Mein #Bahntagebuch2024

Mein #Bahntagebuch2024

Es gibt kaum eine Reiseform, die so entspannend und gleichzeitig ökologisch sein kann, wie eine Fahrt mit der Deutschen Bahn. Und gibt kaum eine Marke, die so häufig und heftig in der Kritik steht, wie die Deutsche Bahn: Unpünktlich, schlecht informierend, unsauber und vieles mehr. Doch was ist davon wirklich berechtigt? Was ich wirklich wahr? Was ist nur gefühlt? Also begebe ich mich mal wieder auf die Suche nach einigen Fakten.

Als regelmäßiger Bahnfahrer und Bahn-Fan habe ich mich daher entschieden, wieder ein kleines Bahntagebuch zu führen und hier zu publizieren. Warum wieder? Weil ich dies bereits 2020 gemacht hatte – damals etwas eingeschränkt und erschwert durch Corona. Darin werde ich schön transparent in zeitlicher Reihenfolge alle meine Fahrten aufführen – sowohl die pünktlichen, die positiven, die schönen Fahrten als auch die verspäteten, belastenden, zeit- und nerven-raubenden Momente. Und auch die Gründe für die eventuellen Verspätungen werde ich hier aufzählen – zumindest so weit sie angegeben werden. Ende 2024 werde ich dann Fazit ziehen können, um wirklich herauszufinden, wie pünktlich die Bahn war. Zumindest aus meiner ganz persönlichen Sicht.

Um das Ganze noch übersichtlicher zu machen, werde ich in meinem Bahntagebuch

Apropos Verspätung: Liebe Deutsche Bahn, auch Verspätungen von drei Minuten sind bei mir Verspätungen. Nicht so wie bei Euch!

Eine möglichst gute, pünktliche und reibungslose Fahrt wünsche ich mir selbst

Dominik, der Bahnfahrer

 

Link-Tipp:
Wer selbst auch im nachhinein beobachten will, ob sein Zug pünktlich war, dem empfehle ich die prima Seite https://bahn.expert. Denn einfach Zugnummer und Fahrtdatum eingegeben, lässt sich alles Weitere einfach nachrecherchieren.

 

Meine Fahrten 2024

Datum | Fahrtstrecke | Zugnummer | geplante Abfahrtzeit (wirkliche Abfahrtszeit) – geplante Ankunftszeit (wirkliche Ankunftszeit) | Anmerkung

Monat Dezember 2024

16.12. | Berlin – Stuttgart | ICE 693 | 15.26 (15.27) – 21.08 (21.38); Grund: Verspätung vorausfahrender Zug, Warten auf Anschlussreisende

02.12. | Stuttgart – Berlin | IC 2069 | 14.09 (14.10) – 16.16 (16.22) + ICE 2902 | 17.01 (17.25) – 19.42 (20.09); Grund: verspätetes Personal aus vorheriger Fahrt; Ersatzfahrt mit geringerer Anzahl an Plätzen

Monat November 2024

27.11. | Heidelberg – Stuttgart | S3 | 15.48 (15.56) – 16.30 (16.37) + Anschluss IRE 1 in Karlsruhe (16.37-17.33) verpasst, daher schon ab Bruchsal MEX 17c 16.35 (16.36) – 18.12 (18.15); Grund: Verspätung eines vorausfahrenden Zuges

26.11. | Stuttgart – Heidelberg | ICE 2408 | 12.05 (12.07) – 12.44 (12.46)

21.11. | Aachen – Stuttgart | RE 1 | 13.51 (13.52) – 14.44 (14.46) + ICE 2408 | 14.55 (15.17) – 17.52 (17.57); Grund: Verspätung vorausfahrender Zug

20.11. | Düsseldorf – Aachen | ICE 756 | 17.54 (18.04) – 19.13 (19.28); Grund: Ärztliches Versorgung Fahrgast, witterungsbedingte Beeinträchtigung ;-(

19.11. | Dortmund – Düsseldorf | RE 11 | 17.21 (17.23) – 18.24 (18.26)

18.11. | Stuttgart – Dortmund | ICE 2408 | 12.05 (12.08) – 16.22 (16.42); Grund: Verspätung eines vorausfahrenden Zuges + verspätetes Personal

04.11. | Detmold – Stuttgart | RB 72 | 10.02 (10.04) – 10.27 (10.30) + NWB RB85 | 11.07 – 12.45 | + 12.52 (12.56) – 16.38 (16.41); Grund: Verspätung eines vorausfahrenden Zuges 

