Neue Gedan­ken­spie­le: 10 Lese­tipps, 2 Stu­di­en, 20 Tools, 1 Sto­ry und viel Nicht-Digitalisierung.

Neue Gedan­ken­spie­le: 10 Lese­tipps, 2 Stu­di­en, 20 Tools, 1 Sto­ry und viel Nicht-Digitalisierung.

Es ist mal wie­der etwas im Busch – aber dar­über berich­te ich beim nächs­ten Mal ;-). Statt­des­sen gibt es heu­te 10 lesens­wer­te Links rund um die Digi­ta­li­sie­rung und ihre Mise­ren, es geht um zwei span­nen­de Stu­di­en zum Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­ten, um vie­le hilf­rei­che Tipps zum Online-Tex­ten, um nütz­li­che Tools zum Schrei­ben und Publi­zie­ren sowie um eine beein­dru­cken­de Story.

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Der lan­ge Weg zur Digitalisierung

  • Mei­nung: Dra­ma­ti­sche digi­ta­le Inkom­pe­tenz
    Er spricht mit Sicher­heit vie­len aus der See­le, wenn Jörg Ehmer, CEO von Apol­lo Optik, unse­rer obers­ten Ebe­ne “dra­ma­ti­sche digi­ta­le Inkom­pe­tenz” vor­wirft. Und dies an Bei­spie­len wie der Coro­na-Warn-App und vor allem der Luca App auf­zeigt. Denn wie soll ich denn als Unter­neh­mer damit umgehen?
  • Stu­die: Euro­pean Com­mu­ni­ca­ti­on Moni­tor 2021
    Begrenz­te Rei­fe bei der Ein­füh­rung digi­ta­ler Infra­struk­tu­ren und Tools, hohe Rele­vanz für Video-Kon­fe­ren­zen auch nach Coro­na und immer mehr Rol­len für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­leu­te: Dies sind eini­ge der Ergeb­nis­se des Euro­pean Com­mu­ni­ca­ti­on Moni­tors 2021 (ECM), der zu den wich­tigs­ten Stu­di­en in der PR- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­bran­che zählt und über den das PR-Jour­nal aus­führ­lich berichtet.

Gut Tex­ten und klar Kommunizieren 

  • E‑Mail: Hohe Rele­vanz bei Gen Z und Y
    Die E‑Mail ist für die Young Genera­ti­on unver­zicht­bar. Das ist das Ergeb­nis einer Stu­die von United Inter­net Media. Danach grei­fen über 90 % der Gen Z und Gen Y beruf­lich wie pri­vat auf die E‑Mail zurück. Nicht über­ra­schend: Fast jeder setzt auf E‑Mail beim Online-Shop­ping ent­lang der gesam­ten Cus­to­mer Journey.
  • E‑Mail: 7 ways to win the batt­le for inbox attention
  • Wie schaf­fe ich es, dass mei­ne E‑Mail wirk­lich geöff­net wird? Die Fra­ge stellt sich jeder Ver­sen­der. Denn passt der Ver­sand­zeit­punkt? Ist die Vor­schau gut getex­tet? Der Ver­tei­ler ange­mes­sen? Vie­le nütz­li­che Hin­wei­se lie­fert die­ser Beitrag.
  • Online-Tex­ten: 5 Merk­ma­le für gutes UX Wri­ting
    Gute Tex­te sind essen­zi­el­ler Bestand­teil einer star­ken User-Expe­ri­ence. Doch was macht gutes UX Wri­ting aus? Die­ser Bei­trag geht auf die wich­tigs­ten Merk­ma­le sowie auf die Abgren­zung zum Copy­wri­ting ein.
  • SEO: 18 Key­word-Tools im Über­blick
    Key­words detail­liert suchen und Key­words anhand von Kenn­zah­len auf ihre Rele­vanz ana­ly­sie­ren: Hubs­pot beschreibt 18 hilf­rei­che – kos­ten­lo­se wie pro­fes­sio­nel­le – Tools kurz und kom­pakt. Tipp: Die meis­ten sind auch in mei­nem neu­en Buch “Online-Tex­ten” enthalten.
  • Lin­kedIn: Post Boos­ting TOP oder FLOP?
    Wer auf detail­lier­te Tar­ge­ting-Optio­nen ver­zich­ten kann und statt­des­sen recht ein­fach und über­sicht­lich Lin­kedIn Ads schal­ten will, für den lohnt sich ein Blick auf die neue Boost-Funk­ti­on. Und doch wird kaum jemand am Kam­pa­gnen Mana­ger vorbeikommen.

