Schreiben im Umbruch – in Zeiten von KI.

Schreiben im Umbruch – in Zeiten von KI.

Anfang März 2026 erschien unser neues Buch „Besser Texten mit Kopf und KI“. Damit legen wir – Kai Heddergott und Dominik Ruisinger – einen Leitfaden für das Neue Schreiben in Zeiten von KI vor.

Dieser längere Beitrag ist die gekürzte und angepasste Version der Einleitung – als kleiner Lustmacher auf das Buch. Weitere Infos samt Leseprobe finden sich ansonsten auf der Unterseite zum Buch, aktuelle News auf der Webseite „Neues Schreiben“.

Die Einleitung zu „Besser Texten mit Kopf und KI“.

Im April 2025 wurde ein internes Memo von Shopify bekannt. Unter dem Titel „AI Usage is now a baseline expectation“ forderte CEO Tobi Lütke die Manager des Unternehmens auf, vor der Einstellung neuer Mitarbeiter die KI als Alternative zu bedenken. Sein Appell: „Bevor wir nach mehr Personal und Ressourcen fragen, müssen die Teams nachweisen, warum sie das, was sie wollen, nicht mit KI erreichen können“, schrieb Lütke in einem bald weltweit kursierenden Memo.

Das Beispiel des kanadischen E-Commerce-Unternehmens macht deutlich, wie KI zu einer kollektiven Gesamtkompetenz wird, die fast jeden Menschen und jeden Bereich betrifft. Denn Shopify ist kein Einzelfall. In immer mehr Unternehmen sollen Mitarbeitenden deutlich machen, welchen Mehrwert sie im Vergleich zu einer KI zu bieten haben.

Der Umgang mit transformativer Technologie

Schon 2023 hatte der Wirtschaftswissenschaftler Richard Baldwin auf dem World Economic Forum den Satz geprägt: „Nicht künstliche Intelligenz wird euren Job übernehmen, sondern jemand, der weiß, wie man KI nutzt.“ Dieser Satz wurde seitdem in vielen Formen weitergespielt, um die KI als zentrale Kompetenz in der privaten wie insbesondere in der Business Welt zu betonen. Baldwin selbst sah übrigens die Ängste als unbegründet, dass KI die Menschen ersetzen würde; aber nur solange die Menschen über das Wissen und die Fähigkeiten verfügten, die transformative Technologie effektiv zu nutzen. 

Vor diesem Hintergrund erscheint es fast absurd, wenn einige Menschen darauf hoffen, dass die KI für sie die Arbeit macht. Diese sollten sich am besten schon heute um einen neuen Job kümmern. Schließlich liefern sie perfekte Argumente, warum man nicht auf KI, aber dafür auf den Menschen verzichten sollte. Die Kernfrage muss stattdessen lauten: Wie kann mich die KI bei meiner eigenen Arbeit unterstützen? Die Zukunft gehört also der strategischen Mischung aus menschlicher Kreativität und technologischer Innovation – in Form einer Co-Creation.

Zwischen Effizienz und Authentizität

Gerade generative KI ist längst weit mehr als ein Trendthema, sondern Bestandteil der Arbeitsrealität. Sie verändert grundlegend die Arbeit von Kommunikation, von Marketing, von Textern. Laut Canva State of Marketing & AI Report 2025 setzen in Deutschland über 90 Prozent der Marketer auf KI-Tools. Sie profitieren von mehr Effizienz, hilfreichen Impulsen und gesteigerter Kreativität – gerade in dynamischen Zeiten, in denen Texter oft unter starkem Zeit- und Ergebnisdruck stehen. Bei ihrer Arbeit müssen sie verstehen, wie sie KI-Chatbots wie Gemini, ChatGPT, Le Chat oder Claude effektiv nutzen, um gemeinsam Texte zu konzipieren, zu schreiben, zu optimieren. Wer KI dagegen ignoriert, ignoriert den sicheren Wandel.

Viele schreiben schon vom Ende des Journalismus, vom Ende der menschlichen Texter, von der einzigen Textmacht namens KI. Andere fragen sich, ob die von der KI erstellten Informationen korrekt sind? Ob die eigene Authentizität gewahrt bleibt? Welchen Mehrwert persönliche Erfahrungen in Texten überhaupt noch haben?

