Gedan­ken­spie­le: In der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­welt der wich­ti­gen November-Studien

Gedan­ken­spie­le: In der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­welt der wich­ti­gen November-Studien

Der Novem­ber war in die­sem Jahr wie­der ein­mal der Monat der gro­ßen Stu­di­en: Die ARD-ZDF-Online­stu­die, der Sta­te of the Media Report von Cisi­on, aber auch der Lin­kedIn-Algo­rithm Report von Richard van der Blom sind nur drei die­ser Stu­di­en, die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­ant­wort­li­che auf jeden Fall ken­nen soll­ten. Dar­auf habe ich den Schwer­punkt mei­ner Lese­tipps in den Gedan­ken­spie­len gelegt. Ach ja: Wenn noch gute Stu­di­en feh­len, ein­fach melden!

Ansons­ten sind dies die letz­ten Lese­tipps – für die­ses Jahr 😉. Dar­um wün­sche ich schon jetzt eine besinn­li­che Zeit – trotz Kri­sen und oft dunk­ler Gedan­ken und statt­des­sen viel Ener­gie und Kraft für ein hof­fent­lich fried­li­che­res 2023.

In eige­ner Sache: Mein aktu­el­les Gedankenspiel

  • ARD-ZDF-Online­stu­die 2022: Mei­ne 11 Schluss­fol­ge­run­gen.
    Die ARD-ZDF-Online­stu­die zählt zu den wich­tigs­ten Stu­di­en in Deutsch­land, was das hie­si­ge Medi­en­ver­hal­ten betrifft. Kürz­lich erschien die 2022er-Ver­si­on. Eini­ge Zah­len las­sen mich zwei­feln, ver­zwei­feln und teils anzwei­feln. Ein Gedan­ken­spiel zu 11 zen­tra­len Ergeb­nis­sen und den dar­aus resul­tie­ren­den Kon­se­quen­zen für eine stra­te­gi­sche digi­ta­le wie ana­lo­ge Kommunikation.

3 Stu­di­en zur digi­ta­len Kommunikation

  • Algo­rithm Report 2022: Lin­kedIn erwar­tet Inter­ak­ti­on und CM
    Richard van der Blom hat für sei­nen Report 10.000 Bei­trä­ge ana­ly­siert und die Ergeb­nis­se in 57 Sei­ten gestopft. Und sie lie­fern eine Men­ge an Tipps für das eige­ne Pos­ting-Ver­hal­ten: zur Rele­vanz des Com­mu­ni­ty-Manage­ments, der Anzahl an Hash­tags, der Län­ge von Vide­os, zum Boostings inner­halb der ers­ten 90 Minu­ten etc. Eine hüb­sche Info­gra­fik mit eini­gen der zen­tra­len Ergeb­nis­se der Stu­die gibt es übri­gens hier.
  • Sta­te of the Media: Social Media gewinnt für Medi­en an Rele­vanz
    Wel­che Ver­än­de­run­gen sind bei der Medi­en­ar­beit zu beob­ach­ten? Wie kön­nen PR-Pro­fis Jour­na­lis­tin­nen am bes­ten unter­stüt­zen? Der „Sta­te of the Media Report“ von Cisi­on gibt jedes Jahr gute Ansatz­punk­te für das eige­ne Hand­werk. Für die Aus­ga­be 2022 wur­den mehr als 3.800 Jour­na­lis­ten welt­weit und 600 aus Deutsch­land befragt. Dabei wird u. a. deut­lich, wie stark Social Media an Bedeu­tung gewon­nen hat.
  • ARD/ZDF-Online­stu­die 2022: Ergeb­nis­se zum Ver­hal­ten im (Social) Web
    Für die ARD-ZDF-Online­stu­die 2022 stan­den die­ses Jahr wie­der rund 2.000 Men­schen ab 14 Jah­ren tele­fo­nisch wie online Rede und Ant­wort über ihr Ver­hal­ten im (Social) Web. Deren Aus­sa­gen zur Inter­net-Nut­zung, zum Social Media Ver­hal­ten, zu den Strea­ming-Akti­vi­tä­ten lie­fern wich­ti­ge Schlüs­se für die eige­ne Strategie.

3 Gedan­ken zum Social Web

  • How To Mastodon: So gelingt der Ein­stieg
    Trotz aktu­el­lem Hype: Der Ein­stieg bei Mastodon ist für vie­le müh­se­lig. Auch durch die unge­wohn­te, dezen­tra­le Struk­tur. Doch Hil­fe naht. Der geschätz­te Sascha Pal­len­berg hat ein umfang­rei­ches wie per­sön­li­ches How2-Mastodon geschrie­ben – samt Über­blick zu Ser­vern, inter­es­san­ten Per­so­nen, der Fedi­ver­se-Neti­quet­te und nütz­li­chen Tools.
  • Twit­ter im Wan­del: Wie zie­he ich eine Zwi­schen­bi­lanz?
    Unter­neh­men inves­tie­ren einen erheb­li­chen Teil ihrer oft knap­pen Res­sour­cen in die orga­ni­sche Reich­wei­te auf Social Media. Doch bringt dies etwas? Es lohnt sich, zumin­dest 1x/​Jahr jeden Kanal zu ana­ly­sie­ren, wie Marie-Chris­ti­ne Schind­ler emp­fiehlt. Und sie macht es bei Twit­ter Schritt für Schritt vor. Eine gute Vor­la­ge samt hilf­rei­cher Tools.
  • Lin­kedIn: Wie las­sen sich Füh­rungs­kräf­te unter­stüt­zen?
    Wel­che Rol­le haben Ghost­wri­ter auf Lin­kedIn? Und wie las­sen sich auch sonst Social CEOs und ande­re Füh­rungs­kräf­te extern inhalt­lich wie fach­lich unter­stüt­zen? Auch wenn der Ori­gi­nal-Titel etwas irre­füh­rend ist: Der Bei­trag lie­fert einen ganz guten Über­blick über die ver­schie­de­nen Strategien.