01.11. | Stuttgart – Detmold | ICE 2408 | 12.05 (12.10) – 16.22 (16.31) + RE 6 | 16.55 (17.12) – 18.07 (18.40); Anschluss wegen Verspätung in Herford (RB 72 18.33 – 18.58) verpasst, daher Ausstieg in Bielefeld und Weiterfahrt mit RE 82 | 18.35 (18.36) – 19.15 (19.21); Grund: Längere Haltezeit am Bahnhof, technische Probleme

 

Monat Oktober 2024

28.10. | Mainz – Stuttgart | ICE 373 | 16.42 (16.48) – 17.27 (17.28) + ICE 611 | 17.31 (17.32) – 18.08 (18.12)

28.10. | Stuttgart – Mainz | ICE 690 | 10.51 (10.54) – 12.15 (12.15)

25.10. | Basel – Stuttgart | ICE 4 | 20.21 (20.22) – 22.00 (22.13) + Anschluss in Karlsruhe daher verpasst (IRE 1 – 22.06-22.58), daher IRE 1 | 22.33 – 23.25 (23.31); Grund: Technisches Problem bei vorfahrendem Güterzug 

24.10. | Stuttgart – Weil am Rhein | ICE 9572 | 14.52 (14.58) – 15.31 (15.36) + RE 7 | 15.39 (15.44) – 17.57; Grund: 2x Verspätung eines vorausfahrenden Zuges

21.10. | Berlin – Stuttgart | ICE 273 | 17.26 (17.29) – 22.11. (22.15) + 22.25 (22.30) – 23.54 (23.59); Grund: Warten auf Anschlussreisende, Notarzteinsatz auf der Strecke

12.10. | Dieburg – Berlin | HLB RB75 | 16.10 – 16.27 + ICE 574 | 16.53 – 21.57 (21.35); Besonderheit: Zug fast 20min zu früh in Berlin

11.10. | Stuttgart – Dieburg | FLX10 | 07.17. (07.21) – 08.47 + HLB RB75 | 08.59 – 09.16

01.10. | Mainz – Stuttgart | ICE 1211 | 17.42 (18.10) – 19.08 (20.32); Grund: eingeschränkte Verfügbarkeit der Gleise, unbefugte Personen auf der Strecke 

 

Monat September 2024

30.09. | Berlin – Mainz | ICE 848 | 13.45 (13.48) – 15.28 + ICE 375 | 15.41 (15.55) – 18.40; Grund: Verspätung aus vorheriger Fahrt

Monat August 2024

Monat Juli 2024

Monat Juni 2024

Monat Mai 2024

Monat April 2024

Monat März 2024

Monat Februar 2024

Monat Januar 2024

Textwissen 5: 5 Formeln für bessere Lesbarkeit

Textwissen 5: 5 Formeln für bessere Lesbarkeit

Wie nehmen wir Inhalte wahr? Wie stechen Texte ins Auge? Welche Kennzeichen zeichnen gute Sprache aus? Wie binden wir Leserinnen und Leser? Und auf welche visuellen Elemente reagieren diese?

Wer gute Texte verfassen will, benötigt tiefgreifendes Basiswissen über die menschliche Informationsaufnahme und -verarbeitung. Vor diesem Hintergrund habe ich eine Serie zum notwendigen Textwissen aufgesetzt: 5 Beiträge als Summer-Text-School.

5 Formeln und Tools für bessere Lesbarkeit

Lässt sich kontrollieren, ob der Text wirklich gut lesbar ist? Ob er alle Aspekte berücksichtigt hat? Ob er die Zielgruppe aktiv anspricht? Als Antwort haben sich Lesbarkeitsformeln etabliert. Sie beurteilen Texte nach Silbenzahl, Satzlänge, Wortlänge, Fremdwörteranteil etc.

Die Formeln sind in Tools integriert, die die Lesbarkeit von Beiträgen berechnen. Einmal den Text eingegeben, spucken sie Hinweise auf den Schwierigkeitsgrad des Textes aus, verweisen auf überflüssige Bläh-, Füllwörter und Phrasen, auf verschachtelte Sätze. Damit lassen sich Beiträge wiederum qualitativ weiterentwickeln.

