Gedankenspiele: 10 Lesetipps u.a. zum Schreiben erfolgreicher Texte

Gedankenspiele: 10 Lesetipps u.a. zum Schreiben erfolgreicher Texte

Wie nehmen wir Inhalte wahr? Auf welche Weise erreichen wir mit unserem Content die Menschen? Wie lassen sich diese binden? Auf was achten die Augen besonders? Und wie müssen Inhalte dazu gestaltet sein?

Einfach gesagt: Wer gute Texte verfassen will, benötigt Wissen über die menschliche Informationsaufnahme und -verarbeitung. Warum das so entscheidend ist?

➡️ Nur wer weiß, wie Inhalte strukturiert werden müssen, kann den fertigen Text bewerten.

➡️ Und nur wer weiß, wann ein Text qualitativ wertvoll ist, kann die KI als Assistentin einsetzen.

Vor diesem Hintergrund habe ich vergangene Woche eine 5-teilige Summer-Text-School Serie zum notwendigen Textwissen gestartet, um erfolgreiche Texte zu schreiben: Alle 2 Wochen erscheint ein neuer Beitrag. Diese sind übrigens komprimierte Auszüge aus unserem Buch „Besser Texten mit Kopf und KI„.

In Teil 1 erläutere ich unser Leseverhalten: Denn auch hier gilt: Nur wer versteht, wie Menschen Texte lesen und Inhalte aufnehmen, kann gute Inhalte entwickeln, mit der KI wirksam zusammenarbeiten und damit erfolgreiche Texte schreiben.

Ansonsten beschäftigt sich diese Ausgabe mit einem Framework für gute Texte, mit einem Vergleich des Outputs von KI-Modellen sowie mit einigen zentralen Pfeilern einer erfolgreichen, auch visuellen Strategie.

In eigener Sache

  • „Wer auf fertige Prompts setzt, hat KI nicht verstanden“
    Anlässlich unseres Buches habe ich dem Digital Publishing Report ein Interview gegeben. Dabei ging es um Fragen wie: Warum wir nicht auf fertige Prompts setzen, sondern KI als Führungsaufgabe verstehen müssen; wie Frameworks ein systematisches Vorgehen bei der Text-Entwicklung erleichtern; und vor allem: Warum KI keine Wahrheiten, sondern Wahrscheinlichkeiten liefert.

Aktuelle Studien und Reports

  • KI-Qualität: 2.000 B2B-Texte im Lesbarkeits-Check
    Welches KI-Modell schreibt die besten Texte? Zu dieser Frage haben Sistrix und Wortliga über 2.000 KI-generierte B2B-Texte auf Lesbarkeit und Sprachqualität untersucht. Ergebnis: der wichtigste Hebel liegt nicht im Modell, sondern im Prompt. Beste Texte liefern Prompts mit klaren Restriktionen und harten sprachlichen Leitplanken, Lazy Prompting führt zum Durchschnittsbrei.
  • State of Video Report: Nachfrage nach Videos wächst rasant
    Educational Videos, Produkt-Videos, Social-Media-Clips, Webinare und Podcasts: Diese 5 Formate bilden das Fundament erfolgreicher Videostrategien, so der State of Video Report 2026. Dabei versuchen Unternehmen immer effizienter ihre Strategie umzusetzen – über eigene Teams, eingebundene Mitarbeitende, KI-basierte Werkzeuge sowie die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern.
  • Metricool: Bei Instagram dominieren Reels und Karussells
    Welche Formate sind bei Instagram erfolgreich? Für die neue Instagram-Studie 2026 hat Metricool 25 Mio. Beiträge analysiert. Ein Ergebnis: Während Reels und Karussells deutlich an Views und Interaktionen gewonnen haben, haben Beiträge mit Einzelbildern klar an Reichweite und Interaktion eingebüßt. Karussells bieten insgesamt Vorteile bei Reichweite, Views, Shares, Likes und Kommentaren.

