Neue Stu­die #STIFTUNGDIGITAL: Wo ste­hen Stif­tun­gen im digi­ta­len Zeit­al­ter?

Neue Stu­die #STIFTUNGDIGITAL: Wo ste­hen Stif­tun­gen im digi­ta­len Zeit­al­ter?

Wo stehen Stiftungen kommunikativ im digitalen Zeitalter

Stu­die #STIFTUNGDIGITAL von Domi­nik Rui­sin­ger, 05/​2018

Wie pro­fes­sio­nell agie­ren Stif­tun­gen im digi­ta­len Zeit­al­ter? Wel­che Kanä­le beset­zen sie? Wie ver­hal­ten sich Stif­tun­gen spe­zi­ell im Social Web? Wel­che Stra­te­gien sind zu erken­nen? Fra­gen wie die­se stan­den im Zen­trum mei­ner neu­en qua­li­ta­tiv-quan­ti­ta­ti­ven Stu­die #STIFTUNGDIGITAL, die auf dem Deut­schen Stif­tungs­Tag 2018 (DST18)  in Nürn­berg heu­te erst­mals vor­ge­stellt wur­de.

Digi­ta­li­sie­rung und digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on haben die Stif­tungs­bran­che stark ergrif­fen. Stif­tun­gen befin­den sich heu­te in einem immer stär­ke­ren Chan­ge-Pro­zess. Die­sen soll­ten sie tief ver­in­ner­li­chen. Sie müs­sen sich dazu mit den Ver­än­de­run­gen aktiv beschäf­ti­gen und ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on bewusst dar­auf aus­rich­ten. Nur so wer­den sie in Zei­ten einen Con­tent Schocks zu ihren The­men sicht­bar blei­ben. Doch wie müs­sen sie dazu ihre digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on auf­stel­len?

Ich kann mich noch gut dar­an erin­nern, als vor ein paar Jah­ren dazu die Dis­kus­sio­nen began­nen und seit­dem immer inten­si­ver wur­den: Auf der einen Sei­te inner­halb unse­rer eige­nen klei­ne­ren Stif­tung, auf der ande­ren Sei­te mit Teil­neh­mern mei­ner Coa­chings und Trai­nings: Muss ich als Stif­tung in den digi­ta­len Medi­en über­haupt prä­sent sein? Wenn ja, wie und wo? Und wie steht es gene­rell um die Prä­senz von Stif­tun­gen im Inter­net und im Social Web?

Vor die­sem Hin­ter­grund habe ich zwi­schen dem 3. Quar­tal 2017 und dem 1. Quar­tal 2018 eine umfang­rei­che Stu­die durch­ge­führt, die sich über die­sen Link bestel­len lässt. Im Rah­men der Stu­die habe ich die Online-Prä­senz von ins­ge­samt 238 Stif­tun­gen anhand von rund 160 Kri­te­ri­en ana­ly­siert. Das heißt:
— Cor­po­ra­te Web­site
— Sicht­bar­keit in Such­ma­schi­nen
— Social Media Akti­vi­tä­ten sowie
— wei­te­re digi­ta­le Pro­jek­te.
Dar­un­ter befan­den sich 200 Stif­tun­gen bür­ger­li­chen Rechts sowie 17 Stif­tun­gen öffent­li­chen Rechts und 21 Stif­tungs­ver­ei­ne und ‑GmbH als Bench­mark. Zudem habe ich schrift­li­che Inter­views sowie ver­trau­li­che Gesprä­che mit gut einem Dut­zend Stif­tungs­ver­ant­wort­li­chen geführt, um wei­te­re Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen bezo­gen auf Stra­te­gie, Zie­len und Res­sour­cen zu erhal­ten.

Schluss­fol­ge­run­gen aus #STIFTUNGDIGITAL
Grund­sätz­lich las­sen sich fol­gen­de Schluss­fol­ge­run­gen aus den Stu­di­en­ergeb­nis­sen zie­hen:

