10 Lesetipps digitale Kommunikation: Algorithmen, GEO, KI-Faulheit

03.11.2026

Als ich die 10 Lesetipps rund um die digitale Kommunikation recherchiert habe, sind mir daneben 3 Nachrichten im Social-Media-Kontext aufgefallen, die mich aufhorchen lassen haben:

  • Laut Guardian will Australien die Social-Media-Plattformen zu einer Opt-Out-Funktion verpflichten;
  • laut Meta Newsroom sollen wir künftig selbst unsere Feeds auf Facebook & Co. beeinflussen können;
  • YouTube führt Custom Feeds ein, über die wir Einfluss auf die ausgespielten Inhalte nehmen können.

Woher dieser Schritt von einem rein verhaltensbasierten zum dialogorientierten Empfehlungsalgorithmus kommt, ist unklar. Ebenso wenig, ob dies die Folge einer immer stärkeren Kritik an Algorithmen ist. Es macht auf jeden Fall deutlich, dass die Algorithmen getriebenen Plattformen immer stärker in Frage gestellt werden, was sich auch in einer verstärkten Social-Media-Müdigkeit niederschlägt.

Übrigens: Auch wir haben tolle Möglichkeiten, die uns eingespielten Inhalte aktiv zu beeinflussen. Dies zeige ich ausführlich auf LinkedIn. Dabei lässt sich die Anleitung auch auf alle anderen Plattformen übertragen. Und sie funktioniert. Versprochen.

Anleitung zur Erziehung des LinkedIn-Feeds.

In eigener Sache.

  • Buchrezension: Wie Mensch und KI im Tandem schreiben
    „Für alle, die ihre Schreibarbeit mit KI weiterentwickeln möchten, ohne dabei ihr Handwerk aus der Hand zu geben, ist „Besser Texten mit Kopf und KI“ eine anregende und praxisnahe Lektüre“, schreibt die Beraterin Marie-Christine Schindler über unser neues Buch. Und damit trifft sie das Ziel des Buches genau.
  • Kompakt: Die Summer-Text-School
    Über den Spätsommer habe ich eine kleine Summer-Text-School publiziert. Mit diesen 5 Lektionen wollte ich deutlich machen, welches Wissen für ein Texten mit Kopf und KI relevant ist. In einer Infografik habe ich die zentralen Inhalte kompakt zusammengefasst.

Aktuelle Studien.

  • ARD/ZDF-Medienstudie: 9 Aspekte für strategische Kommunikation
    KI durchdringt ungleichmäßig den Informationsalltag, Social Media hat sein finales Plateau erreicht, und Generationen nutzen Medien sehr unterschiedlich. Mit diesen Kernaussagen lässt sich die ARD/ZDF-Medienstudie 2026 zusammenfassen. Aus strategischer Kommunikationssicht habe ich 9 Aspekte und ihre Bedeutung herausgezogen.
  • Trendmonitor: Was die Wirkungsmacht der PR ausbremst
    Informationsflut und sinkende Aufmerksamkeit schränken die Wirkungsmacht von PR am stärksten ein. Dies ist das Resultat des PR-Trendmonitors, zu dem Kommunikationsprofis im DACH-Raum befragt wurden. Lösungsansatz: Noch stärkerer Fokus auf das Ziel, das passende Format pro Zielgruppe und den vermittelten Newswert.
  • YouGov: Verdoppeltes Social-Media-Suchtrisiko
    Das Social-Media-Suchtrisiko in der Generation Z hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. Demnach zeigen 51 Prozent problematische oder pathologische Nutzungsmuster. Besonders stark fällt das Risiko mit 58 Prozent bei jungen Männern aus. Dies belegt eine neue Untersuchung von YouGov und der Macromedia University of Applied Sciences.

Strategische Hilfen.

  • Algorithmen: Wie die Plattformen funktionieren
    In einem ausführlichen Beitrag hat Hootsuite kürzlich aufgezeigt, wie die Algorithmen der einzelnen Plattformen aktuell funktionieren. Wer ihn durchliest, dem wird bewusst werden, wie zentral weiterhin Verweildauer, Engagement und Content-Relevanz sind, auch wenn sich die Plattformen in einigen Punkten deutlich unterscheiden.
  • Neue Gatekeeper: Wie Algorithmen Sichtbarkeit verändern
    Wie entwickelt sich die Social Media Welt? Martin Fehrensen beschreibt die Stufen: Kontrolle durch Menschen, Kontrolle durch Algorithmen, Kontrolle durch KI. Das deckt sich mit meinem Buch „Das Ende von Social Media“. Und er hat recht: Wir brauchen Gatekeeper-Kompetenz dringender als je zuvor. Für Unternehmen bedeutet dies: Sie müssen „Informationen bereitstellen, die überprüfbar, eindeutig zuordbar und dauerhaft zugänglich sind.“
  • Thought Leadership: Definition, Beispiele & Strategie
    Doch was verbirgt sich wirklich hinter diesem Begriff? Thought Leadership bezeichnet die Positionierung einer Person „als vertrauensvolle und richtungsweisende Stimme in einem Fachgebiet“. In ihrem Beitrag zeigt Marissa Neureiter anhand einiger Beispiele die Chancen und die wichtigsten Schritte zur eigenen Positionierung auf.

Über SEO und GEO.

  • Rankingfaktoren 2027: Was in ChatGPT & Co. zählt
    Was sind die Rankingfaktoren für GEO? Diese Frage wird häufig gestellt. Für belegbare Fakten hat Seokratie deshalb 240 Quellen ausgewertet, aus Plattformen, Studien etc.; und daraus 15 Faktoren abgeleitet, die nach heutigem Stand am besten belegt sind.
  • GEO: Wie Marken in KI-Antworten gewinnen
    Wer bei den vielen SEO- und GEO-Diskussionen verwirrt ist und nicht mehr weiß, wie er oder sie jetzt anfangen soll, sollte sich den Beitrag von Martin Gardt vornehmen. Nicht nur beschreibt er den heutigen Stand; vor allem ist seine Checkliste am Ende des Beitrags ein guter Start- und Ausgangspunkt.

Content mit oder ohne KI.

  • KI-Faulheit: Hilfe, ich habe das Denken verlernt!
    57 Prozent der Befragten halten KI-Antworten für vertrauenswürdig, 45 Prozent aller KI-Antworten haben mindestens ein schwerwiegendes Defizit; und Menschen, die KI-Tools nutzen, verzeichnen die geringste Gehirnaktivität: Auf Basis von Zahlen stellt Christian Erxleben die berechtigte Frage, ob KI dazu führt, dass wir aufhören zu denken.
  • Instagram Reels: Der komplette Leitfaden
    Instagram hat einen hilfreichen Guide veröffentlicht, der Schritt für Schritt durch die Erstellung von Reels führt. Darin geht es von den Grundlagen wie Aufbau, Länge und Retention über Feintuning, Audio, Text-Overlays und Untertitel bis zu Sharing und Collabs.

Fazit: Das waren wieder meine monatlichen 10 Lesetipps rund um die digitale Kommunikation. Bei Fragen, Kritik und bei Unklarheiten, einfach melden. So wie immer.

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