Strategisches Wissen

  • Kanalwahl: Wie Kanal- und Content-Fit darüber entscheiden
    Passt die Plattform zu uns? Für die Auswahl komme es nicht darauf an, dass die Zielgruppe dort vertreten sei, schreibt Jens Wiese. Die entscheidende Frage sei, „ob das eigene Unternehmen die Voraussetzungen mitbringt, um dort dauerhaft erfolgreich zu sein“: also den Kanal- und Content-Fit. Ein wichtiger Beitrag über die zentralen Voraussetzungen, eine Plattform auszuwählen und dauerhaft zu bespielen.
  • Strategieschwenk: „KI verändert das Content Marketing“
    In KI-Zeiten wird die – menschliche – Aufgabe immer relevanter, strategische Leitplanken zu setzen, schreibt Meike Leopold. Nur wer Ziele, Zielgruppen und Botschaften kennt, kann KI später gezielt einsetzen, um schneller voranzukommen und bessere Ergebnisse zu erzielen. Ein Beitrag über die Veränderungen im Content-Marketing, der meinen Büchern entstammen könnte.
  • Visual Storytelling: Der Schlüssel zu moderner PR-Arbeit
    Professionelle Kommunikation kommt an Visual Storytelling nicht vorbei, schreibt Beatrix Ta. Auch in der PR sind Bilder, Videos, aber auch Infografiken Kern der PR-Arbeit. Dazu braucht es die richtige Strategie: klare Ziele und Zielgruppen, passender Content für die Kanäle, Konsistenz in der Kommunikation. Schöne Anleitung mit guten Beispielen.
  • Monitoring: Wie sich Corporate Influencer Programm messen lassen
    Welche Ziele lassen sich für Corporate-Influencer-Programme festlegen und später messen? Eine Studie der Universität Leipzig hat sich die Frage gestellt. Dazu wurden die Programme von 52 Unternehmen aus der Perspektive von Kommunikations- und Programmleitungen analysiert und auf die Schritte der Kommunikationsperformance – Input, Output, Outreach, Outcome, Impact – abgeklopft.

Aus den Social Media Plattformen

  • Stop, Stay, Share: Das Triple S-Framework für besseren Content
    Wie erstellt man erfolgreiche LinkedIn-Beiträge? Als Freund von Frameworks finde ich das Triple S-Framework sehr spannend. Dieses umfasst die 3 Erfolgsfaktoren eines Beitrages: Stop, Stay und Share. Stop: Wie unterbreche ich das Scrollen des Users? Stay: Wie schaffe ich es, den User länger zu halten, also Verweildauer? Und Share: Wie bekomme ich ihn dazu, meinen Beitrag zu teilen? Einfach nachzuvollziehen.
  • Reddit: Der 2. Check nach Google?
    Warum sprechen gerade so viele von Reddit? Warum integrieren viele den Begriff Reddit in ihre Suchformulierung? „Auf Reddit werden Influencer und Content Creator nicht dafür bezahlt, Produkte zu bewerben. Stattdessen teilen echte Menschen ihre Erfahrungen und Meinungen freiwillig und ohne finanziellen Anreiz“, meint Kevin Klieber von Reddit. Spannendes Interview über Zielgruppen, die Unterschiede zwischen USA und Europa, werbliche Chancen und die Zukunft als Shopping-Plattform.

Gedankenspiele: 10 Lesetipps u.a. zum Schreiben erfolgreicher Texte

Gedankenspiele: 10 Lesetipps zu KI-Content, dem „Neuen Schreiben“ und toxischen Inhalten

Besser Texten mit Kopf und KI“ heißt der Leitfaden für das Neue Schreiben, den Kai Heddergott und ich kürzlich publiziert haben. Darin versuchen wir, die Menschen mit dem notwendigen Wissen auszustatten, damit sie mit Hilfe von KI erzeugte Texte bewerten können. Dazu geben wir ihnen ein Framework für das „Neue Schreiben“ an die Hand, mit dem sich alle Arten von Texten umsetzen lassen. Wer Einleitung, Leseproben & Co. sucht, bitte hier entlang.

Doch die Lesetipps in den Gedankenspielen bieten mehr: Aktuell verändert sich die Social-Media-Branche immer negativer, wie ich sie leider schon in meinem letzten Buch beschrieben habe: Weg von den Menschen, hin zu Algorithmen und vor allem zu KI-Influencern samt KI-Content, die unsere Kanäle verstopfen. Die Berliner Morgenpost hat mit mir dazu ein Gespräch geführt, was jetzt erschienen ist, Studien belegen die Veränderungen.

Auch LinkedIn bewegt sich: Vor wenigen Monaten sprachen wir von 360Brew als neuen Algorithmus. Dabei hat es dieses Konzept gar nicht gegeben. Trotzdem führt LinkedIn ein KI-gestütztes System ein, um Inhalte relevanter auszuspielen und qualitativ hochwertige Beiträge stärker zu verbreiten.