Schlussfolgerungen zur Studie #stiftungdigital

Fazit zur Stu­die #stif­tung­di­gi­tal

  1. Stif­tun­gen müs­sen den Wan­del anneh­men.
    Vie­len Stif­tun­gen ist bewusst, dass sie in einem wirk­li­chen Chan­ge-Pro­zess ste­cken. Aber wirk­lich ange­kom­men sind sie im digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zeit­al­ter noch nicht. Sie müs­sen drin­gend ihr Zögern auf­ge­ben und pro­ak­tiv agie­ren.
  2. Stif­tun­gen benö­ti­gen eine digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie.
    Stif­tun­gen bezeich­ne­ten sich viel­fach als auf­ge­schlos­sen gegen­über digi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on. Nur: Vie­le ver­fü­gen bis­lang weder über ein Leit­bild, eine aus­ge­ar­bei­te­te Stif­tungs­stra­te­gie, wirk­lich mess­ba­re Zie­le. Die­se bestim­men aber ihre Zukunft ent­schei­dend mit.
  3. Stif­tun­gen brau­chen mehr Res­sour­cen.
    Die Akti­vi­tä­ten vie­ler Stif­tun­gen kran­ken an feh­len­den Res­sour­cen. Doch Zeit, Per­so­nal, Geld wer­den heu­te zum zen­tra­len Erfolgs­fak­tor. Ohne sie wer­den sie künf­tig kaum Sicht­bar­keit inner­halb des wach­sen­den Wett­be­werbs erhal­ten.
  4. Stif­tun­gen müs­sen sich fokus­sie­ren.
    Vie­le Stif­tun­gen ver­su­chen über­all mit­zu­spie­len. Doch Pro­fes­sio­na­li­tät zeigt sich auch dar­an, sich auf die Platt­for­men zu fokus­sie­ren, die sich stra­te­gisch und kon­ti­nu­ier­lich füh­ren las­sen. Manch­mal kann weni­ger mehr hei­ßen.
  5. Stif­tun­gen müs­sen ihr Schau­fens­ter moder­ni­sie­ren.
    Die Cor­po­ra­te Web­site soll­te das Schau­fens­ter jeder Stif­tung sein. Doch dies gilt bei wei­tem nicht für alle. Hier gilt es schnellst­mög­lich anzu­set­zen, um bestehen­de Sta­ke­hol­der an sich zu bin­den und neue Ziel­grup­pen zu errei­chen.
  6. Stif­tun­gen soll­ten Dia­log­an­ge­bo­te auf­bau­en.
    Online-Pres­se­be­reich und E‑Mail-News­let­ter sind zwei tra­di­tio­nel­le Dia­log­an­ge­bo­te. Doch bis­lang gehen nur weni­ge Stif­tun­gen damit pro­fes­sio­nell um. Ihnen muss bewusst sein, dass die­se Dia­log­an­ge­bo­te ohne pro­fes­sio­nel­le Pfle­ge nicht posi­tiv wir­ken kön­nen.
  7. Stif­tun­gen müs­sen Rele­vanz bie­ten.
    Die Mehr­heit der Stif­tun­gen ver­steht die Social Media Platt­for­men als Ein­bahn­stra­ße, als pure Infor­ma­ti­ons­ka­nä­le. Statt­des­sen sind es aber Dia­log-Ange­bo­te. Sie machen folg­lich nur für Stif­tun­gen Sinn, die regel­mä­ßig mit ihrer Com­mu­ni­ty inter­agie­ren. Dazu müs­sen sie ihren Fans Inhal­te mit Rele­vanz bie­ten.
  8. Stif­tun­gen müs­sen ihre Kanal­stra­te­gie über­den­ken.
    Face­book ist der zen­tra­le Social Media Kanal. Noch. Mit einem ver­än­der­ten Algo­rith­mus steigt der Druck, Bei­trä­ge zu bewer­ben oder ihre Com­mu­ni­ty zu akti­vie­ren. Daher soll­ten sich Stif­tun­gen ver­stärkt mit Grup­pen und eige­nen Con­tent-Platt­for­men – Cor­po­ra­te Web­site, Cor­po­ra­te Blog, Com­mu­nities etc. – beschäf­ti­gen.
  9. Stif­tun­gen soll­ten mutig sein.
    Meh­re­re Stif­tun­gen pro­bie­ren sich an inno­va­ti­ven Pro­jek­ten. Die­se Neu­gier soll­ten sie sich bewah­ren. Denn die­se bie­ten die Chan­ce, sich mit den Chan­cen wie den Gren­zen digi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on inten­si­ver bekannt zu machen. Auch als Inves­ti­ti­on für die Zukunft.