Deut­sche Geschichte(n) auf Instagram

  • Insta­gram: Sophie Scholl: Eben­so for­dernd wie echt
    Span­nen­des Pro­jekt von SWR+BR auf Insta­gram: His­to­risch genau wird über 1 Jahr die Geschich­te der Wider­stands­kämp­fe­rin Sophie Scholl erzählt. Und zwar ihr letz­tes Jahr – in Fotos, Sto­rys, IGTV, Reels, Wochen­rück­bli­cken etc. Tol­les Projekt!

In der Welt der Digitalisierung-Tools

Neue Gedan­ken­spie­le: Stra­te­gien, Pla­nun­gen, Schub­lä­den, Kam­pa­gnen und die Far­be Grau

Neue Gedan­ken­spie­le: Stra­te­gien, Pla­nun­gen, Schub­lä­den, Kam­pa­gnen und die Far­be Grau

Die letz­te Woche war geprägt von der auf­ge­heiz­ten Dis­kus­si­on um die miss­lun­ge­ne Video-Kam­pa­gne #alles­dicht­ma­chen. Dabei mache ich mir vor allem Sor­gen um unse­re Dis­kus­si­ons­kul­tur, wie ich im Blog-Post schrei­be. Doch auch sonst gab es im Monat April guten Stoff rund um digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on: zur Stra­te­gie von Kom­mu­ni­ka­ti­on, zum Manage­ment von Kom­mu­ni­ka­ti­on und zur Mes­sung von Kom­mu­ni­ka­ti­on. Auch das Intro zu unse­rem neu­en Buch “Public Rela­ti­ons” hat den Weg in mein Blog gefun­den. So enjoy it!

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2 neue Gedankenspiele

  • Gedan­ken­spiel: Unse­re Spra­che benö­tigt drin­gend mehr grau!
    Die Dis­kus­si­on um die ver­un­glück­te Kam­pa­gne #alles­dicht­ma­chen hat eines mal wie­der ver­deut­licht: Unse­re Dis­kus­si­ons­kul­tur ist kaputt. Wir ken­nen näm­lich nur noch schwarz oder weiß, gut oder böse, dafür oder dage­gen. Grau­tö­ne? Fehl­an­zei­ge. Dabei machen die­se doch unser Zusam­men­le­ben aus. Ein klei­nes Plä­doy­er für die wun­der­ba­re Far­be Grau.
  • Public Rela­ti­ons: Eine Bran­che im Wan­del
    Im Febru­ar erschien unser Buch “Public Rela­ti­ons” in sei­ner 3. Auf­la­ge. Die­ser Leit­fa­den macht deut­lich, wie viel­fäl­tig die PR-Bran­che heu­te ist. Schon in der Ein­lei­tung wird deut­lich, auf wel­che Fra­gen und Her­aus­for­de­run­gen sie Ant­wort geben darf — was auch den Reiz aus­macht. Daher dru­cke ich hier das Intro zum Buch als klei­nen Appe­ti­zer ab.