Textliche Co-Creation

„The key is to draw the line at getting gen AI to help with your writing, not do your writing for you“, so die Datenjournalistin und Autorin Alexandra Samuel in ihrem Beitrag in der „Harvard Business Review“. Wenn der Schlüssel darin liegt, die KI dazu zu bringen, beim Schreiben zu helfen und nicht das Schreiben zu übernehmen, wird die KI zur Helferin statt zum Ersatz des Menschen. Oder wie es in dem Beitrag weiter – hier übersetzt – heißt: „Wer die KI als Schreibwerkzeug geschickt einzusetzen weiß, wird tatsächlich ein besserer Autor und Denker, den KI nicht einfach ersetzen kann.“

Darum werden wir in diesem Buch auch nicht beschreiben, wie KI uns als Texter, Autoren oder Journalisten, Kommunikations- und Marketingleute überflüssig macht. Wir zeigen vielmehr auf, wie der Mensch mit der KI als Sparringspartnerin bessere Texte, Beiträge, Postings, Strategien entwickeln kann. Dies kann aber nur dem gelingen, der versteht,

  • wie die KI ihm als Assistentin zuarbeiten und damit unterstützen kann,
  • wie sie ihn immer besser verstehen lernen kann,
  • wie sie ihm hilfreiche Fragen stellen und Vorschläge machen kann,
  • wie sie ihm Feedback aus vielerlei Blickwinkeln geben kann,
  • und warum sie ihn aber nicht ersetzen wird.

Kapitel für Kapitel

„Schreiben ist Handwerk, keine Kunst“, schrieb 2022 der Journalist und ehemalige Leiter der Henri-Nannen-Schule Christoph Fasel in einem Beitrag für die Marketingbörse. Auch wenn er damals kaum die Entwicklungen im KI-Bereich vor Augen hatte: Dieses Handwerk gilt es heute weiterzuentwickeln oder teilweise neu zu lernen – gerade in dieser Co-Creation zwischen Kopf und KI. Genau das ist das Ziel unseres Buches.

„Besser Texten mit Kopf und KI“ ist folglich ein Leitfaden für ein neues KI-gestütztes Schreiben. Es richtet sich an Texterinnen und Texter, an Redakteurinnen und Redakteure, an Autorinnen und Autoren, an Kommunikationsexperten und Medienleute, an Content-Spezialisten und Social Media Kreative. Vor allem ist ein Buch für Menschen, die Freude haben, sich mit dem geschriebenen Wort zu beschäftigen und ihre Texte immer weiter zu optimieren.

Dazu werden wir im 2. Kapitel den Weg hin zu generativer KI kompakt nachzeichnen. Nah am Buchtitel erklären wir, wie eine künstliche Intelligenz Texte generiert und warum der Begriff „Textwahrscheinlichkeitsberechnungsmaschine“ so treffend ist. Zudem müssen wir auf unsere Verantwortung in dieser auch problematischen Partnerschaft eingehen.

In Kapitel 3 werden wir die Rollen beim neuen Schreiben definieren: Die Rolle des Menschen und die Rolle der KI als Sparringspartnerin sowie die notwendige Zusammenarbeit. Denn ein funktionierendes Tandem ist genau die Grundvoraussetzung, um gemeinsam bessere Texte zu erschaffen.

Viel wird heute über Prompten gesprochen: Ohne auf die unzähligen, sich ständig verändernden und abwechselnden Tools und Modelle einzugehen, entwickeln wir in Kapitel 4 ein sauberes Prompting-Framework. Dieses soll jedem Texter die notwendige Struktur beim Prompting geben.

Das Kapitel 5 liefert das Grundwissen zum Texten: Was machen gute Texte aus? Und wie sind diese zu strukturieren? Nur mit diesem Knowhow können wir später das gemeinsame Werk von Menschen und KI bewerten. In diesem Kontext müssen wir ebenfalls der Frage nachgehen, wie wir im aufgekommenen KI-Zeitalter noch Sichtbarkeit im Netz erhalten.

Das Framework als Buchkern

Das Framework des Neuen Schreibens in Kapitel 6 ist der Kern des Buches. Schritt für Schritt und Stufe für Stufe spielen wir die Entwicklung eines Textes durch; immer orientiert an der engen Zusammenarbeit von Kopf und KI und gesteuert von den unterschiedlichen Rollen, unserem Prompting-Framework sowie dem Textwissen.