Wir sehen: Die Branche ist in Bewegung. In diesem Sinne wünsche ich viel Interesse an diesen vielfältigen Veränderungen in meinen Gedankenspiele-Lesetipps.

In eigener Sache.

  • Im Interview: Sind soziale Medien tot?
    Kürzlich durfte ich der FUNKE Mediengruppe ein Interview geben. Zu einem meiner Kernthemen bzw. zur Frage: „Sind soziale Medien tot?“. Das Ergebnis: Ein Artikel über schöne Ideen, veränderte Algorithmen, eigenständige KI-Influencer, Fernsehen 4.0, die Frage nach echt und unecht, den Fluchtort Communitys, über Bauchschmerzen und ein Buch, das heute noch relevanter ist. Leider.
  • Ein Brief an die Politik: Warum ein Social-Media-Verbot viel zu kurz greift.
    Seit vielen Monaten wird diskutiert, ob Social Media für junge Erwachsene verboten werden sollte. Dabei ist Deutschland nicht allein. Ich habe meine Zweifel, dass uns ein Verbot weiterbringt – und habe deshalb einen Brief an die Politik geschrieben: Mit Hinweisen in 5 Punkten.

3 Studien rund um Social Media.

  • BBC-Studie: Meta und TikTok pushen toxische Inhalte
    Laut BBC-Recherche und Insider-Interviews fördern Meta und TikTok problematische Inhalte bewusst, um ein Engagement zu steigern. Solche Inhalte werden deutlich häufiger geteilt bzw. mit ihnen interagiert. Der Grund, wie ich auch im Buch schreibe: Die Plattformen wollen uns möglichst lange halten, um uns Werbung einzuspielen.
  • Australien: Nicht Social Media sondern KI ist die Herausforderung
    Seit 100 Tagen ist Social Media für Jugendliche in Australien verboten – mit Folgen für junge Menschen wie für Marketer. Welches Zwischenfazit lässt sich aus diesem derzeit „größten sozialen Experiment der Digitalwirtschaft“ ziehen, wie Christian Cohrs schreibt? Dazu hat OMR mit den Stanford Forschern gesprochen, die das Gesetz mit einer Studie begleiten. Dabei wird klar: KI – neben Gaming – ist die eigentliche „aktuelle Herausforderung“.
  • Metricool: Fast jeder zweite Social-Media-Manager erlebt Burnout
    Jeder 2. Social Media Profi berichtet von (Fast)-Burnout-Erfahrungen. Dies ist das Ergebnis des „Social Media Well-Being Report“ von Metricool, wozu knapp 1.000 Personen befragt wurden. Solche Studien machen mich nachdenklich. Gerade als Trainer vieler Social-Media-Leute. Vor allem verdeutlicht sie, wie wichtig eine weitere Professionalisierung der Branche ist und dass Social Media kein Job für nebenher ist.

Strategien in digitalen Zeiten.

  • Strategie: Warum die Führung dabei sein muss
    Social-Media-Strategien sollten nicht ohne die Führungsebene entstehen, schreibt Jens Wiese. Ansonsten wird die Perspektive rein auf die Plattformen und der Fokus auf Kennzahlen wie Reichweite, Engagement oder Follower-Wachstum gelegt. Dabei muss klar werden, wie sie auf die eigentlichen Unternehmensziele einzahlen. Guter Beitrag, der sich mit meiner Denke deckt.
  • 50plus: 6 Lebensrealitäten statt 1 Zielgruppe
    Die Generation Ü50 ist größte Konsumentengruppe und zentraler Wachstumstreiber der Wirtschaft. Und doch werden die Ü50-Jährigen häufig in eine vereinheitliche Zielgruppe geworfen. Ein Fehler angesichts vielfältiger Lebensrealitäten. Ein neues Persona-System mit 6 Entscheidungslogiken könnte dies bei der nächsten Strategie vermeiden.

Corporate Influencer Mehrwert statt KI-Content.