7 Bei­trä­ge zur digi­ta­len Kommunikation

  • Stra­te­gie: Ste­cken Sie Ziel­grup­pen nicht in Schub­la­den
    “it’s easy to put peop­le in boxes.” Dam­ned true – aber nicht wirk­lich ziel­füh­rend. Zumin­dest heu­te in einer Zeit, in der Ziel­grup­pen immer stär­ker aus­ein­an­der gebro­chen sind und für Fach­leu­te damit auch immer schwe­rer zu defi­nie­ren sind. Wie sich der Begriff der Ziel­grup­pen über die Jahr(zehnt)e dras­tisch gewan­delt hat und wel­che Rol­le auch Per­so­nae heu­te spie­len, beschreibt die­ser Beitrag.
  • E‑Mail-Mar­ke­ting: Das 1x1 der Fach­be­grif­fe
    Boun­ce Rate, Open Rate, Click Rate, Click-through-Rate, Abmel­de­ra­te, Con­ver­si­on Rate: Die E‑Mail-Mar­ke­ting­bran­che lebt von die­sen Begrif­fen. Doch was ver­birgt sich hin­ter die­sen wich­ti­gen Mess­zah­len? Die­ser Bei­trag erklärt es kurz, kom­pakt und leicht verständlich.
  • E‑Mail: How to Redu­ce Boun­ce Rate and Impro­ve Deli­vera­bi­li­ty
    Beim News­let­ter-Mar­ke­ting wird meist v.a. auf Öff­nungs- und Klick­ra­ten geblickt. Doch viel hängt von der Adress­qua­li­tät ab. So kann eine hohe Boun­ce-Rate nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Zustell­ra­te haben. Wie sich die Boun­ce-Rate redu­zie­ren lässt, das beschreibt die­ser Beitrag.
  • Ach­tung: War­um Mar­ken nicht per Auto­pi­lot pos­ten soll­ten
    Aus Zeit­grün­den sind auto­ma­ti­sier­te Postings wirk­lich prak­tisch. Aber nicht immer sind sol­che Tools auch sinn­voll: Spä­tes­tens im Kri­sen­mo­dus soll­ten sie drin­gend abge­schal­tet wer­den, wie das Bei­spiel FedEx zeigt. Denn dann kommt es weni­ger auf Tools, son­dern auf den eige­nen Kopf an.
  • Manage­ment: Face­book Busi­ness Suite und Busi­ness Mana­ger im Ver­gleich
    Die Face­book Busi­ness Suite setzt sich als gemein­sa­mer Hub für Face­book- und Insta­gram-Sei­ten etc. immer stär­ker durch. Doch wor­in unter­schei­det sie sich von Face­book Busi­ness-Mana­ger? Die­ser Bei­trag klärt auf.
  • Redak­ti­ons­plan: So lässt sich Con­tent ver­nünf­tig pla­nen
    Die Fra­ge nach einem Redak­ti­ons­plan ist eine der häu­figs­ten in mei­nen Coa­chings und Trai­nings. Für digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien, für Con­tent Mar­ke­ting, für inte­grier­te Medi­en­ar­beit. Wie er auf­ge­baut wer­den kann und wel­che Fra­gen dabei zu berück­sich­ti­gen sind, dar­auf ver­weist die­ser Blogbeitrag.
  • Recrui­t­ing: Poli­zei wirbt bei Tik­Tok und Co. um Nach­wuchs
    Die Poli­zei setzt immer stär­ker auf Tik­Tok & Co. beim Recrui­t­ing von Nach­wuchs­kräf­ten. Und die Reso­nanz auf Bei­trä­ge, Vide­os und Posts passt: Wach­sen­de Bewer­ber­zah­len, teils Mil­lio­nen Auf­ru­fe, posi­ti­ves Feed­back und direk­te Nach­fra­gen auf den ein­zel­nen Kanä­len zei­gen, dass dies der rich­ti­ge Weg ist, um die Men­schen dort anzu­spre­chen, wo sie gera­de sind.

Unse­re Spra­che benö­tigt drin­gend mehr grau!

Unse­re Spra­che benö­tigt drin­gend mehr grau!

Die Dis­kus­si­on um die ver­un­glück­te Kam­pa­gne #alles­dicht­ma­chen hat eines mal wie­der ver­deut­licht: Unse­re Dis­kus­si­ons­kul­tur ist kaputt. Rich­tig kaputt. Wir ken­nen näm­lich nur noch schwarz oder weiß, gut oder böse, dafür oder dage­gen. Grau­tö­ne? Fehl­an­zei­ge. Dabei machen die­se doch unser Zusam­men­le­ben aus, oder?! Ein klei­nes Plä­doy­er in den Gedan­ken­spie­len für die wun­der­ba­re Far­be Grau.

Wer sich die Dis­kus­sio­nen in der ver­gan­ge­nen Woche rund um die miss­lun­ge­ne und teils anti­de­mo­kra­tisch gefärb­te Video-Kam­pa­gne #alles­dicht­ma­chen näher ansieht oder anhört, dem fällt eines auf: Die Men­schen den­ken hier­zu­lan­de offen­bar aus­schließ­lich in Kate­go­rien: Bist du nicht dafür, dann bist du dage­gen. Stimmst du mir nicht zu, gehörst du zu den ande­ren. Bist du nicht mei­ner Mei­nung, liegst du falsch. „In west­li­chen Gesell­schaf­ten macht sich ein gefähr­li­cher Trend bemerk­bar: Mei­nungs­frei­heit nur bei denen gut zu fin­den, die der­sel­ben Mei­nung sind“, beschreibt der Han­dels­blatt News­let­ter die­se Hal­tung ziem­lich tref­fend. Wir bestim­men also, was rich­tig oder was falsch ist. Und wir bau­en um unse­re Mei­nung eine Wagen­burg auf und ver­ban­nen die Anders­den­ken­den direkt auf die ande­re Straßenseite.

