Klickraten durch die AI Overviews eingebrochen sind. Ist dies wirklich so? Sistrix hat 100 Millionen Keywords analysiert, um die Auswirkungen zu messen. Danach werden bei 20% der Keywords AI Overviews ausgespielt. Dabei geht die Hälfte aller organischen Klicks verloren. Dies betrifft vor allem informationale Suchanfragen, die Google selbst beantwortet.
Monitoring: GEO-Erfolge messen und optimieren Wie lässt sich der Erfolg von GEO-Maßnahmen messen? Welche Inhalte gelten für KI-Systeme als vertrauenswürdig, relevant und zitierfähig? Dass sie auf die Qualität und Inhaltstiefe der Quelle, die Erfüllung der Nutzerintention, die Erfahrung, Vertrauenswürdigkeit und fachliche Kompetenz (E-E-A-T) der Autorinnen und Autoren zurückgreifen, ist bekannt. Dieser Beitrag stellt dazu die wichtigsten GEO-KPIs vor.
Wie stark verändert sich die Welt der digitalen Kommunikation? Wie stark unser Medienverhalten? Wie stark nähern sich die Social Media Kanäle an? Wie groß sind die Einflüsse von KI? Und wie sollten sich Unternehmen strategisch verhalten?
Zu Wie-Fragen wie diesen habe ich 10 spannende Beiträge entdeckt und sie in die Juli-Lesetipps meines Blogs „Gedankenspiele“ gepackt.
Viele positive Gedankenblicke trotz hochsommerlicher Temperaturen wünscht Dominik R.
In eigener Sache.
Warum und wie KMU Social Media neu denken sollten Was sollen wir tun, wenn sich die Menschen immer stärker aus den Social-Media-Kanälen in private Plattformen zurückziehen? Oder sich verstärkt offline aufhalten? Wie reagieren wir in einer Zeit, in der sich Social Media in Kombination mit KI radikal wandelt? Zu dieser Frage hatte mich der DPRG-Expertenkreis Mittelstandskommunikation zu einem KMU-Talk eingeladen. Ich habe eine Strategie für KMU skizziert, das das Strategiedenken in den Fokus stellt.
End of Social Media?
Studie: Stagnation bei der Mediennutzung auf sozialen Plattformen Wie entwickelt sich die Nachrichtennutzung? Laut Digital News Report 2025 von Reuters vertrauen weiterhin hierzulande 45 Prozent den traditionellen Medien. Die starke Bindung an bekannte Medienmarken hat Auswirkung auf die Nutzung von Social-Media-Kanälen als Newsquellen, die im internationalen Vergleich deutlich geringer ist.
For You: Wie LinkedIn sich TikTok annähert Schon in meinem letzten Newsletter habe ich die Diskussion aufgegriffen, ob LinkedIn das letzte Social Network ist. Jetzt scheint der nächste Schritt zu folgen: LinkedIn testet in den USA einen neuen Feed mit 3 Tabs – aufgeteilt in den von TikTok bekannten »For You«-Feed, einem Following-Feed und News. Da ich davon ausgehe, dass »For You« der Standard-Feed ist, wird dies dazu führen, dass immer weniger Menschen sich mit ihrem Netzwerk beschäftigen, sondern einfach Inhalte konsumieren. End of Social Media?
Strategische Gedanken.
Zielgruppen: Warum Generations-Marketing tot ist Bringt die Einteilung in Kategorien wie Generation Z, Millennials & Co. noch etwas? In einer Zeit, in der sich Menschen weniger Generationen zugehörig fühlen, sondern sich über Nischenkulturen und gemeinsame Interessen definieren? Dieser Beitrag macht deutlich, warum Marken die individuellen Leidenschaften und kulturellen Zugehörigkeiten der Konsumenten in den Fokus stellen sollten.
Analyse: Wie LinkedIn mit neuen Daten hilft Die Frage nach den wirklichen Zielen ist eine der Kernthemen jeder Strategie. Gut, dass LinkedIn die Analytics deutlich ausgebaut hat. Wer hat mein Profil nach meinem Artikel besucht? Wer ist als neuer Abonnent hinzugekommen? Dies sind hilfreiche Informationen, die ein professionelles Content-Marketing datengestützter machen.