  • Warum ein Drittel aller Corporate-Influencer-Programme scheitert
    Ich bin ein Fan von CI-Programmen. Trotzdem – und auch dies beobachte ich regelmäßig – scheitern viele Programme. Warum? Weil die Relevanz des Zugehörigkeitsgefühls zum Unternehmen als Top-Faktor unterschätzt wird. Ohne starke Unternehmenskultur funktioniert kein Programm, wie Julian Steigerwald auf Basis einer Befragung beschreibt. Stattdessen benennt er 5 Erfolgsfaktoren.
  • Mit welchen Themen Corporate Influencer Expertise sichtbar machen
    „Am Ende zählt fast immer eins: die persönliche Perspektive. Das, was Corporate Influencer sehen, erleben, entscheiden, empfehlen (und warum) ist interessant für die Leserinnen und Leser“, schreibt Juliane Howitz über wertvollen Content. Schließlich seien sie keine Echokammern für Unternehmensbotschaften, sondern Menschen mit Expertise, Haltung und Stimme. Danke für die klaren Worte.

Tiefgang für Wissenssuchende.

  • GEO: Sichtbarkeit in KI verstehen
    „GEO ist kein Ersatz für SEO, sondern eine konsequente Weiterentwicklung“, schreibt Martin Grahl. „Wer in KI-Systemen sichtbar sein will, braucht SEO als Fundament – angefangen bei einer technisch sauberen Website und gut aufbereitetem Content.“ Über 4 Säulen – Analyse, technische Optimierung, Content-Erstellung, OffPage Aktivitäten – lässt sich solch eine GEO-Strategie umsetzen.
  • E-Mail-Marketing: Neuer BVDW-Leitfaden erschienen
    Worin bestehen die Grundlagen für erfolgreiches E-Mail-Marketing? Und wie verändern der steigende Einfluss von KI und datenbasierte Kommunikation den traditionellen Kanal? Zu den Fragen hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) einen neuen Leitfaden für erfolgreiches E-Mail-Marketing publiziert, der sich hier herunterladen lässt.
  • Reddit Ads: Wichtige Grundlagen für Einsteiger
    Viele Marketingteams konzentrieren sich bei Social Ads auf Plattformen wie Instagram, LinkedIn oder TikTok. Dabei übersehen sie die größte Community-Plattform der Welt: Reddit. Dabei steht hier der Austausch von Wissen und Erfahrungen im Fokus – gerade über zahlreiche Communities. Was Reddit Ads sind, wie sich diese einsetzen lassen und was dabei zu beachten ist, beschreibt dieser Beitrag.
Gedankenspiele: 10 Lesetipps u.a. zum Schreiben erfolgreicher Texte

Meine Gedankenspiele: 9 Lesetipps über Vorsätze und den Umgang mit KI

Happy new Year!

Der Januar ist schon ein merkwürdiger Monat. Wir tun alle so, als ließe sich mit einem frischen Kalender gleich ein frisches Ich installieren. Denn der Januar ist der Monat der großen Vorsätze. Der Haken: Spätestens im Februar oder März werden diese Vorsätze wieder einkassiert.

Während wir noch an den How-to-Listen schreiben, neue Gewohnheiten planen und wieder verwerfen, haben die Algorithmen und die KI das Netz um uns herum enger gezurrt. Sie kennen unsere Vorsätze schon, bevor wir sie selbst formuliert haben. Und sie schlagen uns per KI gleich die optimierte Variante davon vor – inklusive Zeitplan, Tonalität und Chancen-Risiken-Abwägung.

2026 wird ein Jahr sein, in dem (digitale) Kommunikation noch weniger Zufälle kennen wird. Unser Verhalten wird stärker analysiert, Inhalte präziser ausgespielt, die Stimmen synthetischer, Bilder und Videos unechter, Antworten weniger menschlich. KI wird immer stärker zu einem Agenten, der für uns handelt. Nur: Wer final die Richtung vorgibt – wir oder die KI -, liegt weiterhin bei uns.

Gleichzeitig wächst die Sehnsucht nach dem Ungeplanten, dem Eigensinnigen, dem Echten, dem Persönlichen, das nicht aus einem Prompt gefallen sein kann. Wenn Authentizität das Wort des Jahres 2026 würde, das wäre das nicht überraschend.

Passend dazu schlug mir die KI kürzlich als Vorsatz für das Jahr 2026 vor: „Nicht lauter zu werden, sondern klarer. Nicht mehr zu senden, sondern besser zu sagen, was gemeint ist.“ Doch dazu müssen wir vor allem eines: noch mehr zuhören, uns zurückhalten und uns auf andere Meinungen einlassen – auch wenn es manchmal schwerfällt.

Ausblick: In eigener Sache.