Zu den bekannten Formeln zählen:

1. Flesch-Index

Der Flesch-Index des US-amerikanischen Autors Rudolf Flesch gilt als Top-Metrik. Dazu bewertet er den Text auf einer Skala von 0 bis 100, wobei gute Texte einen Wert von über 60 aufweisen. Einfach gesagt: Je höher der Wert, desto leichter verständlich der Text. Dabei werden kürzere Wörter und Sätze positiv bewertet.

Der eigene Flesch-Index lässt sich über www.fleschindex.de berechnen, die das Bild für den hier geschriebenen Artikel zeigt.

Der Flesch-Index zeigt als Ergebnis 53 mittelschwer für diesen Text.

2. Hamburger Verständlichkeitsmodell

Das Hamburger Verständlichkeitsmodell wurde in den 1970er Jahren an der Universität Hamburg entwickelt. Ein späterer Gedanke: die Behördensprache verständlicher zu machen. Laut dieser Formel bestimmen 4 Merkmale, ob Sachtexte verständlich sind: Einfachheit, Gliederung, Prägnanz und zusätzliche Anregungen. Auf dem Modell basiert die Wortliga Textanalyse, über die sich Textbausteine ausführlich überprüfen lassen.

3. Wiener Sachtextformel

Die Wiener Sachtextformel wird in der Bildung eingesetzt. Der Grund: Einfach lässt sich herauslesen, für welche Schulstufe ein Sachtext geeignet ist. Die Skala beginnt bei einem Wert von 4 für einen einfachen Text und endet bei 15 für schwierige Beiträge. Auf der Basis der Zahlen kann das Lehrpersonal ein Textniveau optimal auf Kinder und Jugendliche abstimmen. Das Tool www.experte.de/textkorrektur beinhaltet die Formel.

4. Lesbarkeitsindex LIX

Mit dem Lesbarkeitsindex LIX lässt sich ebenfalls das Sprachniveau eines Textes beurteilen. Auch dieser zieht seine Folgerungen aus den Merkmalen eines Textes und berechnet sich aus der Satzlänge und dem prozentualen Anteil langer Wörter (Wörter mit mehr als 6 Buchstaben). Auch hier gilt: Je kürzer die Sätze und Wörter, desto niedriger der LIX-Wert und desto höher die Lesbarkeit. Dies lässt sich u.a. auf www.psychometrica.de/lix.html checken.

5. Gunning Fog Index

Lesbarkeitsformeln gibt es natürlich auch in anderen Sprachen. Für die englische Sprache ist beispielsweise der Gunning Fog Index spannend, dessen Formel sich ebenfalls aus der Anzahl der (komplexen) Wörter und Sätze zusammensetzt. Mehr dazu lässt sich bei readable nachlesen.

Fazit: Und die KI?

Bevor jemand jetzt fragt: Natürlich haben sich in KI-Zeiten spezielle KI-Editoren und Schreibassistenten etabliert, um Inhalte zu verfassen, zu überprüfen oder weiterzuentwickeln. Dazu zählen deepl.com/write, duden.de/schreibassistent, grammarly.com, languagetool.org, lex.page oder reporterfabrik.org/wski-editor/, um nur eine kleine Auswahl hier zu nennen.

Textwissen 5: 5 Formeln für bessere Lesbarkeit

Textwissen 4: 7 Techniken für bessere Titel

Wie nehmen wir Inhalte wahr? Wie stechen Texte ins Auge? Welche Kennzeichen zeichnen gute Sprache aus? Wie binden wir Leserinnen und Leser? Und wie formuliere ich gute Überschriften?

 Wer gute Texte verfassen will, benötigt tiefgreifendes Basiswissen über die menschliche Informationsaufnahme und -verarbeitung. Vor diesem Hintergrund habe ich eine Serie zum notwendigen Textwissen aufgesetzt: 5 Beiträge als Summer-Text-School.

Wer einen schlechten Titel schreibt, kann sich den Rest des Textes ersparen. Leitspruch aus dem Buch "Besser Texten mit Kopf und KI".

7 Techniken für bessere Titel

Beginnen wir mit einer Wahrheit: „Wer einen schlechten Titel schreibt, kann sich den Rest des Textes ersparen.“

Denn der Titel ist der Hingucker, der Türöffner, der Lustmacher. Er entscheidet über Bleiben oder Gehen, Weiter-Klicken oder Weg-Klicken – und über den Erfolg eines Textes. Dies gilt übrigens genauso für die Hook im Social-Media-Bereich. Dies verdeutlicht schon, welche Last auf dem Titel als Eingangstor liegt. Darum sollten Texterinnen und Texter viel Zeit dem Titel widmen.