Leit­fa­den für die Stif­tungs­kom­mu­ni­ka­ti­on
Mit die­ser Stu­die woll­te ich auf der einen Sei­te einen Stand­ort­be­stim­mung durch­füh­ren. Auf der ande­ren Sei­te möch­te ich mit den Ergeb­nis­sen Stif­tun­gen wie unse­rer Anre­gun­gen lie­fern, wie sie den kom­mu­ni­ka­ti­ven Her­aus­for­de­run­gen im digi­ta­len Zeit­al­ter bes­ser begeg­nen kön­nen.

Wei­te­re Infos gefäl­lig?
=> Daten und Fak­ten.
=> Bestel­lung der Stu­die.
=> Kurz­be­schrei­bung sowie Inhalts­ver­zeich­nis.

Mei­ne Gedan­ken­spie­le: 10 Lese-Tipps aus dem Janu­ar

Mei­ne Gedan­ken­spie­le: 10 Lese-Tipps aus dem Sep­tem­ber 2017

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Gedan­ken­spie­le
Stu­di­en-Über­blick: Wie nut­zen Jour­na­lis­ten Social Media?

Stu­di­en-Über­blick: Wie nut­zen Jour­na­lis­ten Social Media?

Journalisten Social Media

Wie nut­zen Jour­na­lis­ten Social Media?

Wie gehen Jour­na­lis­ten mit den Social Media Platt­for­men um? Wie aktiv nut­zen sie die­se beruf­lich? Über wel­che Kanä­le errei­che ich sie am bes­ten? Wel­che Trends sind zu erken­nen? Fra­gen die­ser Art erhal­te ich regel­mä­ßig bei mei­nen Trai­nings und Coa­chings. Die Fra­gen sind stets ver­bun­den mit der Fra­ge: Wel­che rele­van­ten, aus­sa­ge­kräf­ti­gen und damit emp­feh­lens­wer­ten Stu­di­en gibt es dazu, um die eige­nen Aus­sa­gen zu bele­gen?

Im August 2014 hat­te ich in mei­nem alten Blog einen ers­ten Bei­trag geschrie­ben. Selbst wenn ich die­sen Bei­trag regel­mä­ßig mit neu­en Stu­di­en aktua­li­siert habe, ist es an der Zeit, hier im neu­en Blog einen neu­en Bei­trag zum The­ma zu set­zen. Schließ­lich ist die Zahl der Fra­gen seit­dem nicht zurück­ge­gan­gen. Ganz im Gegen­teil.

Auch die­ses Mal ver­su­che ich es wie­der mit einem klei­nen Crowd­sour­cing-Ansatz. Denn mit Sicher­heit ken­ne ich nicht alle Stu­di­en. Daher: Wer etwas weiß oder ent­deckt oder selbst erstellt hat, her damit — am bes­ten per Vor­schlag in den Kom­men­ta­ren. Wich­tig: Es sind nicht gene­rel­le Stu­di­en rund um das The­ma Medi­en­ar­beit und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ma­nage­ment wie die ECCO-Stu­die zur Zukunft des Jour­na­lis­mus oder der bekann­te Euro­pean Com­mu­ni­ca­ti­on Moni­tor gemeint, son­dern spe­zi­ell zum Ver­hält­nis bzw. Ver­hal­ten von Jour­na­lis­ten in den Sozia­len Medi­en.

Aber jetzt zu den weni­gen mir bekann­ten Stu­di­en und Umfra­gen für den deutsch­spra­chi­gen Raum:

Recher­che (2018)

news aktu­ell hat wie­der eine Ver­si­on ihrer belieb­ten Stu­die “Recher­che 2018” zum Recher­che-Ver­hal­ten von Jour­na­lis­ten publi­ziert. Dabei zeigt sich, dass Bil­der und Vide­os für die jour­na­lis­ti­sche Berichts­er­stat­tung immer wich­ti­ger wer­den. Das White­pa­per “Recher­che 2018: Mit visu­el­len Sto­rys in die Medi­en” zur gro­ßen Umfra­ge unter Jour­na­lis­ten lässt sich hier down­loa­den.

Social Jour­na­lism Stu­dy (2017)

CISION und die Can­ter­bu­ry Christ Church Uni­ver­si­ty fra­gen jähr­lich 3.000 Jour­na­lis­ten aus 11 Län­dern: Wie bewer­ten und nut­zen Jour­na­lis­ten Sozia­le Medi­en für ihre Arbeit? Infor­ma­tio­nen zur Stu­die sind hier erhält­lich, die Ergeb­nis­se für Deutsch­land der jähr­li­chen Stu­die las­sen sich – nach Anmel­dung – hier her­un­ter­la­den; das PR-Jour­nal hat die Ergeb­nis­se der Stu­die hier kom­pakt zusam­men­ge­fasst.