Final setzen wir in Kapitel 7 das Text-Framework anhand von fünf Beispielen um. Damit wollen wir praxisnahe Vorlagen liefern, wie jeder Leser, jede Leserin selbst dieses Text-Framework des Neuen Schreibens für sich anwenden kann: Unabhängig davon, ob das Ergebnisprodukt ein Fachtext, ein Interview, ein Kommunikationskonzept, ein E-Mail-Newsletter, ein Social-Media-Beitrag oder ein Fachbuch sein soll.

Ein Thema im Experimentiermodus

„Man könnte meinen, es werde immer etwas einzigartig Menschliches geben, das KI einfach nicht nachbilden kann“, schreibt der Informatik-Professor David Duvenaud von der University of Toronto in seinem etwas dystopischen, aber gleichzeitig visionären Beitrag im Guardian. „Fähigkeiten, die menschlich schienen, wie der Umgang mit Mehrdeutigkeiten oder die Verwendung abstrakter Analogien, sind heute problemlos beherrschbar. (…) Mittlerweile ist klar, dass Maschinen soziale Fähigkeiten genauso erlernen können wie alle anderen.“

Wie weit sich dies auf das Schreiben von Texten ausdehnen wird, ist aus heutiger Sicht noch nicht final zu prognostizieren. Jedoch verdeutlicht dieses Zitat, dass wir uns in einem dauerhaften Experimentiermodus befinden, in einem reißenden, sich ständig weiterwindenden Fluss. Gerade das Thema Texten mit Hilfe von Kopf und KI wird sich Schritt für Schritt weiterentwickeln, auch wenn viele Entwicklungen in der Co-Creation zwischen Menschen und künstlicher Intelligenz schon sichtbar sind. Einige dieser bereits bekannten Pfähle wollen wir mit diesem Buch als Orientierung einschlagen.

Kleiner Dank an großartige Menschen

Last, but not least möchten wir uns bei den Weggefährten dieses Leitfadens für das Neue Schreiben bedanken: Bei unseren Gastautorinnen und Gastautoren Astrid Christofori, Lars Kroll, Wolfgang Reichelt und Tim Stelzer, die dem Buch wichtige Aspekte hinzugefügt haben. Bei dem Team um Frank Baumgärtner vom Schäffer-Poeschel Verlag für die wieder befruchtende und offene Atmosphäre bei Titel, Text und Struktur. Sowie bei den vielen teils erwähnten, teils unbekannten Autorinnen und Autoren, die mit ihren Beiträgen und Gedanken das Buch mitgeprägt haben.

Leseprobe zu „Besser Texten mit Kopf und KI“

Mit dem Buch „Besser Texten mit Kopf und KI“ haben Kai Heddergott und ich einen Leitfaden vorgelegt, der das Schreiben in Zeiten von KI deutlich erleichtern kann. Wir nennen es bewusst „das Neue Schreiben“.

Schließlich gehen wir davon aus, dass künftig kaum ein Text mehr ohne KI ausgekommen wird. Und dies ganz unabhängig davon, ob wir ausführliche Konzepte und Strategien planen, kompakte Social-Media- und insbesondere LinkedIn-Postings entwickeln, längere Blog- und Webseiten-Beiträge schreiben oder zielgruppengenau Interviews und Newsletter texten.

Wer sich kurz und kompakt in unser neues Buch einlesen will, für den stellen wir hier eine Leseprobe bereit.

»Das Ende von Social Media?« Ein Q&A zum neuen Buch.

»Das Ende von Social Media?« Ein Q&A zum neuen Buch.

Ist es jetzt wirklich das Ende von Social Media? Oder der Beginn von etwas Neuem oder Erneutem? Und warum müssen wir digitale Netzwerke neu denken? Vor 2 Monaten ist mein Buch »Das Ende von Social Media. Warum wir digitale Netzwerke neu denken müssen« erschienen. Seitdem durfte ich die Ergebnisse vielfach diskutieren: bei Workshops und Vorträgen, in Interviews mit Medien und in Podcasts sowie auch auf LinkedIn & Co. Dabei sind immer wieder ähnliche Fragen aufgeploppt.

Darum will ich diese Newsletter-Ausgabe heute mal dazu nutzen, einige Fragen rund um das Thema des Buches zu erörtern. Also eine Art kompaktes Q&A mit mir selbst. 😉 Weitere Informationen, Fakten, Medienresonanz & mehr gibt es weiterhin auf der laufend aktualisierten Microsite zum Buch.