3 Fak­to­ren für künf­ti­ge Strategien

  • Social Media Algo­rith­ms: Der kur­ze Gui­de pro Netz­werk
    Wie funk­tio­nie­ren Algo­rith­men? Und für wel­chen Con­tent sor­gen sie in unse­ren News­feeds? Hootsui­te hat einen prak­ti­schen Gui­de zu jedem Netz­werk erstellt. Kurz, kom­pakt und bei wei­tem nicht voll­stän­dig – aber trotz­dem hilf­reich für die eige­ne Content-Strategie.
  • Goog­le-Bewer­tun­gen: SEO-rele­vant, oder nicht?
    Wer sich mit dem The­ma Local SEO beschäf­tigt, kommt am The­ma der Goog­le-Bewer­tun­gen nicht vor­bei. Schließ­lich sind sie der zweit­größ­te Ran­king-Fak­tor bei Local SEO. Die­ser Bei­trag ver­deut­licht, wie Bewer­tun­gen die eige­ne Sicht­bar­keit, das eige­ne SEO beein­flus­sen kön­nen und wie damit am bes­ten umzu­ge­hen ist.
  • 8 Grün­de für ein Unter­neh­mens­blog
    Cor­po­ra­te Blogs wer­den initi­iert, um „die digi­ta­le Sicht­bar­keit eines Unter­neh­mens zu erhö­hen, Leads zu gene­rie­ren und Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Kun­den, Inter­es­sen­ten, Mit­ar­bei­tern zu för­dern“. Also: Posi­tio­nie­rung, Lead-Gene­rie­rung, Sicht­bar­keit – aber immer auf Basis einer Strategie.
Gedan­ken­spie­le: In der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­welt der Algo­rith­men: Tex­te, Vide­os und ein hilf­rei­cher Link-Tipp

Gedan­ken­spie­le: In der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­welt der Algo­rith­men: Tex­te, Vide­os und ein hilf­rei­cher Link-Tipp

Wie stark beein­flus­sen gera­de die soge­nann­ten Sozia­len Medi­en unser Ver­hal­ten, unser Den­ken, aber auch unse­re stra­te­gi­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on? Wenn man sich die hoch­in­ter­es­san­ten Bei­trä­ge von Micha­el Migna­no „The End of Social Media and the Rise of Recom­men­da­ti­on Media“ und von Alli­son Car­ter bei PR Dai­ly durch­liest, wird die Rich­tung deut­lich: Der Wan­del ist enorm – Pro­fes­sor Peter Kru­se hat schon frü­her von „Revo­lu­ti­on“ gespro­chen. Algo­rith­men erset­zen künf­tig unse­re Fans, Friends und Fol­lo­wers, wenn es um das Fül­len unse­rer Feeds geht – „Why friend graphs can‘t com­pe­te in an algo­rith­mic world.“ 

Wir müs­sen statt­des­sen radi­kal umden­ken und uns (wie­der) stär­ker auf den eige­nen Con­tent und eine inte­grier­te Kom­mu­ni­ka­ti­on fokus­sie­ren. Die­sen Gedan­ken habe ich in einem län­ge­ren Gedan­ken­spiel „Ano­t­her End of Social Media“ auf­ge­nom­men. Doch dies sind nicht die ein­zi­gen Ver­än­de­run­gen, die die­se digi­ta­le Welt in stän­di­ger Auf­ruhr aktu­ell prägen.

In eige­ner Sache: Bei­trä­ge und Bücher.

  • Gedan­ken­spiel: Ano­t­her End of Social Media?!
    Wohin dreht sich der­zeit die Social Media und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­welt? Wie ich schon in eini­gen Vor­trä­gen gesagt habe: Das Ende von Social Media ist da – zumin­dest so, wie wir Social Media bis­her kann­ten und ver­stan­den haben. Der Haupt­grund: Die Men­schen haben ihre Rele­vanz ver­lo­ren. So wer­den Algo­rith­men die Inhal­te unse­rer Friends & Fol­lower erset­zen, unse­re Feeds von Emp­feh­lun­gen und Reels gefüllt und wir zu New Friends statt zu unse­ren Best Bud­dys wei­ter­ge­lei­tet. Die Fol­ge: Wir dür­fen uns noch weni­ger von Platt­for­men abhän­gig machen und uns statt­des­sen einer inte­grier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on wid­men, for­de­re ich in mei­nem aktu­el­len Gedan­ken­spiel.

  • Neu­es Play­book: Chan­ge-Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Wei­ter­hin zum kos­ten­lo­sen Down­load bereit steht mein neu­es Buch „Ver­än­de­run­gen kom­mu­ni­zie­ren – Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­än­dern“. Das Play­book ent­stand im Rah­men des Pro­jekts „Alle im digi­ta­len Wan­del“ (Hoch­schu­le Darm­stadt) und soll hel­fen, die zen­tra­le Rol­le von Kom­mu­ni­ka­ti­on in Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen bes­ser ein­zu­ord­nen. Denn ohne gute Kom­mu­ni­ka­ti­on schei­tert jede Veränderung.