Titel können auf unterschiedliche Weise formuliert werden. Dies hängt von der Art des Beitrages ab, von dem Medium, von der persönlichen Absicht, die hinter dem Artikel steht. Dazu gibt es mehrere Techniken, um Überschriften zu formulieren, von denen ich hier 7 vorstelle: 

1. Die W-Fragen

Wer? Wo? Was? Wann? Wie? Warum? Woher? Texter sollten sich die 7 W-Fragen vornehmen, sie beantworten und nach Relevanz ordnen. Die Antwort auf die wichtigste Frage kommt in die Überschrift. Damit weiß die Leserin sofort, um welches Thema es geht, wer hier aktiv ist, wo es stattfindet.

2. Die Spitzmarke

Oft fällt es schwer, das gewünschte Keyword sprachlich sauber in die Überschrift zu integrieren. Die Lösung heißt Spitzmarke. Damit setzt der Texter das gewünschte Keyword an den Anfang, gefolgt von einem Doppelpunkt und der Erklärung.

3. Das Fragezeichen

Fragen im Titel symbolisieren: Die Antwort findest du im Text. Das Fragezeichen weckt das Interesse und verlangt nach einer Antwort. Aber bitte sofort. Wird die Erwartung erst ganz am Ende eines Textes oder Videos erfüllt, werden Leserinnen und Leser den Beitrag schon früher enttäuscht verlassen haben.

4. Die Listicles

Warum funktionieren Listen so gut? Weil Menschen genau sehen, was sie erwartet, und weil Listen für das Auge einfach zu scannen sind. Aber auch bei Listicles gilt: Wer diese Methode übertreibt, wird seine Zielgruppe eher vertreiben denn an sich binden können.

5. How-to-Do

Eng mit Listicles verbunden sind How-to-do-Überschriften. Auch diese können eine positive interaktive Wirkung haben, weil Leserinnen und Leser direkt angesprochen und ihnen ganz konkrete Lösungen angedeutet werden, wie sie etwas organisieren, machen, schreiben sollen.

6. Die Zitate

Im Journalismus wie in PR-Beiträgen werden oft Zitate als Titel genutzt – von Politikern, Geschäftsführerinnen, Prominenten. Dies macht jedoch nur Sinn, wenn sie wirklich aussagekräftig sind. Auch sollte das Zitat Signalwörter oder bekannte Namen beinhalten, um Relevanz nach außen zu zeigen.

7. Die ungerade Zahl

Ungerade Zahlen – also 5, 7, 9 etc. – ziehen die Aufmerksamkeit besser als gerade Zahlen auf sich. Dies gilt aber nur dann, wenn wir abschätzen können, wie lange wir für den Text brauchen würden. Wer mit Zahlen arbeitet, sollten sie daher klein halten.

    Fazit: Und die Konsequenz?

    Wer eine schlechte Überschrift formuliert, dessen Text wird kaum wahrgenommen – gerade in Zeiten eines Information Overload. Auch wenn sie nur aus wenigen Wörtern und Buchstaben besteht, ist sie für den Erfolg des Textes entscheidend.

    Ist sie dagegen langweilig, wenig motivierend oder nichtsagend, gibt es für die Leserinnen und Leser keinen Grund, sich tiefer mit dem Beitrag zu beschäftigen. Sie suchen sich etwas Neues. Denn Auswahl haben sie genug.

    Gedankenspiele: 10 Lesetipps rund um Texte, Strategien und LinkedIn

    Gedankenspiele: 10 Lesetipps rund um Texte, Strategien und LinkedIn

    Wie bleibe ich auf dem Laufenden? Gibt es dafür geeignete Tools? Kann die KI mir dabei helfen?

    Solche Fragen bekomme ich häufig in meinen Vorträgen, Coachings und Trainings. Meistens verweise ich dann auf einfache Tools. Denn ich liebe die Simplizität von Tools, wenn diese Helferchen sofort funktionieren, keine langen YouTube-Anleitungen erfordern, nicht voller Bugs sind und natürlich nicht gleich am nächsten Tag wieder verschwunden sind, weil sie überholt sind.

    Mir persönlich machen solche Tools meine Arbeit täglich leichter. Und da dies nicht nur für mich gelten soll, habe ich einen neuen Substack-Newsletter aufgesetzt. Dort stelle ich jede Woche 1 Lieblings-Tool kurz vor: Tools, die ich (fast) täglich nutze, die mir meinen Alltag erleichtern, die mich Content entdecken und verarbeiten lassen – samt ihrer Vor- und Nachteile.