  • 7 Trends + 7 Strategien für das Jahr 2026.
    Wir leben heute immer stärker in einer von KI und Algorithmen geprägten Kommunikationszeit. Welche strategischen Konsequenzen sollten wir aus dieser Entwicklung ziehen? Für unsere Aktivitäten in den digitalen Medien? Auf Basis von 7 aktuellen Trends schlage ich 7 Strategien für 2026 vor. Ein Social-Media-Gedankenspiel zum Jahreswechsel.

Von Studien und Strategien.

  • Studie: Warum Jugendliche die Lust an Social Media verlieren
    Sucht, Aggression, Hass: Das sind die Gründe, warum immer mehr Jugendliche in Deutschland freiwillig aus den Social-Media-Kanälen aussteigen. Laut einer Studie büßten Plattformen wie TikTok (-12%), WhatsApp (-8%), YouTube (-5%), Instagram (-1%) bei 16-18-Jährigen massiv an Reichweite ein.
  • Warum Social Media ohne klare Lead-Strategie ins Leere läuft
    Ich sage immer wieder gerne: Hört auf, eure Beiträge auf Likes, Fans und Follower auszurichten. Ihr müsst wirkliche Businessziele unterstützen. Ähnlich schreibt dies Jan Firsching, wenn er sagt: Ohne klare und qualitative Lead-Strategie läuft jedes Social Media Engagement völlig ins Leere: Also es geht um Adressen, Kontakte, Teilnahmen, Downloads.
  • Welche Rolle Personas bei einer LinkedIn Strategie spielen
    Ohne klare Ziele und Zielgruppen wird jede LinkedIn-Strategie ins Leere laufen. Doch welche Rolle gerade Personas bei einer LinkedIn-Strategie für Unternehmen spielen können und warum der Nutzen und nicht der Eigenblick im Fokus stehen muss, das erläutert dieser Beitrag.

Von den Einflüssen der KI.

  • KI-Dilemma: Was der McDonald’s-Shitstorm verrät
    Alle scheinen plötzlich alles Mögliche und dazu möglichst einfach mit KI machen zu wollen. Der Haken: Die Menschen lehnen KI-Content ab, weil die menschliche Wärme und die Emotionen fehlt: So lässt sich das KI-Dilemma aktuell beschreiben. Diese Authentizitätsfalle der Marketingbranche erklärt Andreas Marx anhand des grusligen Weihnachtsspots von McDonald’s.
  • Beispiel: Wie und welche Inhalte liest eine KI?
    Wie liest eigentlich die KI die eigenen Inhalte? Hanns Kronenberg von Chefkoch macht an einem deutlich, dass KI keine kompletten Seiten liest. Vielmehr sucht sie sich kleine Textpassagen aussucht und übergibt nur diese „Chunks“ an das LLM. Dabei macht er deutlich, wie dadurch eine Seite sowohl für GEO als auch für SEO relevant sein kann.

Von Instrumenten und Tools.

  • 360Brew: Wie LinkedIns neue Sortier-KI ticken soll
    Über Algorithmen habe ich schon häufiger geschrieben: Doch mit dem KI-Model 360Brew plant LinkedIn ein Update, das Inhalte künftig semantisch und nicht mehr nach Interaktionen beurteilt. Franziska Bluhm schreibt: „Nicht der lauteste Post gewinnt, sondern der relevanteste. Nicht Viralität zählt, sondern das, was inhaltlich passt.“ Es geht also um eine thematische Positionierung, um inhaltliche Konsistenz und um klare Haltung.
  • Wie man ein Corporate Influencer-Programm richtig aufsetzt
    Auch wenn CI-Programme aktuell in Mode sind, denken noch viele Organisationen gerade über ein solches Programm erst nach: für mehr Sichtbarkeit, höhere Glaubwürdigkeit, mehr Vertrauen durch die Stimmen der Mitarbeitenden. Doch wie sollte ich vorgehen? Dieser Beitrag zeichnet den Weg nach: von der Ausgangslage und Erwartungsklärung über Rollen bis zum Stakeholder-Management.
  • Wie ein Redaktionsplan die Social-Media-Planung 2026 erleichtert
    Er zählt zu meinen bevorzugten und am häufigsten empfohlenen Tools: der Social-Media-Planer von t3n. Schließlich liefert er einen prima Überblick über alle Aktivitäten und einfach lässt er sich auf die eigenen Abläufe anpassen. Jetzt gibt es die neueste Version zum kostenlosen Download.
Gedankenspiele: 10 Lesetipps u.a. zum Schreiben erfolgreicher Texte