Con­tent: Suchen, ver­brei­ten, messen.

  • Medi­en­ar­beit: Pres­se­mit­tei­lun­gen erfolg­reich ver­brei­ten
    Wie ver­brei­te ich mei­ne Pres­se­mit­tei­lung? Und wel­che Kanä­le soll­te ich dafür nut­zen? Auch wenn dies ein Basic-Bei­trag ist, so wird häu­fig vie­les nicht beach­tet – wie das rich­ti­ge Ver­sand­for­mat, der Ver­sand­zeit­punkt, der beglei­ten­de Ein­satz von Nati­ve Ads etc.. Wer mehr dazu wis­sen will, dem emp­feh­le ich unser Buch „Public Rela­ti­ons“, wel­ches die­ses The­ma aus­führ­lich behandelt.

  • Vani­ty Metrics: Ach­tung vor fal­schen KPIs
    In mei­nem Gedan­ken­spiel „Ana­ly­tics: War­um Zah­len nicht immer die Wahr­heit sagen“ schrieb ich über die manch­mal ver­wir­ren­den Box Social Media Ana­ly­tics. Eini­ge der Kenn­zah­len las­sen sich als “Vani­ty Metrics” bezeich­nen, „die auf den ers­ten Blick einen guten Ein­druck machen, bei Mar­ke­ting- oder Geschäfts­ent­schei­dun­gen jedoch nicht wei­ter­hel­fen“. Die­ser Bei­trag ent­hüllt die blen­den­den Begrif­fe Fol­lower, Sei­ten­auf­ru­fe, Öff­nungs­ra­ten und Abon­ne­ments und stärkt die rele­van­te­ren Begrif­fe wie Inter­ak­tio­nen, Boun­ce Rate und Klickrate.

  • SEO: Sicht­bar­keit für loka­le Unter­neh­men
    Sicht­bar­keit spielt gera­de für loka­le Unter­neh­men eine zen­tra­le Rol­le. Doch wie tau­che ich in loka­len Such­ergeb­nis­sen auf? Die­ser Bei­trag erklärt die Local SEO Fak­to­ren, die Rol­le von Reviews und loka­len Lan­ding­pa­ges sowie Schrit­te hin zu einer bes­se­ren Prä­senz in loka­len Such­ergeb­nis­sen. Klei­ner Tipp: Ohne ein Goog­le Busi­ness Pro­fil wird es künf­tig nicht gehen.

  • News­let­ter: So geht Per­so­na­li­sie­rung
    Ist die­ser News­let­ter rele­vant für mich? Ein Teil die­ser Fra­ge lässt sich damit beant­wor­ten, ob der News­let­ter auch wirk­lich auf mich indi­vi­du­ell zuge­schnit­ten ist. Dabei gibt es vie­le Optio­nen der Per­so­na­li­sie­rung und indi­vi­du­el­len Seg­men­tie­rung – Anspra­che, Betreff, Absen­der, Inhal­te, Bilder.

Video: Lin­kedIn, Twitch, Twit­ter und Algorithmen.

  • Twitch erklärt: Gui­de für Außen­ste­hen­de.
    Strea­men, Zocken, Chat­ten, Reagie­ren, Bezah­len: Gera­de unter Gamern, aber auch im Bereich Sport, Musik und in Game­fi­ca­ti­on-Pro­jek­ten spielt die Video-Live­strea­ming-Platt­form Twitch eine immer wich­ti­ge­re Rol­le. Ich selbst zäh­le defi­ni­tiv nicht zu den Experts in die­sem Bereich. Daher bin ich dank­bar, dass der geschätz­te Kai Thrun einen wirk­lich umfang­rei­chen Gui­de erstellt hat, der den Ein­stieg in künf­ti­ge Strea­ming-Pro­jek­te defi­ni­tiv erleichtert.

  • Lin­kedIn ana­ly­siert: Video- und PDF-Posts statt Link-Bei­trä­ge
    War­um set­zen wir bei Lin­kedIn vor allem auf Link-Posts? Wenn die­se doch das gerings­te Enga­ge­ment erhal­ten? Dies ist zumin­dest das Ergeb­nis einer Ana­ly­se von 41.000 Posts im DACH-Raum. Kaum jemand setzt dage­gen auf PDF-Posts. Dabei sor­gen die­se zusam­men mit Text- und Video-Posts für beson­ders viel Inter­ak­ti­on. Wer sei­ne Con­tent-Stra­te­gie also ver­fei­nern will, der soll­te sich die­se Ago­ra­pul­se-Stu­die näher ansehen.

  • Twit­ter pusht: Video-Emp­feh­lun­gen in der Time­li­ne
    Die kräf­ti­ge Video-Offen­si­ve der Social-Media-Platt­for­men geht auch an Twit­ter nicht vor­bei. Jetzt fängt das neue Musk-Reich an, dass Algo­rith­men Video-Emp­feh­lun­gen in die Time­li­ne und auch in die Twit­ter-Suche pushen. Wenn auch deut­lich vor­sich­ti­ger im Ver­gleich zu ande­ren Platt­for­men, wie Jan Fir­sching zu Recht schreibt.

Tool-Tipp.