    Neugierig geworden? Einfach mal in die ersten 3 Ausgaben blicken oder den Newsletter gleich hier abonnieren.  


    In eigener Sache:

    Strategisches:

    • Grundsätzliches: Erst die Strategie, dann der Content
      „Eine Strategie beantwortet nicht die Frage, was morgen veröffentlicht wird. Sie beantwortet die Frage, warum überhaupt veröffentlicht wird und unter welchen Rahmenbedingungen“, schreibt Jens Wiese bei AllSocial. Daher müssen zu Anfang die strategische Aufgabe, die Rolle und das Ziele von Social Media innerhalb des Unternehmens geklärt werden. Erst dann kann die Content-Planung erfolgen, wie ich es auch immer wieder in meinen Strategieberatungen predige.
    • Gary Vaynerchuk: Die neue Interest-Media-Ära ist gerechter und offener
      „Langfristig werden Plattformen meiner Einschätzung nach zwei Feeds anbieten: einen Interest-Media-Feed und einen Social-Media-Feed, also einen Feed mit den Menschen, denen du bewusst folgen möchtest.“ Damit folgt Investor Gary Vaynerchuk meinem Buch „Das Ende von Social Media“. Interessant ist: Er empfindet die neue Interest-Media-Ära als gerechter. Aufmerksamkeit würden die Menschen bekommen, die Inhalte produzieren, die bei der Zielgruppe ankommen und nicht auf über eine große Anzahl an Followern verfügen. Nachdenkenswert!
    • Mediennetzwerk Bayern: Neue News-Formate für Generation Z gesucht
      Wenn sich die Generation Z heute informiert, heißen die primären Nachrichtenquellen Instagram, YouTube und TikTok. Angesichts dieses Shifts von klassischen News-Sendungen hin zu mehr Newskonsum per Social Media und per Video sowie der wachsenden Macht von Newsfluencern, müssen Medienunternehmen neue Formate entwickeln, so das Mediennetzwerk Bayern.

    Rechtliches:

    • Altersverifizierung. Sparkassen testen eigene Lösung
      Wie soll eine Altersverifizierung erfolgen? Dies ist eine der zentralen Fragen rund um das diskutierte Social Media Verbot. In Kooperation mit Google testet die Sparkassen Finanzgruppe eine eigene Lösung. Danach sollen Menschen über ihr Onlinebanking einen digitalen, auf das Alter begrenzten Nachweis erhalten, der in der Wallet von Google gespeichert wird. Ob solche Lösung eine Chance hat? Auch außerhalb von Sparkassenkunden?
    • Claude-Wasserzeichen: Wird das der neue KI-Standard?
      Claude wird künftig KI-Content per Wasserzeichen kennzeichnen. Doch dies bedeutet nicht unbedingt, dass ein Text mit KI geschrieben wurde, schreibt Larissa Ceccio bei Onlinemarketing.de: Ein Output kann ein Wasserzeichen tragen, obwohl der ursprüngliche Inhalt von einem Menschen stammt und nur per KI überarbeitet wurde; ein Output kann auch ohne Wasserzeichen erscheinen, obwohl er von der KI erstellt, aber danach stark überarbeitet wurde.

    Werbliches:

    • Checken: 9 Einstellungen bei Meta Ads
      Meta rollt ständig neue Funktionen im Werbeanzeigenmanager aus. Das Problem: Die meisten sind per Default aktiv, wie Florian Litterst schreibt. Daher benennt er 9 Punkte, die jeder und jede im Werbekonto überprüfen sollte, gerade was KI-Kennzeichnung, Anpassung Werbebudget, ungewünschte Creative-Tests, Deaktivierung von Advantage+-Erweiterungen etc. betrifft.
    • Verbreiten: Zielgruppen-Targeting im Überblick
      Wer sich mit LinkedIn Ads beschäftigt, kommt am Zielgruppen-Targeting nicht vorbei. Doch welche Punkte sind wirklich relevant? Wie lassen sich verschiedene Filter miteinander kombinieren oder andere Aspekte ausschließen? Guter Beitrag für diejenigen, die tiefer einsteigen wollen.