Gedankenspiele: 10 Lesetipps zu den besonderen Herausforderungen im Jahre 2026

Auch wenn das Jahr 2025 noch nicht zu Ende ist, so deuten sich schon jetzt größere Veränderungen für das kommende Jahr an – Stichwort Sichtbarkeit. Vor allem 3 Fragen fallen mir dazu ein:

  • 1. Kommt in der EU das Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren? Das Vorbild Australien und bedenkliche Studienergebnisse scheinen einige Politikerinnen und Politiker gerade wach zu rütteln. Doch wie wäre es mit einer Investition in digitales Wissen für alle?
  • 2. Sorgt die KI für den finalen Sargnagel für Social-Media-Inhalte, in dem Fake-Content, AI-Videos und KI-Kommentare die menschliche Authentizität ersetzen? Oder begreifen wir endlich, dass es doch um unsere Unternehmen, unsere Marken, um uns als Menschen geht?
  • 3. Bekommen wir in Zeiten von KI, von immer strengeren Algorithmen und von immer stärker boomender Werbung überhaupt noch Sichtbarkeit mit unseren Inhalten? Oder sind viele Ex-Menschenkanäle endgültig zu reinen Werbesäulen geworden?

Zu Fragen wie diesen habe ich meinen Newsletter wieder mit 10 lesenswerten Beiträgen vollgepackt. Und auch wenn sich viele Fragen nicht eindeutig beantworten lassen: Es ist höchste Zeit für uns alle, dass wir uns darüber eigene Gedanken machen. Schließlich geht es um unsere Kommunikation, um unseren Austausch, um unsere Beziehungen.

In eigener Sache.

Über das finale Ende von Social Media.

  • Warum KI ein Abgesang auf Social Media ist
    KI-Inhalte sind der »Sargnagel« für Social Media, schreibt Christian Jakubetz. Weil die KI massenweise billigen (Fake-)Content und Kommentare produziert und damit die ursprüngliche Idee der menschlichen Vernetzung ad absurdum führt, wie ich auch in meinem Buch geschrieben habe. Landen wir in einem KI-getriebenen Perpetuum mobile? Drastische, aber wahre Worte. Danke dafür, Christian.
  • Wie stark Social Media Sucht verbreitet ist
    Immer mehr Menschen zeigen Suchsymptome bei der Social-Media-Nutzung. Dies ist das Ergebnis des deutschen Gesundheitsbarometers, zudem 20.000 Personen ab 18 Jahren untersucht wurden. Danach zeigen 28% suchtartige Tendenzen quer durch alle Altersstufen. Bei den Unter-20-Jährigen sind sogar über 50% betroffen, bei den 20-39-Jährigen auch noch 35%.
  • Kommt das Social-Media-Verbot für Jugendliche in der EU?
    Wie lassen sich gerade Kinder und Jugendliche vor den Gefahren auf den Social-Media- und KI-Plattformen besser schützen? 2026 dürfte eines der wichtigsten Jahre für neue Regeln werden, gerade falls die EU dem australischen Vorbild folgen würde. Aber bringt uns ein Verbot alleine weiter?

Über die Suche nach Sichtbarkeit und Reichweite.

  • Wie Du auf LinkedIn Reichweite mit Emotionen erzielst
    »Je emotionaler Deine Postings sind, desto größer ist Deine Reichweite auf LinkedIn.« Doch was nützt eine Aufmerksamkeit, die nicht auf die eigene Positionierung einzahlt? Aber wie erhalten fachliche Postings wirkliche Reaktionen? Klaus Eck hat 12 strategische Tipps formuliert – zu Tiefe und Wahrnehmung, zu Expertise und Personality und zu Relevanz.
  • Wann Webseiten von der KI zitiert werden
    Die neue Währung für Sichtbarkeit in der KI-Suche heißt Citations, Erwähnungen, Quelle sein. Doch was ist dafür zu tun? Sistrix hat 100 meistzitierte Webseiten analysiert. Das Gemeinsame: Alle sind als Sammlung von Antwort-Bausteinen konzipiert, bilden eine fachlich glaubwürdige, aktuelle Quelle und sind für Maschinen gut lesbar.
  • Warum sich KI-generierte Inhalte nicht von der Masse abheben
    Wie kann ich mich als Marke von diesem »Meer der Gleichheit« abheben, wenn KI-generierte Inhalte das Internet überschwemmen? Individueller Stil und Authentizität für die Markenidentität werden immer stärker zum Sichtbarkeitsfaktor. Dies verdeutlicht Justin Pohl in diesem Beitrag.