  • Trends by Pin­te­rest
    Die Bil­der-Such­ma­schi­ne Pin­te­rest hat mit Pin­te­rest Trends ein neu­es Tool frei­ge­schal­tet. Es zeigt nicht nur die aktu­el­len Trends, gefil­tert nach Inter­es­sen, Key­words, Alter etc. Par­al­lel lässt sich das Such­vo­lu­men zu gewähl­ten Begrif­fen ana­ly­sie­ren und mit ande­ren ver­glei­chen. Ganz pri­ma lässt sich das Tool damit auch bei der Key­word-Bestim­mung im Bereich SEO und SEA bzw. für die Recher­che ein­set­zen, um The­men früh­zei­tig nach ihrer Rele­vanz ein­zu­schät­zen – ähn­lich wie Goog­le Trends.
Gedan­ken­spie­le: In der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­welt der wich­ti­gen November-Studien

Gedan­ken­spie­le: Eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­welt im Wan­del: Neu­es Buch, neue Trends, neue Strategien

Eine Welt im Wan­del, eine Kom­mu­ni­ka­ti­on im Auf­ruhr, RIP Social Media, Ver­än­de­rungs­kom­mu­ni­ka­ti­on und Chan­ge-Pro­zes­se: Mit sol­chen Schlag­wor­ten lässt sich die Welt der digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­on aktu­ell bezeich­nen. Ein Bei­spiel: Wenn Recom­men­da­ti­on Media der Platt­for­men immer stär­ker die einst geteil­ten Inhal­te der User erset­zen: Bedeu­tet dies das Ende von Social Media? Und wel­che Fol­gen hat dies für PR-Stra­te­gien? Bekommt dadurch klas­si­sche Medi­en­ar­beit wie­der eine neue Bedeu­tung? Fra­gen über Fra­gen, von denen ich eini­ge in die­ser Aus­ga­be zusam­men­ge­tra­gen habe.

In eige­ner Sache: Neu­es Buch zur Veränderungskommunikation

  • Play­book: „Ver­än­de­run­gen kom­mu­ni­zie­ren – Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­än­dern“
    Unter die­sem Titel erschien Mit­te Sep­tem­ber mein neu­es Buch zum The­ma Ver­än­de­rungs­kom­mu­ni­ka­ti­on. Das Play­book ent­stand im Rah­men des Pro­jekts „Alle im digi­ta­len Wan­del“ an der Hoch­schu­le Darm­stadt und in Zusam­men­ar­beit mit Tho­mas Pleil. Dar­in zei­ge ich auf, wel­che zen­tra­le Rol­le die Kom­mu­ni­ka­ti­on in Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen ein­nimmt bzw. war­um ohne gute Kom­mu­ni­ka­ti­on jeder Chan­ge-Pro­zess schei­tert. Dazu habe ich vie­le kur­ze Fall­bei­spie­le und Pro­blem­si­tua­tio­nen ent­wi­ckelt. Das Book­let lässt sich hier kos­ten­los her­un­ter­la­den.
  • Gedan­ken­spiel: Ana­ly­tics – War­um Zah­len nicht immer die Wahr­heit sagen.
    Social Media Ana­ly­tics sind eine Box der vie­len Gesich­ter. Und die­se Gesich­ter sehen beim län­ge­ren Nach­den­ken häu­fig noch ver­wir­ren­der aus als beim ers­ten Ein­druck. War­um das so ist? Weil Ana­ly­se-Zah­len wie bei­spiels­wei­se die Enga­ge­ment-Rate bei Lin­kedIn nicht ein­fach nur ange­se­hen wer­den dür­fen, son­dern indi­vi­du­ell inter­pre­tiert wer­den müs­sen. Die über­ra­schen­den Erkennt­nis­se beschrei­be ich in mei­nem Gedankenspiel.

3x: Stich­wort Strategie

  • The End of Social Media and the Rise of Recom­men­da­ti­on Media
    RIP social Media? Bzw.: Wie stark erset­zen Algo­rith­men die Gewohn­heit im Social Web, Inhal­te von Freun­din­nen zu err­hal­ten? In einem lesens­wer­ten Bei­trag pro­gnos­ti­ziert Micha­el Migna­no: “Recom­men­da­ti­on media is here. As a result, we’ll make fewer expli­cit choices (“the­se are my friends”) and more impli­cit choices (“this is whe­re the algo­rithm recom­mends I should spend my atten­ti­on”) about how, when, and why we con­su­me con­tent.” Es wird span­nend zu beob­ach­ten sein, wie sich unser Ver­hal­ten durch die­sen Wan­del ver­än­dern wird – mit enor­men Fol­gen für die Veränderungskommunikation.
  • Insta­gram and Face­book in cha­os: What PR pros should do
    “The cha­os at social net­works is a remin­der that any plat­form with that kind of power should never be your only — or even your pri­ma­ry — way of com­mu­ni­ca­ting with your audi­en­ces.” Die Pro­gno­se ist nicht neu aber zen­tral: Nie­mand soll­te sei­ne Stra­te­gie allein auf frem­de Platt­for­men fokus­sie­ren. Statt­des­sen soll­ten sich Orga­ni­sa­tio­nen stär­ker mit Ziel­grup­pen beschäf­ti­gen und ins­be­son­de­re News­let­ter und Medi­en­ar­beit stär­ken. Ein Plä­doy­er für eine fast schon ver­ges­se­ne PR und Medienarbeit.
  • Umfra­ge: 50% haben kei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie
    Apro­pos Ver­än­de­rungs­kom­mu­ni­ka­ti­on: Nur 50% der befrag­ten Unter­neh­men (D/​CH) haben eine fes­te Stra­te­gie für ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ar­beit ver­an­kert. Dies ist das Ergeb­nis einer Befra­gung von gut 250 Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­fis durch news aktu­ell und Fak­ten­kon­tor. Hin­der­nis­se sei­en Res­sour­cen, Bud­get und orga­ni­sa­to­ri­sche Hemm­nis­se. Dabei ist eine Stra­te­gie doch die Basis für jede geziel­te Kommunikation …