Eine kom­mu­ni­ka­ti­ve Spaltung

Nun: Die Dis­kus­sio­nen rund um die­se Video­se­rie sind nur ein wei­te­res Bei­spiel dafür, dass es um die hie­si­ge Dis­kus­si­ons­kul­tur wirk­lich schlecht bestellt ist. Dabei lässt sich die­se kom­mu­ni­ka­ti­ve Spal­tung – die­ses tief­schwarz vs. blü­ten­weiß – schon seit meh­re­ren Jah­ren beobachten:

  • Stich­wort Geflüch­te­te: Wer nicht Geflüch­te­te “wel­co­me refu­gees” heißt, ist ein Nazi. Und umgekehrt.
  • Stich­wort Coro­na­vi­rus: Wer nicht den Ein­schät­zun­gen von Dros­ten & Co. folgt, ist ein Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker. Und umgekehrt.
  • Stich­wort gen­der­ge­rech­te Spra­che: Wer nicht auf das Gen­der-Stern­chen steht, ist ein Fan des alten wei­ßen Man­nes. Und umgekehrt.

Die­se Lis­te lie­ße sich noch ewig wei­ter füh­ren. Viel­leicht schei­nen die­se Gegen­sät­ze eini­gen hier über­trie­ben. Doch wer­den die Dis­kus­sio­nen genau so geführt – ins­be­son­de­re in den Sozia­len Netz­wer­ken. Übri­gens nicht nur in Deutsch­land. In den USA — Stich­wort Trump, Stich­wort Black Lives Mat­ter etc. – hat sich die Gesell­schaft radi­ka­li­siert, was sich dort nicht nur kom­mu­ni­ka­tiv, son­dern auch in der Aus­gren­zung nur ein biss­chen anders den­ken­der Men­schen bis hin zu einem fata­len Sturm auf das Kapi­tol nie­der­schlug. Die Men­schen gren­zen sich also gegen­sei­tig aus, weil sie die Mei­nung ande­rer nicht mehr akzep­tie­ren. Das soll unse­re Zukunft sein?

Die Bei­spie­le ver­deut­li­chen, wie stark Spra­che und Wör­ter die Gesell­schaft spal­ten kön­nen. Und zwar mas­siv. Davon pro­fi­tiert nie­mand. Ganz im Gegen­teil. Wir ent­fer­nen uns immer stär­ker von­ein­an­der. Freun­de wer­den zu Geg­ner, Nach­barn beäu­gen sich miss­trau­isch, Freun­de wer­den sprach­los. Und stopp. Es geht nicht dar­um, alles zuzu­las­sen. Jeder und jede muss eige­ne Gren­zen zie­hen – gegen­über anti­de­mo­kra­ti­schem Gedan­ken­gut, gegen­über Radi­ka­li­sie­rung, gegen­über Men­schen­ver­ach­tung. Jeder muss sich bewusst machen, ab wann es heißt “bis hier hin und nicht wei­ter”. Aber ist die­se Gren­ze wirk­lich blü­ten­weiß oder tief­schwarz? Was ist mit den berühm­ten Zwi­schen­tö­nen, den Grau­tö­nen, die für Kom­mu­ni­ka­ti­on und Dis­kus­si­on so wich­tig sind?

Die wich­ti­ge Far­be Grau

Vor rund 25 Jah­ren gab es eine wun­der­vol­le Film-Tri­lo­gie des pol­ni­schen Regis­seurs Krzy­sz­tof Kie­s­low­ski: Bleu, Blanc, Rouge – also Blau, Weiß, Rot. Heu­te möch­te ich die­ser 3‑Far­ben-Tri­lo­gie eine wei­te­re Far­be hin­zu­fü­gen: Das Grau. Nein, sie ist nicht mei­ne Lieb­lings­far­be; ich zie­he den blau­en Him­mel durch­aus dem grau­en vor. Aber das Grau ist so emi­nent wich­tig. Und so viel­fäl­tig. Schließ­lich ver­fügt es über so vie­le Nuan­cen: Kühl und warm, dun­kel und hell, zurück­hal­tend und exzen­trisch mit hun­der­ten von Abstu­fun­gen. Vor allem kom­men all die­se mit­ein­an­der so gut aus. Denn “Grau kennt kei­ne Gren­zen”, wie das Ein­rich­tungs­haus Mey­er­hoff über die Wand­far­be grau schreibt. Genau dies gilt nicht nur für Böden, Wän­de oder Decken. Son­dern ganz ins­be­son­de­re auch für die Mei­nun­gen von Menschen.