Über die Rollen von PR und Content-Marketing

  • Welche Rolle Content-Marketing im KI-Zeitalter spielt
    »Sprachmodelle werden niemals in der Lage sein, individuelle, kreative, qualitativ hochwertige Texte zu liefern«, blickt Thomas Knüwer im PR Report skeptisch auf die KI-Entwicklung. Sie helfe eher Unternehmen, schlechte in mittelmäßige Kommunikation zu verändern. Für wirkliche Sichtbarkeit benötigen sie dagegen eine durchdachte Content-Strategie.
  • Wird PR zur Schlüsseldisziplin für LLM-Sichtbarkeit?
    Viele Empfehlungen in den KI-Suchmaschinen basieren auf Quellen, die Vertrauen und Reputation in sich vereinen. Genau hier spiele die PR eine große Rolle, schafft sie diese Autorität, indem sie Marken in journalistischen und thematischen Ökosystemen platziert, heißt es in der Marketingbörse. Beginnt ein neues PR-GEO-Zeitalter?
  • Welche Pressebereiche sind gut aufgestellt?
    Was macht einen erfolgreichen Pressebereich aus? Damit Medienvertreter schnell relevante Informationen finden und die Inhalte selbst eine hohe Sichtbarkeit erhalten? Der MR Benchmark Report hat sich Presseportale deutscher Unternehmen angesehen. Wer sich an den Top 5 mit E.ON an der Spitze orientiert, geht den guten Weg.

Warum Corporate Influencer (nur) die Vorhut bilden.

Warum Corporate Influencer (nur) die Vorhut bilden.

Corporate Influencer Programme boomen derzeit kräftig. Und trotz der Erfolge bin ich der Überzeugung, dass Corporate Influencer eigentlich nur die Vorhut bilden – vor einer viel größeren Aufgabe: der Motivation aller Mitarbeitender. Warum ich so denke und welche Rolle die Corporate Influencer in diesem Prozess spielen, erzähl dieses kompakte Gedankenspiel.

In vielen Unternehmen, Institutionen, Agenturen wird aktuell das Thema Corporate Influencing diskutiert; der Aufbau von Markenbotschafterinnen und -botschaftern überlegt und geplant; passende Inhouse-Programme sorgfältig konzipiert, ausgerollt, hinterfragt. Einfach gesagt: Corporate Influencing zählt aktuell sicherlich zu den wichtigsten Trends in der Kommunikationsbranche, der auf allen großen Panels zur Sprache kommt. Auch ich habe ihn in meinem letzten Buch »Das Ende von Social Media« als einen Ausweg aus dem Social Media Dilemma definiert.

Boom von Corporate Influencer Programmen

Und diese Begeisterung, dieser Elan, die Idee hinter dem Begriff ist vollkommen berechtigt – als eine Lösung von gleich mehreren Kommunikationsproblemen. Schließlich

  • folgen Menschen lieber Menschen und nicht Unternehmen,
  • haben Mitarbeitende eine größere Glaubwürdigkeit als die Unternehmen und ihr Führungspersonal, wie das Edelman Trust Barometer und andere Studien jedes Jahr neu belegen;
  • erhalten Beiträge von Menschen – gerade auf LinkedIn und Facebook – deutlich mehr Sichtbarkeit, während Unternehmensbeiträge schlichtweg in die Bedeutungslosigkeit fallen. Genau dies machen der LinkedIn Algorithm Report von Richard van der Blom und andere Studien Jahr für Jahr deutlich.

Kein Wunder, dass die Zahl der Corporate Influencer Programme in der DACH-Region boomen. Dies lässt sich an vielen Stellen erkennen: Vermehrte eigene Corporate Influencer Projekte, viele Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen, wachsende Zahl an Fachbeiträgen zählen ebenso dazu wie die Corporate Influencer Map von Schaffensgeist und die steigenden Mitgliederzahlen in der LinkedIn-Gruppe Corporate Influencer Club meines geschätzten Kollegen Klaus Eck.

Aber warum dann nur die Vorhut?