    LinkedIn-Relevantes:

    • Algorithmisches: Welche Faktoren bei LinkedIn relevant sind
      So viel wird über den Algorithmus bei LinkedIn diskutiert! Schön, dass Richard van der Blom wieder eine hilfreiche Grafik publiziert hat. Diese macht deutlich, dass es nicht um schnelle Reaktionen geht, sondern um tiefes Engagement, in Abstimmung mit dem Profil sowie um das Interesse von Personen außerhalb des eigenen Netzwerkes. Also immer an die Zielgruppe denken!
    • Sichtbares: LinkedIn ist wichtige Quelle für KI-Suchen
      Werde ich durch meine Präsenz auf LinkedIn in KI-Suchen sichtbar? Eine Studie von Meltwater sagt „ja“ – vor allem bei Profilen, weniger bei Unternehmen, zitiert Ralph Scholze. Demnach sei LinkedIn nach YouTube die zweitwichtigste Quelle für KI-Antworten. Jetzt komme es darauf an, Beiträge klar zu strukturieren und wirkliches spezifisches Fachwissen samt lösungsorientierten und nützlichen Informationen zu transportieren.
    • Persönliches: Die richtigen Kontakte auf LinkedIn finden
      Wie finde ich auf LinkedIn die richtigen Kontakte? Thomas Schmitt erwähnt eine schöne Idee, die ich künftig nutzen werde: Suche die für dich relevanten Veranstaltungen – Ankündigungen, Programmvorstellungen, Speaker-Beiträge, Rückblicke etc. Unter den Menschen, die diese Beiträge liken, kommentieren, teilen, wird sich deine Community finden. Danke!
    Textwissen 5: 5 Formeln für bessere Lesbarkeit

    Textwissen 3: 7 Kennzeichen guter Sprache

    Wie nehmen wir Inhalte wahr? Wie stechen Texte ins Auge? Welche Kennzeichen zeichnen gute Sprache aus? Wie binden wir Leserinnen und Leser? Und auf welche visuellen Elemente reagieren diese?

    Wer gute Texte verfassen will, benötigt tiefgreifendes Basiswissen über die menschliche Informationsaufnahme und -verarbeitung. Vor diesem Hintergrund habe ich eine Serie zum notwendigen Textwissen aufgesetzt: 5 Beiträge als Summer-Text-School.

    7 Kennzeichen guter Sprache

    „Was immer Du schreibst, schreibe kurz, und sie werden es lesen, schreibe klar, und sie werden es verstehen, schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten.„

    Dieses rund 150 Jahre alte Zitat des Verlegers Joseph Pulitzer lässt sich auf die Sprache übertragen, die von einem entscheidenden Faktor getragen wird: Lesbarkeit, also verständlich schreiben. Pulitzer beschreibt einige sprachliche Qualitäten, die gestern, heute wie auch morgen gute Texte auszeichnen. Wer diese Qualitäten selbst beherrscht, kann später KI-Tools einfacher darauf hinweisen, bestehende Texte zu optimieren. Doch blicken wir auf 7 Hinweise für das verständliche Schreiben.

    1. Aktiv statt passiv

    „Die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt“.

    Solche Passivkonstruktionen sind meistens unnötig, unpersönlich, wenig inspirierend und den Lesefluss bremsend. Ihnen fehlt der Kopf, der über den Inhalt bestimmt.

    Texterinnen und Texter sollten solchen Texten einen klaren Absender verpassen: Personen sprechen, Frauen lachen, Produkte bersten, Parfüms duften, Blumen welken. Sätze werden so nicht nur deutlich leichter lesbar, sie kreieren Bilder im Kopf. Das Passiv muss die Ausnahme bleiben – wenn das Subjekt unerheblich für Satz und Kontext ist.

    2. Starke Verben statt Substantive

    „Die Verabschiedung des neuen Gesetzes soll bis zur Sommerpause erfolgen.“

    Substantivierte Verben – also die Unzahl an Begriffen, die mit -ung, -mus, -heit, -keit etc. enden – wirken schwerfällig. Texterinnen und Texter haben die Aufgabe, sie durch starke, aktive Verben ersetzen, die anschaulicher, schlanker, beweglicher sind. Also fragen statt Befragung durchführen, verbessern statt Verbesserung herbeiführen.

    Das bedeutet nicht, dass substantivierte Verben nicht gelegentlich eingesetzt werden dürfen. Aber bitte in Maßen.

    3. Verben für die Sinne

    Menschen wollen in Texten das eigene Kino im Kopf entdecken. Sie wollen hören, riechen, schmecken, fühlen, als seien sie direkt vor Ort. Dies fehlt ihnen bei Verben wie stattfinden, beinhalten, vorhaben, sich befinden, eignen.