3x: Stich­wort Sichtbarkeit

  • Tex­ten: F- und Z‑Pattern: So wer­den User durch die Web­sei­te gelei­tet
    Wie ich auch in mei­nem Buch »Pra­xis Online-Tex­ten« schrei­be: Das F‑Pattern ist ein wich­ti­ges Ele­ment, das die Wahr­neh­mung bzw. das Scan­ning und Skim­ming von Inhal­ten auf einer Web­sei­te abbil­det. Es bil­det die Usa­bi­li­ty-Basis für den Auf­bau jedes Online-Tex­tes. Wie das Mus­ter genau funk­tio­niert und wel­che Rele­vanz auch das Z‑Muster bei Lan­ding-Pages hat, lis­tet die­ser Bei­trag auf.
  • Medi­en­ar­beit: Erfolg­reich Pres­se­ver­tei­ler auf­bau­en und pfle­gen
    Den rich­ti­gen Ansprech­part­ner zum opti­ma­len Zeit­punkt mit rele­van­ten Infor­ma­tio­nen zu ver­sor­gen: Dies ist eine der Vor­aus­set­zun­gen erfolg­rei­cher Medi­en­ar­beit. Zum Hand­werks­zeug gehö­ren ein gut struk­tu­rier­ter und gepfleg­ter Pres­se­ver­tei­ler. Gute Tipps zum Auf­bau, zur Pfle­ge und zur Arbeit mit Pres­se­ver­tei­lern fin­den sich in die­sem län­ge­ren Blog-Post.
  • SEA: 8 wich­ti­ge KPI und Begrif­fe
    Guter Über­blick: Was sind wich­ti­ge Kenn­zah­len beim Such­ma­schi­nen­mar­ke­ting? Und wie las­sen sich die­se berech­nen? Die­ser Bei­trag stellt 8 SEA-Kenn­zah­len vor – von der Click-Through-Rate bis zum durch­schnitt­li­chen Waren­korb­wert. Tipp: Für die nächs­te Eva­lua­ti­on abspeichern.

2x: Tools & Tipps

  • E‑Mail-Mar­ke­ting: 5 Tipps für mehr Öff­nun­gen
    News­let­ter sind en vogue. Aber nur dann, wenn sie bestimm­te Vor­aus­set­zun­gen erfül­len. Wie sich gera­de die Öff­nungs­ra­te beein­flus­sen lässt, dazu hel­fen die­se 5 Tipps unter den Stich­wor­ten Absen­der, Betreff, Pre-Hea­der, Ver­sand­punkt, A/​B‑Testing.
  • Vide­os kom­pri­mie­ren: So ver­klei­nern Sie Video­da­tei­en
    Vide­os zu ver­klei­nern, kann aus ver­schie­de­nen Grün­den Sinn erge­ben. Dafür ste­hen zahl­rei­che Tools, Pro­gram­me und Apps zur Ver­fü­gung, um Vide­os auf Rech­ner oder Smart­pho­ne zu kom­pri­mie­ren. Die­ser Bei­trag stellt eini­ge vor.
Lin­kedIn: Die­se 7 Chro­me-PlugIns hel­fen mir täglich

Lin­kedIn: Die­se 7 Chro­me-PlugIns hel­fen mir täglich

In mei­nen Work­shops rund um die digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on geht es der­zeit natür­lich viel um Lin­kedIn. Ob Mensch oder Orga­ni­sa­ti­on: Kaum jemand will schließ­lich die Chan­ce ver­pas­sen, sich mög­lichst gut zu ver­net­zen, inhalt­lich zu posi­tio­nie­ren und fach­lich ins Gespräch zu kom­men. Neben Lin­kedIn selbst gibt es eini­ge Lin­kedIn PlugIns für Chro­me-Brow­ser, die dabei durch­aus hilf­reich sein kön­nen. In die­sem Bei­trag stel­le ich die 6 7 Erwei­te­run­gen vor, die ich selbst ger­ne nut­ze, weil sie mir enorm viel Zeit ersparen.

Klei­ner Tipp: Wer noch mehr hilf­rei­che PlugIns und Tools nicht nur zu Lin­kedIn ent­de­cken will, dem emp­feh­le ich die Web­sei­te des Mas­ters of Tools Jens Polom­ski. Jetzt aber zu den 6 7 von mir ver­wen­de­ten Lin­kedIn-Plugins, den ich erst kürz­lich ein wei­te­res PlugIn unbe­dingt hin­zu­fü­gen musste: 

1. Das Spracht­ool: Lan­gu­age­Tool

Auch wenn es kein rei­nes PlugIn für Lin­kedIn ist; trotz­dem hilft es mir enorm auch bei Lin­kedIn, um die Zahl der eige­nen Recht­schreib- und Kom­ma­ta-Feh­ler zu redu­zie­ren. Dies gehört mei­ner Mei­nung nun mal zu einer pro­fes­sio­nel­len Kom­mu­ni­ka­ti­on dazu. Prak­tisch: Das Lan­gu­age­Tool unter­streicht die Feh­ler sofort und bie­tet Alter­na­ti­ven an. Ach ja: Das Tool funk­tio­niert eben­falls per­fekt in allen ande­ren Netz­wer­ken und für die eige­nen E‑Mails.