Genau die­se Far­be müs­sen wir wie­der drin­gend in uns ent­de­cken. Wir müs­sen ver­stärkt die Töne in der Spra­che zulas­sen, die nicht zu unse­rem Schwarz oder Weiß gehö­ren – ohne aber unse­ren eige­nen Wer­te­ka­non zu ver­las­sen. Folg­lich müs­sen wir mit­ein­an­der spre­chen, viel stär­ker ande­ren zuhö­ren, sie ver­ste­hen zu ver­su­chen, also “gemä­ßigt mit­ein­an­der dis­ku­tie­ren, ein­an­der kri­ti­sie­ren und Ein­ge­ständ­nis­sen Respekt zol­len”. Ansons­ten bewe­gen wir uns nur noch in unse­rer klei­nen Blase.

Sprach­lich “abrüs­ten” Rich­tung Diskussionskultur

Grau ist alles ande­re als trist. Es ist die wich­ti­ge Ver­bin­dung zwi­schen den Polen schwarz und weiß. Und genau auf die­ser end­lo­sen Grau-Ska­la zwi­schen die­sen bei­den Polen müs­sen wir uns vor­sich­tig annä­hern – und mit­ein­an­der zu kom­mu­ni­zie­ren ver­su­chen. Nur dann wer­den wir es ver­mei­den, dass sich unse­re Gesell­schaft noch stär­ker in zwei Lager auf­teilt. Der Schau­spie­ler Ulrich Mat­thes meint: “Ich kann wirk­lich nur gera­de­zu fle­hent­lich dar­um bit­ten, auf bei­den Sei­ten abzu­rüs­ten, mit­ein­an­der im Gespräch zu blei­ben oder über­haupt wie­der ins Gespräch zu kom­men.”

Die­ses Fle­hen muss jedoch drin­gend weit über die­se eine Video-Akti­on hin­weg­ge­hen. Sie muss unse­re gesam­te Dis­kus­si­ons­kul­tur erfas­sen. Ansons­ten wer­den wir uns irgend­wann nur noch in unse­ren klar abgrenz­ten Bla­sen und Lagern befin­den, die sich feind­lich gegen­über ste­hen. Und davon wird letzt­end­lich nie­mand pro­fi­tie­ren. Dis­kus­si­ons­kul­tur? Fehl­an­zei­ge. Scha­de. Um uns alle.

Neue Gedan­ken­spie­le: Lea­ders­hip, Sto­rys, Tools und der Osterhase

Neue Gedan­ken­spie­le: Lea­ders­hip, Sto­rys, Tools und der Osterhase

Ostern ist vor­bei, die Hasen sind weg­ge­hop­pelt, die Eier sind im Mund geschmol­zen, der Bra­ten ist ver­tilgt: Zeit also für neu­en Stoff rund um die digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on. Die­ses Mal habe ich 10 + 2 Sto­ries ent­deckt: Rund um Digi­tal Lea­ders­hip, Social Media Algo­rith­men, Online Mar­ke­ting KPIs sowie vie­le Social Media Tools. Ach ja: Auch mein Bei­trag zu einem neu­en Buch darf natür­lich nicht feh­len.

TIPP: Wer aus­ge­wähl­te Gedan­ken­spie­le lie­ber per monat­li­chem News­let­ter erhal­ten will: Here we go!