1️⃣ Worum geht es in diesem Buch?

„Das Ende von Social Media“ ist weder Abrechnung noch düstere Prophezeiung. Es ist ein Aufruf an Unternehmen wie Menschen zu einem besseren Verständnis heutiger Kanäle, eine strategische Anleitung zu einem stärkeren integrierten Denken und Handeln und eine Anregung, wie eine bessere digitale Welt aussehen könnte. Dazu zeichnet es die Geschichte, die Veränderungen und die Konsequenzen im Social Web Schritt für Schritt nach. Einige Stichworte dazu habe ich in dieser Grafik auf Threads gesammelt.

2️⃣ Warum erscheint dieses Buch jetzt?

Die Social-Media-Kommunikation erlebt seit einigen Jahren einen fundamentalen Umbruch. Friends Graph, Follower-Community, People-Networking – all dies hat an Relevanz eingebüßt – und damit die soziale Komponente. Während wir früher persönliche Anliegen austauschten, konsumieren wir heute von Algorithmen kuratierten Content. Statt fachliche Einschätzungen finden wir teils per KI erstellte Antworten.

3️⃣ Bedeutet dies wirklich das Ende von Social Media?

Blicken wir dazu kurz in die Geschichte zurück: Menschen digital miteinander zu verbinden und unabhängig von Zeit und Ort einander näherzubringen, so lautete der ursprüngliche Gedanke von Social Media. Heute bestimmen jedoch Algorithmen und KI die Inhalte in unseren Feeds, der Faktor »menschlich« und »social« ist nicht mehr wahrnehmbar. Es ist damit ein Ende von Social Media – zumindest so, wie wir sie bisher kannten.

4️⃣ Was wäre ein alternativer Buchtitel gewesen?

»Abschied von den Menschen«. Weil wir immer unwichtiger werden, wenn es um die Inhalte in unseren Feeds geht.

5️⃣ Wie äußert sich dieses Ende?

Konsumieren statt Vernetzen, Beobachten statt Agieren, passives Entertainment statt aktiver Austausch, synthetische Inhalte statt authentische Dialoge, private Kommunikation statt öffentlicher Darstellung: Allein diese Gegenüberstellung verdeutlicht, wie stark sich die bisherige Social-Media-Kommunikation verändert hat und noch am Verändern ist. Algorithmen haben sich heute zu den wahren Gatekeepern der Inhalte entwickelt.

6️⃣ Warum haben sich die Plattformen Schritt für Schritt gewandelt?

Für die Plattformen ist es entscheidend, dass die Menschen möglichst lange verweilen, damit sie diesen möglichst viel Werbung einspielen können. Jedoch haben sie in den letzten Jahren – und spätestens mit dem Aufstieg von TikTok – festgestellt, dass sich die Menschen lieber länger mit passivem Entertainment als aktiv mit ihren Freunden und beruflichen wie privaten Connections beschäftigen.

7️⃣ Sind wir Menschen dann selbst an den Veränderungen schuld?

Die »Schuld« für diesen Change allein den Plattformen und deren kommerziellen Interessen zu geben, wäre auf jeden Fall viel zu einfach. Vielmehr tragen wir selbst durch unsere Veränderungen im Verhalten definitiv eine »Teilschuld« an diesem Wandel mit.

8️⃣ Lässt sich dieser Abschied der Menschen anhand von Zahlen nachweisen?

Aktuelle Studien wie der Social-Media-Atlas, die ARD-ZDF-Onlinestudie, GWI, Gartner & Co. verdeutlichen, dass der Höhepunkt der Social-Media-Nutzung überschritten ist. Während die Nutzerzahlen und die Verweildauer auch in Deutschland zurückgehen (Ausnahme TikTok), wollen immer mehr – auch jüngere – Menschen, ihren Social-Media-Konsum in der Zukunft einschränken. Andere ziehen sich verstärkt in ihre privaten Netzwerke und Räume zurück.

9️⃣ Was sind die Gründe für den Rückzug?

