Mei­ne Gedan­ken­spie­le: 10 Lese-Tipps aus dem Okto­ber 2018

Mei­ne Gedan­ken­spie­le: 10 Lese-Tipps aus dem Okto­ber 2018

Mei­ne Gedan­ken­spie­le: 10 Lese-Tipps aus dem Okto­ber 2018

Mei­ne Gedan­ken­spie­le: 9 Lese-Tipps aus dem Sep­tem­ber

Gedankenspiele - die Lese-Tipps von Dominik Ruisinger

Gedan­ken­spie­le — die Lese-Tipps zur Digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­on von Domi­nik Rui­sin­ger

Mei­ne neu­en “Gedan­ken­spie­le” sind da: 9 Lese-Tipps aus dem Sep­tem­ber. Mit Hin­wei­sen u.a. zur Bewer­bung von Face­book-Grup­pen, mit nütz­li­chen (SEO-)Hinweisen zum Online-Tex­ten, mit (Kenn-)Zahlen für Face­book und E‑Mail-Mar­ke­ting und zum The­ma Influ­en­cer bei Behör­den. Enjoy it!

Insta­gram: War­um Moni­to­ring und Inter­ak­ti­on so wich­tig sind.

Insta­gram: War­um Moni­to­ring und Inter­ak­ti­on so wich­tig sind.

Ich fin­de es immer wie­der span­nend, wel­che The­men wir in unse­rer digi­ta­len Bla­se enga­giert dis­ku­tie­ren und wel­che bei der über­gro­ßen Mehr­heit aller Unter­neh­men und Insti­tu­tio­nen wirk­lich ange­kom­men und ins­be­son­de­re gelebt wer­den.

Neh­men wir eines der aktu­ell belieb­tes­ten Instru­men­te und Platt­for­men: Insta­gram. In unse­rer Bla­se wird unent­wegt von Insta­gram Live, Insta­gram Sto­ries und von jeder ach noch so win­zi­gen Ver­än­de­rung berich­tet – ob Live im Team oder Spei­chern von Sto­ries etc. etc. etc. Und die (über­gro­ße) Mehr­heit der Unter­neh­men? Fin­det Insta­gram zwar super, hat aber oft ent­we­der kein visu­el­les Mate­ri­al für ein regel­mä­ßi­ges Pos­ting oder kei­ne zeit­li­chen und/​oder per­so­nel­len Res­sour­cen für das pro­fes­sio­nel­le Bedie­nen des Kanals.

Das ver­ste­he ich zum Teil wirk­lich. Nur – und das wie­der­ho­le ich in jedem mei­ner Semi­na­re, Trai­nings, Coa­chings regel­mä­ßig: Das Bedie­nen von Kanä­len ist die Kür, die wirk­li­che Pflicht heißt Moni­to­ring. Und gera­de hier sitzt mei­ner Beob­ach­tung das größ­te Pro­blem, das sich auch mit man­geln­den Res­sour­cen oder feh­len­dem Mate­ri­al kaum erklä­ren lässt.

Der klei­ne Insta­gram-Ver­such

Ein Bei­spiel: Eini­ge haben es mit­be­kom­men. Ich habe die ver­gan­ge­nen zwei Wochen auf Bali und auf Gili Air – das liegt übri­gens hier in Indo­ne­si­en – ver­bracht. In die­ser Zeit war ich defi­ni­tiv nur auf Insta­gram aktiv, um eini­ge mei­ner visu­el­len Ein­drü­cke zu pos­ten – ob als Bild, als Sto­ry oder Live. Gleich­zei­tig habe ich ja Neu­gier­de als Berufs­krank­heit. Also habe ich mich gefragt: Wie aktiv sind denn die Mar­ken selbst auf Insta­gram, denen ich auf mei­ner Rei­se begeg­ne? Beob­ach­ten die auch ande­re Accounts? Oder sind das pure “Pos­ter”? Also habe ich immer wie­der die teils von den Mar­ken initi­ier­ten Hash­tags genutzt, die Mar­ken in die Tex­te inte­griert oder sie sogar mar­kiert: Klei­ne wie gro­ße Mar­ken: Flug­li­ni­en, Flug­hä­fen, Sze­ne-Bars etc.