2 neue Beiträge

  • Neu­es Buch | Das Zukunfts-Can­vas
    Kri­sen gaben schon immer den Anstoß für Wei­ter­ent­wick­lun­gen in Öko­no­mie, Poli­tik und Gesell­schaft. Wie ein Zukunfts­fahr­plan aus­se­hen könn­te, dazu hat der Schäf­fer-Poeschel Ver­lag das fei­ne Buch “Das Zukunfts-Can­vas: Vom Kri­sen­mo­dus zum Wachs­tums­pro­gramm” her­aus­ge­ge­ben. Ich durf­te einen Bei­trag zur “Digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­on in Zei­ten des Wan­dels” beitragen.
  • Neu­er Bei­trag | Mei­ne Lieb­lings-Social Media Tools
    In mei­nen Work­shops und Coa­chings wer­de ich immer wie­der nach mei­nen bevor­zug­ten Social-Media-Tools gefragt. Und zwar mög­lichst kos­ten­lo­se Tools. Davon nut­ze ich näm­lich eine gan­ze Men­ge. Eini­ge von mei­nen knapp 20 täg­li­chen Beglei­tern stel­le ich hier ganz kurz vor. Und nein: Wirk­li­che Pro­fi-Tools kön­nen sie nicht immer ersetzen.

10 Lese­tipps u.a. zu Digi­tal Leadership

  • Stra­te­gie | Wie Algo­rith­men uns mani­pu­lie­ren
    Obwohl die meis­ten Men­schen davon über­zeugt sind, kein Mit­läu­fer zu sein, schlie­ßen sie sich den­noch häu­fig Gleich­ge­sinn­ten an. Ein wirk­lich span­nen­der Bei­trag, wie Algo­rith­men unser Han­deln täg­lich mit­be­ein­flus­sen und wel­che Ergeb­nis­se man aus den For­schun­gen für sich selbst zie­hen kann.
  • Digi­tal Lea­ders­hip | Was Füh­rungs­kräf­te jetzt kön­nen müs­sen
    „Unse­re Arbeit wird wei­ter digi­tal blei­ben, und der Anteil, der das Digi­ta­le in unse­rer Arbeit aus­macht, wird grö­ßer. Da ist es wich­tig, das Mensch­li­che nicht aus den Augen zu ver­lie­ren.“ Sehr schö­nes Zitat in einem sehr klu­gen Inter­view über Digi­tal Lea­ders­hip und die Zukunft des Füh­rens nicht nur in Krisenzeiten.
  • Online-Mar­ke­ting-KPIs | Die­se Zah­len soll­ten Sie ken­nen!
    Web­sei­te, E‑Mail-Mar­ke­ting, Social Media: Jeder Kanal muss sich “rech­nen”. Dabei stel­len KPIs wich­ti­ge Grö­ßen dar. Nur gibt es vie­le davon! Doch wel­che sind wirk­lich rele­vant? Die­ser Bei­trag stellt eini­ge zen­tra­le KPI für das Online-Mar­ke­ting vor und schätzt sie grob ein.
  • SEO | Meta­da­ten rich­tig opti­mie­ren: Tit­le Tags & Meta Descrip­ti­ons
    Ob direk­ter oder indi­rek­ter Ran­king­fak­tor: Tit­le Tag und Descrip­ti­on Tag gehö­ren zu den wich­tigs­ten Fak­tor bei Goog­le, wenn es um SEO Onpage-Opti­mie­rung geht. Wie die­se am bes­ten umge­setzt wer­den und auf was dabei beson­ders zu ach­ten ist, beschreibt die­ser Beitrag.
  • Cor­po­ra­te Blog | Das Blog — ein Medi­um von ges­tern?
    Cor­po­ra­te Blogs gel­ten mit­un­ter als anges­taubt. War­um soll­te ich als Unter­neh­men dar­über nach­den­ken? Es kom­men­tiert doch eh nie­mand. Sind also Blogs auf dem Rück­zug? Dass dies nicht der Fall ist, zeigt die quick­le­ben­di­ge Blog-Para­de, zu der “Mrs. Blogs” Mei­ke Leo­pold höchst­per­sön­lich auf­ge­ru­fen hatte.
  • Insta­gram | 6 Tipps für den gelun­ge­nen Live Auf­tritt
    Was muss ich beach­ten, wenn ich Insta­gram Live ein­set­zen möch­te? Die­se Anlei­tung geht Schritt für Schritt die zen­tra­len Fra­gen und Auf­ga­ben durch, die erfüllt wer­den müs­sen bzw. Sinn erge­ben. Top!
  • Lin­kedIn | Reich­wei­ten-Boost mit den rich­ti­gen Hash­tags
    Hash­tags spie­len auf Lin­kedIn eine beson­de­re Rol­le. Wer sie bewusst aus­wählt und ein­ge­setzt, kann von einer erhö­hen Reich­wei­te pro­fi­tie­ren. Wie die­se zu fin­den sind, beschreibt auch die­ser Bei­trag – samt Tool-Tipp.
  • Tik­Tok | Image und Macht: Tik­Tok — die neue Waf­fe der Mafia
    Die ita­lie­ni­sche Mafia hat Tik­Tok für sich ent­deckt. Dabei malt sie in ihren kur­zen Vide­os ein Bild der Macht, der Stär­ke, der Prä­senz aber auch des tren­di­gen Hip-Seins. Es sind gefähr­li­che Bil­der einer wirk­li­chen Macht­de­mons­tra­ti­on, über die die ARD berichtet.
  • Goog­le | Take­out: So könnt ihr fast alle eure Daten aus der Goog­le-Cloud her­un­ter­la­den
    Goog­le ist eine Daten­kra­ke. Und die­se sam­melt Daten, die wir ihr bewusst oder unbe­wusst anver­trau­en. Wer sich die­se Daten genau­er anse­hen will, dem ist ein Goog­le Take­out zu emp­feh­len. Ein­fach las­sen sich die Daten aus den diver­sen Goog­le-Ser­vices herunterladen.
  • Slack | Ein Leit­fa­den für Ein­stei­ger
    Jeder und jede hat von Slack gehört. Aber nutzt es jede/​r für die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on oder inner­halb von Teams? Die­ser Leit­fa­den holt alle die ab, die mit Slack bis­her noch nicht wirk­lich warm gewor­den sind. Ein­fach führt er in die zen­tra­len Funk­tio­nen ein und stellt hilf­rei­che Ticks & Tricks vor.
Social Media Tools: Kos­ten­los und hilfreich