Von SEO zu GEO.
Whitepaper: Wie Sprachmodelle digitale Sichtbarkeit definieren Was bedeutet SEO in Zeiten von KI? Verdrängt die KI-gestützte Suche bisherige SEO-Strategien? Prof. Ulrich Bihler hat auf ein Whitepaper von ERGO hingewiesen. Titel: »Wie große Sprachmodelle digitale Sichtbarkeit neu definieren«. Auch wenn das Paper für die Versicherungswirtschaft entwickelt wurde, lässt es sich auf andere Branchen übertragen.
GEO statt SEO: Wie KI zur Suchmaschine wird Wie werde ich mit meinem Content von KI-Tools berücksichtigt? Laut einer Studie belohnt die KI die Vertrauenswürdigkeit von Inhalten sowie klar strukturierte und einfach verständliche Inhalte. Was davon aktuell bekannt ist und wie sich dies umsetzen lässt, beleuchtet diese Autorin.
Social Media: Werbliches und Rechtliches.
Werbemix: TikTok erreicht, Meta verkauft TikTok Ads oder Meta Ads? Wenn es nach der neuen Metricool Studie geht, heißt die Antwort: beides. TikTok überzeugt mit fast doppelt so hohen Klickraten glänzt , niedrigeren CPCs und generiert damit Reichweite zu geringen Kosten. Dagegen glänzt Meta mit 7x günstigeren Conversion-Kosten. Als Folge kommt es darauf an, die Werbeformate gezielt entlang der Customer Journey zu kombinieren: also emotionale TikTok Ads als Reichweiten-Booster für die Awareness-Phase und performancegetriebene Meta Ads für die Consideration-Phase.
Meta: Ad-Kreation mit KI bald automatisiert Blackbox oder Chance für Unternehmen? Bis 2026 will Meta vollautomatisierte KI-Kampagnen umsetzen. Auf Basis eines Produktbildes will die KI Ads entwickeln, Kampagnen ansetzen, passenden Usern ausspielen und die Performance bereitstellen. Dass dies für Unruhe in der Werbebranche sorgt, ist nicht überraschend.
WhatsApp: Werbung, Kanal-Abos, Promos Promoted Channel, Channel Subscriptions, Story-Ads im Status: Meta macht Ernst mit der Monetarisierung von WhatsApp. So soll WhatsApp zur Plattform für Inhalte und Marken ausgebaut werden. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Werbe-Funktionen mit der versprochenen End-to-End-Verschlüsselung vereinen lassen.
Abmahnung: Achtung bei Musiknutzung! Abgemahnt wegen Nutzung von Charts? Viele Organisationen, aber auch (Corporate) Influencer scheinen sich nicht bewusst zu sein, dass die Nutzung der Musikbibliotheken in Social Media Postings auf Privatpersonen beschränkt ist. Welche Alternativen es gibt – kommerzielle Angebote, Memes, Zitate, Beiwerk -, zeigt der Datenschutz-Generator.
Wieder sind 4 Wochen vorbei, wieder ist es Zeit für meinen Gedankenspiele-Newsletter – mit 10 Lesetipps samt spannendem Podcast Gespräch rund um die digitale Kommunikation. Dass ich die vergangene Bundestagswahl – mit einer halben Ausnahme – in diesem Newsletter nicht erwähne, liegt auch daran, dass der Wahlkampf kommunikativ weder ein Leckerbissen noch innovativer Jungbrunnen waren, sondern eher tief unter die Gürtellinie führte.
Warum war das eigentlich – wieder einmal – so?
Ein Podcast in eigener Sache.
Ein Podcast Gespräch mit Anja Mutschler: Was kommt nach dem Ende von Social Media? Social Media hat sich vom Versprechen verabschiedet, uns miteinander zu verbinden. Worin bewegt sich die Welt der „sozialen“ Medien stattdessen? Welche Schuld tragen auch wir an den Veränderungen? Und was könnte danach kommen? Im Podcast von 20blue habe ich mich mit Anja Mutschler 45 Minuten über mein Buch, über den Wandel und über die Konsequenzen für Unternehmen wie Privatpersonen unterhalten. Und angesichts der aktuellen Entwicklungen wird es wohl nicht das letzte Gespräch bleiben. Also Podcast-Ton ab!