Und die Reak­tio­nen auf mei­ne Pos­tings? Kei­ne. Nix. Nada. Not­hing. Nien­te. Kein Like, kein Kom­men­tar, kein Danke.Mmmmmm. Okay: Jetzt bin ich nicht der Beau­ty-Muckis-Six­pack-Vegan-Influ­en­cer mit 1 Mio. gekauf­ten, nein, natür­lich müh­sam erwor­be­nen Fans, die bei jedem mei­ner Posts gleich schrei­en „I Love you“, „Super“ son­dern eher spam­mä­ßig „I like your gal­le­ry“ oder „your feed is so ama­zing“. Nur: Wie ein­fach wäre es doch, auf die­se Wei­se mit mir als beken­nen­der Mar­ken-Fan in Kon­takt zu tre­ten, mit einem ein­fa­chen „Dan­ke“ mich stär­ker an ihre Mar­ke zu bin­den, auch ande­re so auf ihre Akti­vi­tä­ten auf­merk­sam zu machen und sich als wirk­lich leben­des Mit­glied der Insta­gram-Com­mu­ni­ty zu erwei­sen. War­um blei­ben sie lie­ber in ihrer Rol­le als „Ab-und-zu-Pos­ter“? Weil sie kein Moni­to­ring betrei­ben. Punkt. Dabei kos­tet das nicht ein­mal etwas!

Mein Fazit:

Die meis­ten schei­nen bis heu­te nicht ver­stan­den haben, dass Soci­al Media und Insta­gram nix mit purer Selbst­dar­stel­lung, son­dern mit Inter­ak­ti­on, Gedan­ken-Sharing und Com­mu­ni­ty-Leben zu tun haben soll­te. Dar­um auch mein Tipp an alle Bera­ter und Dozen­ten da drau­ßen: Lehrt erst­mal die Rele­vanz von Moni­to­ring und Inter­ak­ti­on, bevor es an die redak­tio­nel­len und visu­el­len Fein­hei­ten von Pos­tings geht. Denn die­se ändern sich ja so oder so fast täg­lich. ?

Mei­ne Gedan­ken­spie­le: 10 Lese-Tipps aus dem Okto­ber 2018

Mei­ne Gedan­ken­spie­le: 10 Lese-Tipps aus dem Okto­ber 2017

TIPP: Alle Gedan­ken­spie­le-Bei­trä­ge zur Digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­on oder Soci­al Media Mar­ke­ting fin­den sich hier im Blog.

Digi­ta­les Wis­sen (10): Influ­en­cer Rela­ti­ons vs. Influ­en­cer Mar­ke­ting

Digi­ta­les Wis­sen (10): Influ­en­cer Rela­ti­ons vs. Influ­en­cer Mar­ke­ting

Selbst wenn bei­de Begrif­fe heut­zu­ta­ge oft­mals par­al­lel und ger­ne als Syn­onym genutzt wer­den und selbst wenn es durch­aus Über­schnei­dun­gen gibt, so exis­tie­ren doch grund­le­gen­de Unter­schie­de zwi­schen Influ­en­cer Rela­ti­ons und Influ­en­cer Mar­ke­ting.

Bei Influ­en­cer Rela­ti­ons geht es dar­um, Bezie­hun­gen – also Rela­ti­ons – auf­zu­bau­en. So wird weni­ger in kur­zen Kam­pa­gnen gedacht. Viel­mehr zie­len Orga­ni­sa­tio­nen dar­auf, eine mit­tel- bis lang­fris­ti­ge Part­ner­schaft auf­zu­bau­en, die auf Ver­trau­en und gemein­sa­men Inter­es­sen basiert. So soll­te bei­spiels­wei­se bei der Anspra­che von Blog­gern – Stich­wort Blog­ger Rela­ti­ons – weni­ger die pure Reich­wei­te zäh­len, als viel­mehr die Fra­ge, wie glaub­wür­dig die­ser für die jewei­li­ge Ziel­grup­pe ist.

Influ­en­cer Mar­ke­ting ist dage­gen meist kos­ten­in­ten­si­ver und stär­ker Anlass- und Akti­ons-ori­en­tiert. Zudem steht in hohem Maße die Reich­wei­te im Mit­tel­punkt, die über die – meist ein­ge­kauf­ten – Influ­en­cer erreicht wer­den soll. Fast alle Koope­ra­tio­nen mit ein­fluss­rei­chen und reich­wei­ten­star­ken Insta­grammern, You­tubern oder Snap­chat­tern fal­len bei­spiels­wei­se unter Influ­en­cer Mar­ke­ting. Dabei gibt es wich­ti­ge Regeln zu beach­ten: Die Posts, Bil­der, Vide­os im Rah­men solch einer Koope­ra­ti­on erfol­gen meist in enger Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem Influ­en­cer und dem Wer­be­trei­ben­den, der die Wirk­sam­keit sicher­stellt. Schließ­lich soll­ten die pro­du­zier­ten Inhal­te die Kam­pa­gnen-Idee der Orga­ni­sa­ti­on wider­spie­geln und zum Pro­dukt jeder­zeit pas­sen.