Medi­en Trend­mo­ni­tor (2017)

news aktu­ell und Fak­ten­kon­tor haben über 1.700 Jour­na­lis­ten nach ihren Her­aus­for­de­run­gen und ihrer heu­ti­gen Arbeits­wei­se befragt. Die Ergeb­nis­se der Befra­gung lässt sich kos­ten­los — nach Anmel­dung — hier her­un­ter­la­den.

PR und Jour­na­lis­mus (2017)

Die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­agen­tur PR von Hars­dorf hat unter dem Titel „Wie kann PR die jour­na­lis­ti­sche Arbeit der Fach­me­di­en best­mög­lich unter­stüt­zen“ 700 Jour­na­lis­ten aus Wirt­schaft, IT etc. befragt. Die Ergeb­nis­se sind hier ersicht­lich.

Zusam­men wach­sen. (2017)

Für die Stu­die „Zusam­men wach­sen.“ führ­te Mynews­desk im Juni 2017 eine quan­ti­ta­ti­ve Befra­gung von Jour­na­lis­ten und Kom­mu­ni­ka­to­ren aus 12 Län­dern u.a. aus Deutsch­land durch. Aus den 3.175 Ant­wor­ten lie­ßen sich die Sor­gen und Her­aus­for­de­run­gen für Jour­na­lis­ten defi­nie­ren: Fake News sowie die zuneh­men­de Macht von Sozia­len Medi­en. Laut 71% der Jour­na­lis­ten besitzt Face­book als Infor­ma­ti­ons­quel­le zu viel Macht. Das kos­ten­freie eBook lässt sich gegen eine E‑Mail hier kos­ten­los her­un­ter­la­den; eine Zusam­men­fas­sung ist hier zu lesen.

Recher­che 2016

news aktu­ell hat die neue Ver­si­on ihrer Stu­die “Recher­che 2016” zum Recher­che-Ver­hal­ten von Jour­na­lis­ten publi­ziert. Das White­pa­per zur Online-Befra­gung von gut 1.200 Jour­na­lis­ten lässt sich hier down­loa­den.

Recher­chie­ren 2015

Die Uni­ver­si­tät der Bun­des­wehr Mün­chen hat in der Stu­die “Recher­chie­ren 2015” rund 20.000 Jour­na­lis­ten zu ihrem Recher­che-Ver­hal­ten befragt. Die Ergeb­nis­se las­sen sich hier her­un­ter­la­den.

IAM-Ber­net Jour­na­lis­ten im Web (2015) + 2017

Wie nut­zen Jour­na­lis­ten Social Media? Was schät­zen sie an den Platt­for­men, wo haben sie ihre Zwei­fel? Nach 2002, 2005 und 2009 hat die Ber­net PR AG gemein­sam mit dem Insti­tut für Ange­wand­te Medi­en­wis­sen­schaft der ZHAW auch 2015 die Stu­die zu «Jour­na­lis­ten im Web» durch­ge­führt. Ergeb­nis­se sind als Online-Buch hier erhält­lich. Im Okto­ber 2017 ist die Ver­si­on 2017 der IAM Ber­net Stu­die zu Schwei­zer Jour­na­lis­ten im Web erschie­nen.

Test: Wel­che Chat­bots gibt es bis­lang bei uns?

Test: Wel­che Chat­bots gibt es bis­lang bei uns?

Ange­sichts der mas­siv gewach­se­nen Zahl an Unter­neh­men, die Whats­App als Info oder Ser­vice ein­set­zen, ließ sich das Jahr 2016 durch­aus als das „Whats­App-Jahr“ beschrei­ben. Das Jahr 2017 wird, so eine sicher­lich nicht ganz gewag­te Pro­gno­se, spä­ter als das „Chat­bots-Jahr“ bezeich­net wer­den. Und eini­ge wer­den auch bei uns bereits ein­ge­setzt.

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Hin­weis: Im April 2019 habe ich fast 40 Chat­bots getes­tet und eine neue und deut­lich erwei­ter­te Ver­si­on die­ses Chat­bot-Tests geschrie­ben. Die­se fin­det sich hier in mei­nem Blog!