Die Menschen bemängeln auf der einen Seite, dass ihre Feeds heute vor allem aus Werbung und aus Empfehlungs-Content bestehen. Andererseits haben sie Fake News, Filter-Bubbles, polarisierende Inhalte und psychischen Druck satt. Dies hat dazu geführt, dass sie ihre öffentlichen Präsenzen schrittweise reduziert haben und sich fast nur noch in geschlossenen Communitys austauschen.

🔟 Was äußert sich dieser Rückzug ins Private?

Die Menschen teilen ihre Inhalte immer stärker in kleineren wie größeren, geschlossenen oder halböffentlichen Communitys, ihre Lieblingstools heißen dabei WhatsApp, Messenger und DM. In diesen fast privaten Räumen diskutieren sie mit Gleichgesinnten über ihre Interessen und pflegen einen freien, auf jeden Fall authentischen und mit Sicherheit nicht-kuratierten Austausch. Kein Wunder, dass heute Meta & Co. mit Channels in die privaten Räume vordringen wollen.

🔟 + 1️⃣ Gibt es nicht gute Alternativen zu den etablierten Netzwerken?

In den letzten Jahren boten sich mehrere Alternativen als dezentrale Netzwerke an: Doch ob zuerst zu Mastodon, dann zu Bluesky oder später zum ehrgeizigen Meta-Projekt Threads: als wirkliche Netzwerke für die breite Masse haben sie sich bis heute kaum etablieren können. Die Zeit der dezentralen Netzwerke benötigt wohl noch etwas Zeit.

🔟 + 2️⃣ Wie sollten Unternehmen darauf reagieren?

Organisationen müssen sich mit diesem Wandel intensiv beschäftigen, radikal umdenken, ihre Strategie neu ausrichten und deutlich integrativer denken. Sie müssen ihre eigenen Kanäle stärken, über die sie die Kontrolle haben; sie müssen ihre Mitarbeitende noch stärker zu vertrauensvollen Multipliern machen; sie müssen Social Media vor allem als paid digital media verstehen; sie müssen ihre Inhalte noch stärker auf Scanner und Skimmer ausrichten; und sie müssen sich daran machen, eigene Communitys zu ihren Fachthemen aufzubauen. Denn in Communitys liegt eines der großen Erfolgsrezepte der nächsten Jahre. In diesem LInkedIn-Beitrag bin ich auf 7 Punkte etwas näher eingegangen.

🔟 + 3️⃣ Wie könnte ein Neuanfang aussehen?

Anders gefragt: Wäre es nicht an der Zeit, sich wieder auf den sozialen und nicht auf den medialen Aspekt von Social Media zurückbesinnen? Wäre dann nicht vielleicht auch eine bessere digitale Welt möglich? Wenn wir den Social Media Gedanken wieder ernst nehmen, dann würden die Connections wieder die Überhand über die kommerziellen Interessen der Plattformen haben. Aber dies wird sich mit Sicherheit nur innerhalb von dezentralen Netzwerken realisieren lassen.

🔟 + 4️⃣ Weshalb sollte ich das Buch lesen?

Das Buch soll dazu beitragen, etwas mehr digitale Bildung rund um die digitalen Netzwerke zu verbreiten. Nur wer sich intensiv mit dem Aufstieg der sozialen Medien, den einzelnen Phasen der Entfremdung, unserer eigenen Mitschuld und den neuen Denkansätzen beschäftigt, wird sich als Privatperson oder als Unternehmen im digitalen Dickicht wohler fühlen. Ansonsten wird er oder sie sich in platten Stammtischen und in ja-sagenden Filterblasen verlieren.

#EndevonSocialMedia #Buch

Gedankenspiele: Wie der Social Media Wandel fortschreitet.

Gedankenspiele: Ein Ende, ein Anfang und viel Resonanz

die letzten 4 Wochen standen für mich im Zeichen meines neuen Buches. So hat »Das Ende von Social Media« bereits jetzt viel positive Resonanz erhalten. Das freut mich natürlich. Schließlich geht es mir immer darum, mit Büchern Gedankenanstöße für einen Weg der Veränderung zu geben und aus jedem Ende auch einen Anfang zu etwas Neuem zu machen.

Spannend zu beobachten ist in diesem Kontext, wie viele meiner Buchthemen derzeit in den Fachmedien auftauchen und die ich in diesen Gedankenspielen ausgreife. Alle unterstreichen die Kernaussage in meinem Buch, dass wir künftig viel integrativer denken müssen. Nur so werden wir wieder verstärkt Sichtbarkeit erreichen bzw. erhalten – für uns, unseren Content und damit für unsere Herzensthemen.