Trotz, aber auch gerade wegen dieses Wachstums bin ich überzeugt, dass Corporate Influencer nur die Vorhut bei dieser kommunikativen Herausforderung bilden. Denn diesen Ansatz – der Unternehmens-Account als Basis, die privaten Accounts als aktive Player – müssen wir auf im Grunde auf alle Mitarbeitende ausdehnen. Zumindest auf alle diejenigen, die bereit sind, ihre privaten Accounts für Company-Themen zu öffnen. Und dies sind immer mehr.

Gehen wir mal davon aus, dass Unternehmen gerade auf LinkedIn und Facebook in den kommenden Jahren ihre Sichtbarkeit komplett einbüßen werden. Zumindest, was organische Beiträge betrifft. Ihre Sichtbarkeit erreichen sie künftig rein über Werbung, wozu Meta, LinkedIn, YouTube & Co. ja auch fleißig neue Formate entwickeln und uns nahebringen. Oder sie benötigen sehr aktive Mitarbeitende.

Vielfältige Gründe

Wie stark sie benötigt werden, das zeigen allein drei Argumente:

  • Wenn die klassischen Medien weiterhin so stark an Reichweite und Wahrnehmung verlieren, werden gerade mittelständische und größere Unternehmen immer mehr Themen über Business-Plattformen wie LinkedIn & Co. (okay, eine Alternative zu LinkedIn gibt es leider gerade kaum) – spielen wollen bzw. müssen. Doch bei immer mehr Themen benötigen sie immer mehr Menschen, die die Themen sowohl auf den Plattformen verbreiten als auch bei realen Events vertreten. Schaffen das die Corporate Influencer und die aktiven Führungskräfte allein?
  • Wenn immer dieselben Personen Beiträge der Organisation setzen, teilen, kommentieren und in eigenen Beiträgen aufgreifen, wird dies den Algorithmen schnell auffallen. Dies wird wiederum mit Sicherheit zu Lasten der Sichtbarkeit bei den Accounts bzw. bei den Themen gehen. Benötigen wir deswegen nicht immer mehr Menschen innerhalb der Organisation, die Themen setzen und mit den gespielten Themen interagieren?
  • Wenn die Corporate Influencer innerhalb der Organisation die Social-Media-Plattform in ihrer Arbeitszeit aktiv bespielen und bedienen dürfen, schaffen wir dann nicht eine interne Zweiklassengesellschaft – gerade in Unternehmen, die eher restriktiv mit dem Thema Social Media umgehen? Davon kenne ich einige. Und wenn wir bedenken, dass schon heute viele „normale“ Mitarbeitende skeptisch auf die Arbeit von Social Media Abteilungen und Corporate Influencer blicken, ob die wirklich etwas zum Ziel des Unternehmens beitragen: Würde eine Einbindung weiterer Mitarbeitenden nicht helfen, dieses Misstrauen schrittweise abzubauen?

Das Ende von Corporate Influencing?

Ich sehe schon heute, wie einige Unternehmen den Begriff Corporate Influencer immer größer sehen und genau in die Richtung denken, die ich hier beschreibe. Aber ist dies der Anfang vom Ende von Corporate Influencern? Ganz und gar nicht.

Ähnlich wie bisher die Corporate Influencer werden wir dazu auch alle anderen „willigen“ Mitarbeitenden schulen müssen. Genau in diesem Schulungs-, Vermittlungs- und Lernprozess nehmen wiederum bestehende Corporate Influencer die Vorhut ein – in ihrer Rolle als interne Influencer und Gesprächspartnerinnen, als Enabler und Multiplier, als Überzeuger und Vertiefer. Ich würde sogar so weit gehen: Ohne ihre aktive Einbindung wird dieser unternehmensweite Prozess sicherlich scheitern.

Auf diesem Weg wird Corporate Influencing dann ein noch stärkeres Element der Unternehmenskultur, da es künftig (fast) alle Mitarbeitende betrifft. Dafür werden sich Unternehmen wiederum noch stärker öffnen müssen und ihren Mitarbeitenden vertrauen – und zwar möglichst allen bereiten Mitarbeitenden. Und davon sind viele Organisationen (leider) noch weit entfernt.

Spannende Zeiten

Vielleicht denke ich gerade schon etwas zu weit. Und niemand weiß genau, wie sich LinkedIn und andere Plattformen gerade in KI-Zeiten konkret entwickeln. Nur eines bleibt sicher: Die kommunikative Verantwortung von Mitarbeitenden für ihre eigenen Unternehmen wird größer. Und dies sind wirklich spannende Zeiten, die da auf uns Kommunikationsleute zurollen.