LanguageTool: PlugIn für die gute Rechtschreibung und Kommasetzung.
Lan­gu­age­Tool: Mein Lieb­lings-Plugin für die per­fek­te Recht­schrei­bung und Kommasetzung 

2. Der Fil­ter: Link Off

Wer genervt ist, dass sein eige­ner Lin­kedIn Stream sich mit zu vie­len Umfra­gen, Vide­os, Wer­bung oder geteil­ten Bei­trä­gen füllt oder wer nicht mehr sehen will, wer was gelik­ed, geteilt oder kom­men­tiert hat: Link Off hilft, die Kon­trol­le wie­der über den eige­nen Feed zu über­neh­men. Mit viel­fäl­ti­gen Ein­stel­lun­gen las­sen sich aktu­ell viel­leicht unnüt­ze Bei­trä­ge aus­fil­tern. Ach übri­gens: Wer will, kann den gesam­ten Feed übri­gens aus­blen­den. Für wen das wohl sinn­voll ist …

LinkOff: Das PlugIn für etwas mehr Ruhe im LinkedIn Feed
Lin­kOff: Das PlugIn für etwas mehr Ruhe im Lin­kedIn Feed

3. Die Busi­ness-Hil­fe: Lin­kedIn Com­pa­ny Page Interactor

Belie­bi­ge Bei­trä­ge auf Lin­kedIn als Unter­neh­men oder Insti­tu­ti­on liken und kom­men­tie­ren: Kein Pro­blem mit die­sem LIn­kedIn PlugIn, das der erwähn­te und geschätz­te Jens Polom­ski ent­wi­ckelt hat. Eine Funk­ti­on, die lang­sam auch Lin­kedIn selbst zur Ver­fü­gung stel­len soll.

 4. Der Ein­blick: Fol­lower-Insights for LinkedIn 

 Wäre es nicht prak­tisch, bei jedem Kom­men­tar oder Like oder einer Kon­takt­an­fra­ge sofort zu wis­sen, wie ein­fluss­reich die­se Per­son auf Lin­kedIn ist? So ähn­lich dach­te wahr­schein­lich der geschätz­te Jens und ent­wi­ckel­te die­ses fei­ne Fol­lower-PlugIn. Damit wird künf­tig immer die Zahl der Fol­lower ersicht­lich – ob bei Anfra­gen, Inter­ak­tio­nen oder der Per­so­nen­su­che. Ach ja: Das Basis-PlugIn ist kos­ten­los und zeigt die Fol­lower-Zahl bis 1.000 Per­so­nen an. Mit der Pro-Ver­si­on für 6,99 Euro ist auch die­se zah­len­mä­ßi­ge Limi­tie­rung Geschichte. 

Follower-Insights: So übersichtlich lassen sich Follower-Zahlen anzeigen.

Fol­lower-Insights: So über­sicht­lich las­sen sich Fol­lower-Zah­len anzeigen.

5. Das Recher­che-Tool: Power Search for LinkedIn

 Eben­falls von Jens und fast kos­ten­los (ein­ma­lig 10 Euro) ist die­ses wirk­lich zeit­spa­ren­de PlugIn. Jeder kennt die­se Fra­ge: Was hat der Lin­kedIn-Kon­takt als letz­tes gepos­tet? Wo wur­de er oder sie erwähnt? Natür­lich könn­te man für die ers­te Auf­ga­be auch das Pro­fil absur­fen. Wie umständ­lich das doch ist! Mit die­sem PlugIn klappt dies mit einem ein­zi­gen Klick. Auch die Wer­be­an­zei­gen von Fir­men wer­den übri­gens sofort angezeigt.

Spart viel Zeit: Die PowerSearch bei LinkedIn
Power Search for Lin­kedIn: Spart viel Zeit bei der Recher­che      

 

6. Das klei­ne CRM: Task Mana­ger & Regis­ter for LinkedIn

 Wie ein klei­nes CRM arbei­tet die­ser Taskma­na­ger. Der Umgang damit ist denk­bar ein­fach: Kaum ist im ange­mel­de­ten Zustand ein Lin­kedIn-Kon­takt ange­klickt, schon befin­det die­ser sich im Task Mana­ger & Regis­ter for Lin­kedIn. Von die­sem Moment an las­sen sich für die­se Per­son Auf­ga­ben, Bespre­chungs­no­ti­zen, Anmer­kun­gen etc. samt Datum fixieren.

7. Der Edi­tor: Author­edIn für LinkedIn

Jeder und jede kennt das: Die Bei­trä­ge auf Lin­kedIn las­sen sich kaum for­ma­tie­ren. Wie scha­de! Das muss nicht so sein. Denn mit die­sem PlugIn – noch in kos­ten­lo­ser Beta-Pha­se – erhält man einen neu­en Edi­tor, um Bei­trä­ge zu fet­ten oder kur­siv zu set­zen, Emo­jis hin­zu­zu­fü­gen, die pas­sen­den Hash­tags aus­zu­wäh­len. Ach ja: Das Ergeb­nis lässt sich sofort in ver­schie­de­nen Vor­schau­en für Desk­top, Tablet und Mobil anzu­se­hen, wie mein Bei­spiel zeigt.