In eigener Sache: Medienresonanz zum Buch

  • Wer mich hören und sehen bzw. über mein neues Buch lesen will: Bei Deutschlandfunk Kultur, im Medienrot-Podcast und im Podcast D25 habe ich bisher über die Entwicklungen, die neuen Herausforderungen und das notwendige Umdenken gesprochen. Auch mehrere Expertinnen und Experten haben über das Buch berichtet.
  • Einen kommentierten Überblick („Pressespiegel“) über einige der bereits erschienenen Beiträge in Medien, in Blogs, in News-Kanälen und im Social Web habe ich hier erstellt.

2x Studien

  • Digital News Report: 11 Erkenntnisse zum Medienkonsum
    Wie werden Nachrichten konsumiert? Und vor welchen besonderen Herausforderungen stehen Medien? Einblicke liefert 1x/Jahr der Digital News Report des Reuters Institute for the Study of Journalism. Franziska Bluhm hat daraus 11 Erkenntnisse für Medienmacher formuliert. Kernaussage: »Wer online mit News Zielgruppen erreichen will, braucht eine Social-Media-Strategie und eine SEO-Strategie.«
  • PR-Trendmonitor: Welche Multiplier sind für PR-Profis relevant?
    Wer sind die wichtigen Multiplikatoren in der PR? Laut PR-Profis sind dies Journalistinnen und Journalisten. Übrigens mit großem Abstand. Dies ist das Ergebnis des aktuellen PR-Trendmonitors von news aktuell. Spannend: Während Social-Media-Promis überhaupt keine Relevanz haben, gewinnen Corporate Influencer zunehmend an Bedeutung.

3x Plattformen

  • Six Degrees bis Threads: Zeitreise durch die sozialen Netzwerke
    Schöne Frage unter Freunden: Welche sozialen Netzwerke gab es bisher? Einen Überblick habe ich natürlich in mein Buch integriert. Dieser t3n-Artikel stellt die bekanntesten Netzwerke der letzten 20 Jahre vor – von Six Degrees, über Jappy bis zu den heutigen Playern. Reddit, Tumblr, Vine, BeReal, Clubhouse, & Co. als Social Networks zu bezeichnen, halte ich dagegen für etwas gewagt.
  • BeReal: Lohnt sich für Marken ein Unternehmens-Account?
    Auch nach dem Verkauf ist BeReal mit rund 23 Mio. Nutzern eine interessante Plattform. Gerade durch die neuen Unternehmens-Accounts, die als RealBrands als separate Reiter im Feed erscheinen. Doch die Herausforderungen an Spontanität und Kontinuität sind enorm – gerade für das eigene Employer Branding.

4x Content

  • Instagram Insights: So optimierst du deinen Content
    Wie erfolgreich ist mein Instagram-Posting? Welchen Content sollte ich posten? Und wann am besten? Ich bin immer wieder überrascht, wie wenige sich intensiv mit den eigenen Instagram-Analytics auseinandersetzen. Denn dort finden sich viele Antworten. Was sich herauslesen lässt, wird hier erklärt.
  • Social Media: 7 Tipps für den Content unterwegs
    Gimbal, externe Mikrophone, Ringlichter, goldener Schnitt & Co.: Gerade Video-Content zu erstellen, muss nicht unbedingt schwer sein, wenn man einige Anregungen berücksichtigt. Dieser Beitrag liefert 7 Basis-Tipps.
  • SEO & KI: Ein Deep Dive in Chancen und platzende Träume
    »Mache großartigen Content und alles wird gut«, zitiert Andreas Werner John Mueller von Google. Und geht in seinem Text über KI und SEO tief in die Möglichkeiten ein: in die strategischen Chancen wie in die platzenden Träume vieler, mit schnell erstellten KI-Texten plötzlich Sichtbarkeit bei Google zu erhalten.
  • Personalisierung: 5 Ideen für das E-Mail-Marketing
    Welche Chancen bietet Personalisierung beim E-Mail-Marketing? Also bei Newslettern & Co.? Vielfältig. Jedoch wird dies nur dann gelingen, wenn man die persönliche Ansprache geschickt quer durch das ganze Medium und den Content zieht, wie diese kompakte Aufzählung zeigt.