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3 aktuelle Studien.
Digital Report: TikTok dominiert bei Verweildauer Laut Digital Report 2025 von We Are Social nutzen 78 % der Deutschen soziale Netzwerke – im Durchschnitt rund 100 Minuten pro Tag. Dabei führt WhatsApp die Rangliste vor Instagram und Facebook an. Betrachtet man jedoch die Verweildauer, steht TikTok an der Spitze: Nutzer verbringen dort täglich über eine Stunde – mehr als doppelt so lange wie auf YouTube, Facebook & Co.
Edelman Trust Barometer: Kein Vertrauen in den Chef Immer weniger Vertrauen in die eigenen Unternehmens-Chefs, in Regierungen und NGOs, gewachsenes Misstrauen auch in Medien, wachsende Angst vor Diskriminierung, Rassismus und Vorurteile: Das Edelman Trust Barometer zeigt 2025 ein ziemliches düsteres Bild. Gerade auch für Deutschland – und gerade auch im internationalen Vergleich. Leider keine Überraschung. Hier lässt sich der Report herunterladen.
Suchverhalten: Instagram und TikTok vor Google bei GenZ Wie stark sich das Suchverhalten je Generation verändert, zeigt diese Studie von GRIN. Danach nutzt die Generation Z v.a. TikTok und YouTube für die Produktsuche, während die anderen Generationen Google weiterhin bevorzugen. Dies verdeutlicht, dass Organisationen im Rahmen von integrierten Konzepten unterschiedliche Ansätze verfolgen müssen.
Hilfe für Strategien.
Social-Media-Strategien: Game over for classic? Der auch von mir viel geschilderte Umbruch in der Medienlandschaft hat starke Auswirkungen auf die Unternehmenskommunikation: Sind beispielsweise Social-Media-Kanäle noch verlässliche, vertrauenswürdige Kanäle? Oder müssen bisherige Strategien komplett neu gedacht werden? Dieser Artikel weist auf den Paradigmenwechsel hin, auf den sich Unternehmen einstellen und vorbereiten müssen.
E-Mail-Marketing-Trends: Alles neu für 2025 Welchen Platz könnte der der E-Mail-Newsletter in einer integrierten und digitalen Kommunikationsstrategie finden? Einen gewichtigen – wenn er richtig verstanden und umgesetzt wird. Dazu zählen u.a. einheitliche Story-Linien, aktive Einbindung und Befragung von Abonnenten, Ausrichtung auf wirkliche Interessen, Einbindung von Leser-Feedback, wie diese etwas anderen Trends aufzeigen.
Finden und beeinflussen.
SEO: Google Trends clever nutzen Google Trends zählt nicht nur zu den besten und kostenlosen Recherche- und Trend-Tools. Es lässt sich auch ganz hervorragend für SEO nutzen. Wie sich einfach und schnell gefragte Themen, Keywords und Suchanfragen entdecken lassen, zeigte diese Anleitung auf.
Wahlkampf: KI-Influencer beeinflussen politische Meinung KI-Influencer auf allen Kanälen versuchen immer stärker die Menschen zu beeinflussen: ob Kaufbereitschaft oder politische Entscheidungen, weil sie stark auf unsere Reize und Bedürfnisse eingehen. Darum sind solche Beiträge auch so wichtig – gerade in Zeiten politischer Wahlkämpfe.
Werben im Social Web.
Reddit: Ad-Formate im Überblick Welche Alternativen gibt es zu Meta? Vielleicht lohnt sich mal ein Blick auf Reddit. Auch dort gibt es zahlreiche Werbemöglichkeiten, um gerade Zielgruppen aus Wissenschaft und Technologie, aber auch Entertainment und Gaming zu erreichen. Welche Ad-Formate vorhanden sind, skizziert dieser Beitrag.
Bildgrößen: Die passenden für Posts und Werbeanzeigen Eine typische Frage in vielen meiner Coachings: Welche Bildgrößen muss ich denn im Social-Media-Bereich berücksichtigen? Dieser umfangreiche Guide zu den aktuellen Maßen bei Bildern und Anzeigen-Formaten liefert die Antwort.