AuthoredIn für LinkedIn: Endlich Beiträge gestalten und ansehen.
Author­edIn für Lin­kedIn: End­lich Bei­trä­ge gestal­ten und ansehen

Und jetzt ihr 😎:

 Also die Fra­ge in die Run­de: Feh­len eini­ge prak­ti­sche Erwei­te­run­gen? Dann bit­te her damit! Schließ­lich wol­len wir uns das „Leben auf Lin­kedIn“ doch mög­lichst schön und ange­nehm machen.

 Cover-Pho­to: Pho­to by Sou­vik Baner­jee on Unsplash

Ana­ly­tics: War­um Zah­len nicht immer die Wahr­heit sagen.

Ana­ly­tics: War­um Zah­len nicht immer die Wahr­heit sagen.

Social Media Ana­ly­tics sind eine Box der vie­len Gesich­ter. Und die­se Gesich­ter sehen beim län­ge­ren Nach­den­ken meist noch ver­wir­ren­der aus als beim ers­ten Ein­druck. War­um das so ist? Weil Zah­len wie die Enga­ge­ment-Rate nicht ein­fach nur ange­se­hen wer­den dür­fen, son­dern indi­vi­du­ell inter­pre­tiert wer­den müs­sen – mit oft wirk­lich über­ra­schen­den Ergebnissen.

Ver­gan­ge­nen Monat gab ich ein län­ge­res Coa­ching. In einer span­nen­den Fir­ma und mit neu­gie­ri­gen Men­schen dis­ku­tier­ten wir die bis­he­ri­ge und die künf­ti­ge Aus­rich­tung ihrer Social Media Akti­vi­tä­ten. Natür­lich haben wir uns dabei aus­führ­lich der Eva­lua­ti­on gewid­met und lan­ge über Ana­ly­se und Moni­to­ring, über Metri­ken und KPIs gespro­chen. Und über die diver­sen Zah­len, wel­che uns die Platt­for­men selbst und exter­ne Tools so alles aus­wer­fen. Dabei tauch­ten eini­ge Fra­ge­zei­chen auf.

Auch wenn ich schon auf über 20 Jah­re Erfah­rung im Bereich der digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­on zurück­grei­fen kann: Zah­len kön­nen ganz schön ver­wir­rend sein, und kann der ers­te Ein­druck die Wahr­heit über­de­cken oder zumin­dest ver­dun­keln. Ein­fach erklärt: Wer sich mit der Ana­ly­se sei­ner Lin­kedIn-Posts beschäf­tigt, der wird sich die fol­gen­den Metri­ken fast täg­lich näher ansehen:

Überblick über Social Media Metriken wie der Engagement-Rate am Beispiel von LinkedIn
Über­blick über Social Media Metri­ken am Bei­spiel von LinkedIn

Pra­xis: 4 Bei­trä­ge und ihre jewei­li­ge Engagement-Rate

Doch schon solch schein­bar ein­fach ables­ba­re Zah­len laden zu kräf­ti­gen Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen ein. Neh­men wir uns 4 Posts und ver­glei­chen sie mit­ein­an­der – gera­de bezo­gen auf ihre Enga­ge­ment-Rate bzw. ihre Interaktionen.

  • Post 1: Der 1. Link-Post hat 5.000 Impres­sio­nen erreicht, 190 Likes, 5 Kom­men­ta­re und 5 Shares. Die Inter­ak­ti­ons­ra­te beträgt also 200 Inter­ak­tio­nen : 5.000 Impres­si­ons x 100 = 4%
  • Post 2: Der 2. Link-Post hat 10.000 Impres­sio­nen erreicht, 15 Likes und 10 Kom­men­ta­re.
    Die Inter­ak­ti­ons­ra­te beträgt also 25 Inter­ak­tio­nen : 10.000 Impres­sio­nen x 100 = 0,25%
  • Post 3: Der 3. Link-Post hat 2.500 Impres­sio­nen erreicht, 45 Likes und 5 Shares.
    Die Inter­ak­ti­ons­ra­te beträgt also 50 Inter­ak­tio­nen : 2.500 Impres­sio­nen x 100 = 2%
  • Post 4: Der 4. Video-Posts hat 4.000 Impres­sio­nen erreicht, 20 Likes, weder Kom­men­ta­re noch Shares. Die Inter­ak­ti­ons­ra­te beträgt also 20 Inter­ak­tio­nen : 4.000 x 100 = 0,5%

Enga­ge­ment-Rate: Ach­tung vor Fehlinterpretationen

Eine Enga­ge­ment-Rate bezif­fert die Zahl der Inter­ak­tio­nen mit dem eige­nen Bei­trag. Dazu wer­den die Inter­ak­tio­nen addiert. Wel­che Fol­ge­run­gen las­sen sich dar­aus ziehen?

  • Der 1. Bei­trag ist recht erfolg­reich. Die vie­len Likes sowie 5 Kom­men­ta­re haben zum Erfolg beigetragen.
  • Die Inter­ak­ti­ons­ra­te des 2. Posts ist am gerings­ten – die Ver­brei­tung aber am größ­ten. Dies lässt sich auf die Macht der Kom­men­ta­re – Stich­wort „mea­ning­ful con­ver­sa­ti­ons“ zurück­füh­ren. Die Kom­men­ta­re waren jedoch zum größ­ten Teil eher kri­tisch bis nega­tiv. Dies erklärt übri­gens auch, war­um der Bei­trag ver­hält­nis­mä­ßig wenig Likes erhal­ten hat.
  • Die Inter­ak­ti­ons­ra­te des 3. Bei­tra­ges ist am höchs­ten, die Ver­brei­tung aber gering. Zwar hat er für Inter­ak­ti­on gesorgt; jedoch feh­len die bei Lin­kedIn wich­ti­gen Kommentare.
  • Die Inter­ak­ti­ons­ra­te beim 4. Bei­trag spiel­te gar kei­ne ent­schei­den­de Rol­le. Denn hier han­del­te es sich um einen kom­pak­ten Text mit ein­ge­bet­te­tem Video. Ziel war hier nicht die akti­ve Ein­bin­dung der Com­mu­ni­ty durch Anzahl der Kom­men­ta­re, son­dern Ver­weil­dau­er/­Vi­deo-Views. Die­se waren in die Berech­nung der Inter­ak­ti­ons­ra­te jedoch nicht eingeflossen.