    Wenn ein Event veranstaltet wird, dann lässt uns dies unberührt. Wenn die Teilnehmenden klatschen, aufschreien, lachen, buhen, jubeln, dann haben wir Bilder vor Augen. Wenn eine Haustür nicht zugeht, sondern ins Schloss kracht, die Holzstufen knarren und die Scheibe splittert, dann blitzen Bilder auf.

    Begriffe wie innovativ, interessant, effizient, kundenorientiert sind dagegen Sprachhülsen, die nicht berühren, sondern jedes Leben gleich abwürgen.

    4. Kürze statt Bandwurm

    Die deutsche Sprache ist die Meisterin langer Wörter. Davon werden viele zusammengeschrieben. Begriffe wie Arbeiterunfallversicherungsgesetz, Effizienzsteigerungsprogramm, Geschäftsstellenzusammenlegung oder Wohnungsbesichtigungstermin sind sprachliche Monster, die schwer zu lesen sind – gerade mobil.

    Texterinnen und Texter haben die Aufgabe, Wortungetüme in lesbare, kurze Häppchen aufzulösen. Ansonsten helfen Bindestriche.

    5. Ohne Bläh- und Füllwörter

    Bläh- und Füllwörter wie eigentlich, letztendlich, gewissermaßen, irgendwie sind Ballast, die Beiträge unnötig aufblähen. Das heißt nicht, dass Texterinnen und Texter alle Adjektive – oder Adverbien – weglassen sollten. Nur sollten sie diese bewusst einsetzen, um Besonderheiten hervorzuheben oder Unterschiede deutlich zu machen.

    Sparsam und bewusst verwendet, können sie ihre Wirkung entfalten und Sätzen neue Bedeutung verleihen.

    6. Zahlen als Ziffern

    Zahlen von eins bis zwölf sind als Zahlwörter zu schreiben. Dies gilt in der deutschen Sprache. Speziell bei Überschriften und Zwischentiteln sollten sich Texterinnen und Texter darüber hinwegsetzen.

    Studien zeigen, dass das flüchtige Auge besonders gut auf Ziffern reagiert – und übrigens vor allem auf ungerade. Denn „Seine 7 größten Fehler“ lässt sich einfach besser als „Seine sieben größten Fehler“ wahrnehmen.

    7. Bewusste Satzzeichen

    Punkte, Strichpunkte, Kommata, Gedankenstriche: Satzzeichen nehmen eine zentrale Rolle ein. Punkte machen deutlich, dass ein Gedanke zu Ende ist. Ein Strichpunkt setzt eine kurze Pause; Gedankenstriche – ja, sie lassen den Leser einen Moment zu sich kommen. Und Doppelpunkte: Sie bauen Spannung auf.

    Klug eingesetzt spielen Satzzeichen gerade bei der Gestaltung von Titeln und Teaser-Texten eine wichtige Rolle. Aber Achtung: Im Übermaß eingesetzt, bringen sie das Lesen aus dem Rhythmus.

    Textwissen 5: 5 Formeln für bessere Lesbarkeit

    Textwissen 2: 5 Prinzipien guter Texte

    Wie nehmen wir Inhalte wahr? Wie stechen Texte ins Auge? Welche Kennzeichen zeichnen gute Sprache aus? Wie binden wir Leserinnen und Leser? Und auf welche visuellen Elemente reagieren diese?

    Wer gute Texte verfassen will, benötigt tiefgreifendes Basiswissen über die menschliche Informationsaufnahme und -verarbeitung. Vor diesem Hintergrund habe ich eine Serie zum notwendigen Textwissen aufgesetzt: 5 Beiträge als Summer-Text-School.

    Lektion 2: 5 Prinzipien guter Texte

    In vielen Diskussionen steht aktuell die Frage im Fokus, ob dies jetzt ein Mensch, eine KI oder beide zusammen als Co-Creator getextet haben. Damit Texte aber überhaupt gelesen zu werden, sollte die Content-Qualität und der Mehrwert entscheidend sein. Diese Herausforderung lässt sich in 5 Prinzipien gut zusammenfassen.

    1. Das Angler-Fisch-Prinzip

    Beginnen wir mit dem Hauptproblem: Texte sind für den Arbeit- oder Auftraggeber geschrieben – und nicht für die Leserinnen und Leser. Dabei soll der Köder doch dem Fisch und nicht dem Angler schmecken. Texterinnen und Texter müssen den Bruch wagen: Sie müssen das eigene Produkt durch die Brille der Zielgruppe betrachten.