Social Media Tools: Kos­ten­los und hilfreich

In mei­nen Work­shops und Coa­chings wer­de ich immer wie­der nach mei­nen bevor­zug­ten Social-Media-Tools gefragt. Und zwar kos­ten­lo­se Tools. Davon nut­ze ich näm­lich eine gan­ze Men­ge. Eini­ge von mei­nen täg­li­chen Beglei­tern stel­le ich hier ganz kurz vor. Und nein: Wirk­li­che Pro­fi-Tools kön­nen sie nicht immer ersetzen.

Übri­gens: Wei­te­re Tipps und Tools fin­den sich auch in mei­nem monat­li­chen Gedan­ken­spie­le-News­let­ter, der hier bestellt wer­den kann. 

Tools für Social Media und Con­tent-Manage­ment:

  • Buf​fer​.com: Post zeit­lich ver­setzt pla­nen und publi­zie­ren? Und dies gleich auf meh­re­ren Social-Media-Kanä­len? Kein Pro­blem: Dies geht sehr ein­fach mit Buf­fer – inklu­si­ve Aus­wer­tung. Die ers­ten 3 inte­grier­ten Kanä­le sind kostenlos.
  • Feed​ly​.com: Sich auto­ma­tisch über neue Bei­trä­ge infor­mie­ren las­sen? Von sei­nen Lieb­lings-Quel­len? Um damit Wis­sen auf­zu­bau­en? Kein Pro­blem mit einem Feed­rea­der. Mei­ne Num­mer 1 heißt seit vie­len Jah­ren ein­deu­tig Feed­ly. War­um, das habe ich in die­sem Bei­trag erklärt.
  • Hootsui​te​.com: Wenn auch durch die Spal­ten-Optik nicht so über­sicht­lich: Trotz­dem las­sen sich Kanä­le und Begrif­fe gut beob­ach­ten und eige­ne Posts schrei­ben, pla­nen, publi­zie­ren und teil­wei­se aus­wer­ten. Der Free-Tarif ent­hält 3 Kanäle.
  • Pocket​.com: Was mache ich, wenn ich im Moment kei­ne Zeit haben, einen Bei­trag zu lesen? Dann spei­che­re ich ihn in Pocket ab, um mich spä­ter ihm in aller Ruhe bei einem Espres­so zu widmen.