Key Lear­nings: Inter­ak­ti­ons­ra­te mit begrenz­ter Aussagekraft

Natür­lich ist die Ana­ly­se die­ses Bei­spiel nur sehr ober­fläch­lich. Und doch las­sen sich ein paar inter­es­san­te Erkennt­nis­se ziehen:

  1. Hohe Inter­ak­ti­ons­ra­ten bedeu­ten nicht gleich­zei­tig hohe Ver­brei­tung. Sie sagt oft auch nichts aus über die Sicht­bar­keit und Qua­li­tät eines Bei­tra­ges. Kern­pro­blem: In der Berech­nung sind Likes, Kom­men­ta­re, Shares, Saves etc. gleich gewich­tet. Dabei haben die­se Signa­le je Platt­form äußerst unter­schied­li­che Aus­wir­kun­gen. So ist bekannt, dass bei Lin­kedIn gera­de Kom­men­ta­re eine wesent­li­che Rol­le bei der Ver­brei­tung von Bei­trä­gen spie­len, woge­gen es bei Shares nega­tiv „Sharing is sca­ry“ heißt. So müss­te man bei der kor­rek­ten Berech­nung der Enga­ge­ment-Rate eigent­lich die Signa­le unter­schied­lich gewich­ten – mit grö­ße­rem Gewicht bei Comments bei Lin­kedIn; bei Insta­gram wären es bei­spiels­wei­se die Saves, die eine höhe­re Rele­vanz erhal­ten müssten.
  2. Eine hohe Inter­ak­ti­ons­ra­te muss nicht immer unbe­dingt glück­lich stim­men. Es könn­te auch sein – wie im Bei­spiel -, dass das The­ma die Men­schen stark ver­är­gert oder nega­tiv berührt hat und sich des­halb vie­le zu die­sem The­ma nega­tiv und kri­tisch äußern woll­ten. Durch die Viel­zahl ihrer Kom­men­ta­re bekommt der Bei­trag eine kräf­ti­ge Sicht­bar­keit und wird durch ein auf­merk­sa­mes Com­mu­ni­ty-Manage­ment und die Beant­wor­tung der kri­ti­schen Kom­men­ta­re wei­ter gepusht. Platt gesagt: Hol dir eine Kri­se ins Haus, schon stimmt es mit der Inter­ak­ti­ons­ra­te – und der Sicht­bar­keit, die natür­lich nie­mand so will.
  3. Bei­trä­ge las­sen sich nicht immer ver­glei­chen, da oft hin­ter den Bei­trä­gen ganz unter­schied­li­che Zie­le ste­hen. Ein­fach gesagt: Es las­sen sich nur Bei­trä­ge mit den­sel­ben Zie­len mit­ein­an­der ver­glei­chen. Dabei hilft es manch­mal, sich solch eine Über­sicht zu erstel­len, um Erfol­ge und Miss­erfol­ge schnel­ler iden­ti­fi­zie­ren zu können.
Das Zusammenwirken von Social Media Metriken und Zielen – hier am Beispiel von LinkedIn.
Das Zusam­men­wir­ken von Social Media Metri­ken und Zie­len – hier am Bei­spiel von LinkedIn.

Fazit: Inter­pre­tie­ren statt ablesen

Wie gesagt: Jedes pro­fes­sio­nel­les Social Media Manage­ment benö­tigt heu­te sau­be­re Social Media Ana­ly­tics. Den pas­sen­den Metri­ken kann man nicht genug Rele­vanz bei­mes­sen. Nur soll­ten die Zah­len nicht nur ein­fach abge­le­sen und in die eige­ne Sta­tis­tik über­nom­men wer­den; sie müs­sen sorg­fäl­tig inter­pre­tiert wer­den. Auch dies zählt zu digi­ta­ler Kompetenz.

Auch soll­ten sie zusätz­lich in Ver­bin­dung mit den Unter­neh­mens­zie­len gebracht wer­den. War­um gera­de dies laut einer Ago­ra­pul­se-Umfra­ge nur 41 % der Unter­neh­men machen, wie die­ser auf­schluss­rei­che Bei­trag auf online​mar​ke​ting​.de auf­zeigt, bleibt mir hin­ge­gen ein Rät­sel. Denn war­um betrei­ben die dann über­haupt eine Social Media Kom­mu­ni­ka­ti­on? Aber das ist wie­der­um ein ande­res The­ma für ein ande­res, ein wei­te­res Gedankenspiel.

Lese-Tipp: Mit wirk­lich rele­van­ten vs. oft falsch blen­den­den Metrics beschäf­tigt sich auch die­ser gute Bei­trag im Hubs­pot-Blog zum The­ma Analytics.

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Bild­nach­weis: Pho­to by Ste­phen Daw­son on Unsplash

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