    Schließlich hat diese ein Anliegen, auf das sie eine Antwort sucht. Dazu sind 2 Fragen zu beantworten: Für wen konkret schreibe ich? Und welchen Nutzwert bzw. Benefit kann ich inhaltlich bieten? Nur wem dieser Blickwinkelwechsel – von der Absender- zur Leserinnen-Seite – gelingt, wird in die Köpfe der Zielgruppe hineinkriechen.

     2. Das Prinzip der umgekehrten Pyramide

    Ursprünglich aus dem Nachrichtenjournalismus stammend, spielt das Prinzip der umgekehrten Pyramide eine herausragende Rolle. Das Prinzip ist einfach: Die wichtigsten Informationen gehören an den Anfang. Schließlich wollen Leserinnen und Leser diese schnellstmöglich erhalten.

    Alle weiteren Inhalte folgen in abnehmender Wertigkeit: Abgestuft von den wichtigsten zu den unwichtigsten Punkten. Dies birgt einen Vorteil: Sollte eine Leserin den Text nicht bis zum Ende zu lesen und bricht ihn schon früher ab, hat sie zumindest die zentrale Botschaft mitbekommen.

    3. Das Prinzip des grafischen Schreibens

    Das Prinzip des grafischen Schreibens knüpft daran an, dass die meisten Menschen Texte nicht lesen, sondern skimmen oder scannen. Wie sind Inhalte dafür aufzubereiten? Der Text muss übersichtlich gestaltet werden. Abgesehen von Prinzip der umgekehrten Pyramide ist eine klare Textstruktur notwendig, die das Querlesen erleichtert:

    •  Keine Bleiwüsten, die große einheitliche Absätze bilden.
    • Inhalte aufgeteilt in Absatz-Häppchen, um Inhalte leichter zu scannen.
    • Absätze ergänzt durch gut erkennbare Zwischenüberschriften.
    • Begriffe innerhalb des Textes durch Fettungen hervorgehoben.
    • Listen und Aufzählungen, Abbildungen und Tabellen, die Texte auflockern, gliedern und dem Auge Orientierung bieten.
    • Inhalten mit Bildern, Videos, Infografiken visualisiert, die das Scannen unterstützen.

    4. Das One-Thought-One-Sentence Prinzip

    „Ein Gedanke, ein Satz“.

    Dieser Ausspruch zählt ebenfalls zu den hilfreichen Text-Regeln. Er ist eng sowohl mit dem Prinzip des grafischen Schreibens als auch mit dem noch folgenden Prinzip der Verständlichkeit verbunden. Enthält ein Satz nämlich mehrere Gedanken, so kann dies verwirrend sein. In diesem Fall sollte der Satz auf zwei oder mehrere Sätze aufgeteilt werden, um Leserinnen und Lesern die Zeit einzuräumen, die ersten Inhalte zu verdauen. Dann erst sollten sie das nächste Argument erhalten, basierend auf dem ersten Satz.

    Wieder relevant: Das Wichtigste sollte am Anfang stehen. Schließlich nehmen Leser den Satzanfang deutlich aufmerksamer wahr als die Satzmitte oder gar das Satzende, wie das F-Modell in Teil 1 dieser Summer-Text-School bereits gezeigt hat.

    5. Das Prinzip der Verständlichkeit

    Leserinnen und Leser müssen den Inhalt sofort verstehen. Gerade dann, wenn viele einen Text erst einmal scannen oder skimmen, bevor sie ihn im Anschluss vielleicht lesen. Großer Wert liegt daher auf einer aktiven, verständlichen Sprache, auf wenigen Füll- und Blähwörtern, auf kurzen, kompakten Sätzen, auf was die nächste Ausgabe eingehen wird.

    In vielen Stilfibeln wird der Leitsatz aus dem Redaktionshandbuch der dpa zitiert: Ein verständlicher Hauptsatz dürfe maximal 20 Wörter haben. Aber Achtung: Die Wahrnehmung ist ebenso abhängig davon, wie der Text aufbereitet ist, wie verständlich die Begriffe, wie lang die Absätze sind. Daraus den Umkehrschluss zu ziehen, dass Texte nur aus kurzen Sätzen bestehen dürfen, ist falsch.

    Wer ausschließlich solche Sätze nutzt, wird daher seine Leser eher ermüden.