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Seit Ende 2016/​Anfang 2017 hat die Zahl der vir­tu­el­len Assis­ten­ten kräf­tig zuge­nom­men, mit denen Unter­neh­men auf Messaging-Platt­for­men wie dem Face­book Mes­sen­ger Dia­lo­ge anbie­ten, Nach­rich­ten über­lie­fern und Ser­vice­leis­tun­gen über­neh­men. Oder dies zumin­dest ver­su­chen. Gera­de auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne gibt es bereits meh­re­re Tau­sen­de von Ange­bo­ten – von Wet­ter-Bots über News-Diens­te, per­so­na­li­sier­te Nach­rich­ten bis hin zu Mar­ken-Bots, die eCom­mer­ce-Ange­bo­te unter­stüt­zen sol­len.

Und in Deutsch­land?

Ein Blick in mei­nen täg­li­chen Feed-Rea­der und in mei­ne per­sön­li­chen Feeds auf Face­book, Twit­ter, Lin­kedIn & Co. machen deut­lich, dass sich kaum jemand NICHT zu den Bots äußert. Regel­mä­ßig wer­den neue Tools zur Erstel­lung von mehr oder weni­ger halb-pro­fes­sio­nel­len Chat­bots vor­stellt — ob sie jetzt Chat­fu­el, Many­Chat, Bot­si­fy, Bot­ma­ker oder – spe­zi­ell für die Finanz­bran­che – chat­bank hei­ßen.

Selbst wenn Chat­bots laut einer W3B-Stu­die bei jedem zwei­ten Deut­schen – noch – auf Ableh­nung sto­ßen, wer­den sie Schritt für Schritt vie­le Infor­ma­ti­ons- und Dienst­leis­tun­gen über­neh­men. Dies ist heu­te bereits deut­lich vor­her­seh­bar. Sol­che Mes­sen­ger Bots wer­den jedoch nur dann erfolg­reich sein kön­nen, wenn die ver­sen­de­ten Nach­rich­ten mög­lichst eng auf die indi­vi­du­el­len Inter­es­sen des Ver­sen­ders abge­stimmt sind und ihm wirk­li­chen Infor­ma­ti­ons- und Mehr­wert lie­fern.

IM ÜBERBLICK: Hie­si­ge Chat­bots

Welche Chatbots gibt es schon in Deutschland?

Blick in mei­nen Mes­sen­ger: Chat­bots im Test

Doch wel­che Unter­neh­men in Deutsch­land bzw. im DACH-Raum set­zen bereits auf Chat­bots? Die fol­gen­den vir­tu­el­len Hel­fer habe ich in den ver­gan­ge­nen Tagen alle per­sön­lich getes­tet und kurz kom­men­tiert. Dabei habe ich mich auf den Face­book Mes­sen­ger und auf Whats­App fokus­siert und damit span­nen­de exter­ne Ansät­ze wie den Nach­rich­ten-Chat­bot Resi oder inter­ne Lösun­gen via Three­ma zum Bei­spiel bei Daim­ler außen vor gelas­sen.

Die kur­ze alpha­be­ti­sche Lis­te, die auch von einer Face­book-Grup­pen­dis­kus­si­on inspi­riert ist, ist nur ein Anfang. Künf­tig wer­de ich ver­su­chen, die­se kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­zu­füh­ren und zu erwei­tern, sobald ich einen neu­en — zumin­dest halb­wegs funk­tio­nie­ren­den — Chat­bot ent­deckt und getes­tet habe. Ach ja: Wer selbst inter­es­san­te Chat­bots ent­deckt, ein­fach kurz kom­men­tie­ren und ergän­zen – damit ich sie selbst tes­ten und inte­grie­ren kann.

ARAG: Ver­si­che­rungs-Bot
Lie­fert Infor­ma­tio­nen zum The­ma Rei­se­ver­si­che­rung

Aus­tri­an Air­lines: Flug-Bot
Fra­gen, Hil­fe­stel­lun­gen, Suchen zum Flug? Der Mes­sen­ger Ser­vice ist rich­tig gut

Bier in Akti­on: Bier-Bot
Hilft bei der Suche nach öster­rei­chi­schen Bier­mar­ken und Ange­bo­ten

BILD: Fuß­ball-Bot
Schickt regel­mä­ßig Ticker-News zum Fuß­ball-Lieb­lings­ver­ein

BMW: DTM-Motor­sport-Bot
Media Broad­cast Ser­vice mit Infos, Bil­dern, Audi­os etc. zur DTM per Whats­App für Jour­na­lis­ten