Mar­ken müs­sen sich zurück­neh­men

Eines der Wesens­ele­men­te des Influ­en­cer Mar­ke­tings besteht aber dar­in, dass die Inhal­te von Influ­en­cern selbst auf­be­rei­tet und ver­brei­tet wer­den. Im Rah­men sol­cher Koope­ra­tio­nen benö­tigt der Influ­en­cer die not­wen­di­ge Frei­heit, damit der erstell­te Con­tent opti­mal zum eige­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nal passt und bei sei­ner Com­mu­ni­ty auch auf Ver­trau­en und Inter­es­se stößt. Gera­de in sol­chen Fäl­len müs­sen Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Mar­ke­ting­ex­per­ten ler­nen, etwas an Kon­trol­le abzu­ge­ben und dem Influ­en­cer zu ver­trau­en.

Inso­fern stellt Influ­en­cer Mar­ke­ting eine vom Unter­neh­men gelös­te Kom­mu­ni­ka­ti­on dar, die immer mit etwas Kon­troll­ver­lust ver­bun­den ist. Ent­schei­dend ist für ein erfolg­rei­ches Influ­en­cer Mar­ke­ting ist also, dass es nicht nur Inspi­ra­tio­nen bringt, son­dern dass „die Mar­ke sich spür­bar zurück­nimmt, anstatt laut sein zu wol­len“, schreibt der Bera­ter Michi Mehring. Dar­um plä­diert er auch für ein radi­ka­les Umden­ken beim Influ­en­cer Mar­ke­ting: „Wir müs­sen uns dar­über im Kla­ren sein, dass Authen­ti­zi­tät das wert­volls­te Gut ist und die Mar­ke in den Hin­ter­grund tre­ten darf, wenn das Pro­dukt brauch­bar ist und mit dem Image des Mul­ti­pli­ka­tors über­ein­stimmt.

Bei­spie­le für die Unter­schei­dung

Wenn das fran­zö­si­sche Frem­den­ver­kehrs­amt Atout Fran­ce einen deut­schen Blog­ger für eine 3‑wöchige Tour durch fünf fran­zö­si­sche Regio­nen aus­wählt, um authen­ti­sche Bei­trä­ge zum The­ma Umwelt und Natur zu errei­chen – wie es die Blog­ge­rin und Bera­te­rin Kris­ti­ne Honig in ihrem Bei­trag beschreibt, dann ist dies ein Bei­spiel für – letzt­end­lich gelun­ge­ne – Influ­en­cer bezie­hungs­wei­se Blog­ger Rela­ti­ons.

Unter Influ­en­cer Mar­ke­ting fal­len Koope­ra­tio­nen mit You­Tube Stars. Ein Bei­spiel für You­Tube Kids Stars sind die bei­den aus­tra­li­schen Schwes­tern Char­li & Ash­lee von Charli’s Craf­ty Kit­chen. Regel­mä­ßig backen sie für ihre über 600.000 Abon­nen­ten Süßes und ver­die­nen damit hohe Sum­men, wie hier beschrie­ben wird. Wer­den sie von einem Unter­neh­men für eine „Back-Akti­on“ gebucht und bezahlt, so wür­de dies unter Influ­en­cer Mar­ke­ting fal­len.

Lese-Tipp: Ein gutes White­pa­per zu Influ­en­cer Mar­ke­ting gera­de für Ein­stei­ger hat die Agen­tur Brand­punkt kos­ten­los bereit­ge­stellt. In die­sem Doku­ment wer­den die Chan­cen sowie die Vor­ge­hens­wei­se beim Influ­en­cer Mar­ke­ting deut­lich gemacht.

 

Bis­he­ri­ge Bei­trä­ge in der Serie „Digi­ta­les Wis­sen“

+++++

Fachbuch "Die digitale Kommunikationsstrategie" im digitalen Zeitalter. Von Dominik Ruisinger.

Hin­weis: Die­ser „Aus­flug“ ent­stammt mei­nem neu­en Buch: “Die digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie. Pra­xis-Leit­fa­den für Unter­neh­men. Mit Case Stu­dys und Exper­ten­bei­trä­gen. Für eine Kom­mu­ni­ka­ti­on in digi­ta­len Zei­ten.” Wei­te­re Infos zum Buch, Hin­ter­grün­de zur Ent­ste­hung des Leit­fa­dens, Vor­stel­lung der Gast­au­toren und ver­wen­de­te Stu­di­en, Bestel­lung von Rezen­si­ons-exem­pla­ren sowie ein Link zur Buch­be­stel­lung fin­den sich hier.

+++++