Twit­ter-Tools:

  • Account​ana​ly​sis​.app: Luca Ham­mer hat mit die­sem Tool sicher­lich eines der hilf­reichs­ten Instru­men­te ent­wi­ckelt, um einen Twit­ter-Account bezo­gen auf Fre­quenz und Dia­log zu analysieren.
  • Fol​lo​wer​wonk​.com: The­ma­tisch rele­van­te Twit­ter-Accounts recher­chie­ren oder Twit­ter-Accounts jeg­li­cher Art sys­te­ma­tisch ana­ly­sie­ren: Fol­lo­wer­wonk ist für jede Twit­ter-Stra­te­gie unentbehrlich.
  • IFTTT: Kom­plex, kom­ple­xer, IFTTT: Die Ver­knüp­fung von Tools, von Inhal­ten, von Accounts war nie viel­fäl­ti­ger. Insta­gram-Inhal­te auch auf Pin­te­rest? Spo­ti­fy-Lis­te auf Excel? Ale­xa-Songs auf einem Goog­le Sheet? Kein Problem.
  • scout​zen​.com: Ich bin ein gro­ßer Fan von Twit­ter-Lis­ten. Nur so las­sen sich Accounts sys­te­ma­tisch orga­ni­sie­ren und beob­ach­ten. Doch wie fin­de ich the­ma­tisch inter­es­san­te Lis­ten? Bei­spiels­wei­se mit Scoutzen.
  • Tweet​deck​.com: Ähn­lich wie Hootsui­te nur auf Twit­ter fokus­siert: Mit Tweet­deck las­sen sich Tweets nicht nur pla­nen und publi­zie­ren. Vor allem las­sen sich The­men und Begrif­fe gezielt beobachten.
  • Twi​to​no​my​.com: Wie erfolg­reich ist mein Account? Wie häu­fig wird pro Tag get­wee­tet, der Dia­log gesucht, wer­den Bei­trä­ge ret­wee­tet, Hash­tags und Links genutzt? twi­to­no­my macht das Moni­to­ring von Accounts, von Lis­ten, von Key­words einfacher.

Lin­kedIn-Tools:

  • Lead​del​ta​.com: Wie soll ich mei­ne gan­zen Lin­kedIn-Kon­tak­te am bes­ten mana­gen? Über die Chro­me Exten­si­on Lead­Del­ta las­sen die Kon­tak­te fil­tern, ver­schlag­wor­ten, anschrei­ben, herunterladen.
  • Lin­kedIn Hash­tags: Wie inten­siv wer­den wel­che Hash­tags genutzt? Das heißt, wie vie­le Fol­lower hat ein Hash­tag? Ob beim Scrol­len oder beim Selbst-Pos­ten: Die­se Chro­me Exten­si­on lie­fert die sofor­ti­ge Antwort. 

Face­book-Tools:

  • Fan​page​kar​ma​.com: Wie erfolg­reich ist mei­ne Face­book-Sei­te? Auch im Ver­gleich zu ande­ren? Schon in der Gra­tis-Ver­si­on las­sen sich eige­ne Accounts mit ande­ren (Branchen)Accounts anhand meh­re­re Kri­te­ri­en zumin­dest grob benchmarken.
  • Busi​ness​.face​book​.com: Face­book und Insta­gram par­al­lel bedie­nen, Posts pla­nen und ein­ge­hen­de Nach­rich­ten zen­tral beant­wor­ten? Kein Pro­blem mit der Busi­ness-Suite, die von Face­book selbst stammt.

Insta­gram-Tools:

  • Influ​da​ta​.com: Wie erfolg­reich ist ein Insta­gram-Account? Das ist meist schwer zu beur­tei­len. Influ­da­ta lie­fert zumin­dest eini­ge gro­be Anhaltspunkte.
  • Stor​ri​to​.com: Wie ent­wi­cke­le und pla­ne ich Insta­gram Sto­rys direkt von mei­nem Desk­top? Mit Stor­ri­to. Die ers­ten 50 Posts sind übri­gens kostenlos.

You­Tube-Tools:

  • vidIQ​.com: Wie erfolg­reich ist ein You­Tube-Account oder ein Video auf You­Tube? Wer auf der Suche nach schnel­len Zah­len – Video-SEO, Social Media Ver­brei­tung, Chan­nel-Ana­ly­se – ist, der fin­det in vidIQ sei­nen treu­en Begleiter.


Ach ja: Wem ein wich­ti­ges Gra­tis-Tool fehlt, das ich unbe­dingt mal tes­ten soll­te, ein­fach ab in die Kom­men­ta­re. Ich neh­me es dann in die Lis­te ger­ne mit auf.