Chat­shop­per: Fashion-Bot
Emma ist der per­sön­li­che Shop­ping-Bot fürs die Mode-Fans.

cong­star: Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons-Bot
Sophie beant­wor­tet eini­ge Fra­gen, bie­tet aber expli­zit kei­ne Kun­den­dienst

FAZ: Nach­rich­ten-Bot
Ver­sen­det aus­ge­wähl­te Nach­rich­ten zu den Top-The­men des Tages

Frank­furt Air­port: Flug­ha­fen-Bot
FRAn­ky will Ser­vices rund um den Flug­ha­fen bie­ten, bis­lang jedoch sehr feh­ler­haft

FUNK: Novi Nach­rich­ten-Bot
Lie­fert 2x pro Tag News inklu­si­ve hüb­scher Gifs

GYANT: Gesund­heits-Bot
Beant­wor­tet Fra­gen bei Sym­pto­men rund um die eige­ne Gesund­heit

Jäger­meis­ter: Fun-Bot
Lässt die frei gewähl­te eige­ne Nach­richt von 2 Rap­pern in ein Rap Video ver­wan­deln

Kauf­DA: Shop­ping-Bot
Beglei­tet bei der Suche nach Shops und Pro­duk­ten, jedoch noch recht bug­gy

KAYAK: Rei­se-Bot
Hilft wirk­lich pri­ma bei Suche nach Flü­gen, Hotels, Miet­wa­gen etc.

Klar­mo­bil: Han­dy-Bot
Elvis von Klar­mo­bil berät zu Tari­fen und Ver­trags­an­ge­le­gen­hei­ten

Klick­mal: Ver­si­che­rungs-Bot
Berät in Fra­gen von KFZ-Ver­si­che­run­gen in Öster­reich

L’O­re­al: Fri­seur-Bot
Hilft Fri­seurs und ihren Salon­kun­den bei Fra­gen wei­ter.

Luft­han­sa: Best Pri­ce-Bot
Mild­red will bei Flug­su­che hel­fen, ver­steht aber noch recht schlecht

Mag­gi: Rezep­te-Bot
Der recht klu­ge Bot Kim beant­wor­tet Fra­gen zu Rezep­ten und lernt stän­dig hin­zu

Mr. Hoki­fy: Job-Bot
Lie­fert bei der Suche nach dem nächs­ten Job noch sehr wenig Ergeb­nis­se

Novi: News-Bot
Nach­rich­ten-Chat­bot von funk mit 2x täg­lich aktu­el­len Nach­rich­ten

Opel: Chad — Pro­be­fahrt-Assis­tenz-Bot
Pro­be­fahrt mit 5 Opel-Mar­ken? Chad führt Inter­es­sier­te zum nächs­ten Opel­haus

Spar­kas­se: Bot(e) der Spar­kas­se
Infor­miert über Kwitt, tanzt für dich oder ver­sen­det Vide­os

Swel­ly: Hel­fer-Bot
Unter­stützt spie­le­risch die Ent­schei­dungs­fin­dung, in Öster­reich

Tra­vel Homie: Rei­se-Bot
Der­zeit über­las­tet und nur sehr ein­ge­schränkt in Akti­on

TUI Crui­ses: Mein Schiff Rei­se-Bot
Ver­mit­telt Inspi­ra­tio­nen, Rei­se-Tipps, Ange­bo­te inkl. Direkt­kon­takt

Wet​ter​.com: Wet­ter-Bot
Schickt täg­lich die indi­vi­du­el­le Wet­ter­vor­her­sa­ge zum ange­ge­be­nem Ort inkl. Web­cam-Bil­der

Wet­ter Online: Wet­ter-Bot
Schickt täg­lich Infos zum Wet­ter in der eige­nen Stadt und infor­miert bei Wet­ter­über­ra­schun­gen

Wien: Stadt-Bot
Wien­Bot beant­wor­tet Fra­gen rund um die Stadt und ver­weist auf Web­site-Inhal­te

Zoom: Zoom­Bot Immo­bi­li­en-Bot
Hilft bei der Suche nach der pas­sen­den Immo­bi­lie, hat aber noch eini­ge Bugs

GETESTET: Inter­na­tio­na­le Bots

Auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne gibt es natür­lich bereits meh­re­re Tau­sen­de von Bots. Bis­lang habe ich mich mit den fol­gen­den Bots „unter­hal­ten“: