Gedankenspiele-Lesetipps vom 04. März 2016

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Kein Morning Briefing mehr. Schade.

Kein Morning Briefing mehr. Schade.

In den letzten Wochen habe ich morgens immer gerne das „Morning Briefing“ von Gabor Steingart aus dem Hause Handelsblatt gelesen. Ein kompakter Newsletter, in dem der Herausgeber jeden Morgen wichtige politische und vor allem wirtschaftliche Themen klar auf den Punkt gebracht hat und gerne mit einer hübschen Prise Ironie bewertet hat. Auf jeden Fall las er sich gut. Heute habe ich ihn abbestellt. Warum?

Das Handelsblatt reiht sich ein in eine Serie von Unternehmen, die glauben, dass wenn man ein Produkt gerne liest, man doch bitte auch alle anderen Produkte bekommen sollte. Und zwar nicht nur redaktionelle, sondern eben auch werbliche Produkte.

morningbriefingHeute fand ich zum Beispiel wieder eine Werbe-Mail in meinem E-Mail-Postfach: „Kostenlos 3 Wochen das Handelsblatt oder 4 Wochen den Digitalpass genießen.“ Nicht nur dass ich rechtlich leichte Bauchschmerzen bekomme, da ich dieser Werbung nicht zugestimmt habe – sondern nur dem Erhalt eines täglichen redaktionellen Newsletters.

Das Problem geht noch einen Schritt weiter: Gerade in Zeiten, in denen wir alle mit Content überschüttet werden – gerne als „Content Shock“ bezeichnet –, suchen sich User, also wir, immer bewusster genau aus, was sie lesen wollen/müssen und was nicht, wer wirklichen Mehrwert zu bieten hat und wer nicht, wer einen vertrauensvollen Anker liefert und wer nicht. Dazu lassen sich nicht nur RSS-Feeds, (Interessens-)Listen bei Twitter und Facebook oder Kreise bei Google+ einsetzen. Auch die klassische E-Mail-Branche ist hier schon aktiv.

So will ich beispielsweise in einem Einkaufszentrum nicht alle Informationen, sondern nur Informationen aus der Parfüm-Abteilung. So will ich bei einem Sportverein nur Informationen aus der Abteilung Basketball aber nicht über Fußball. So will ich von einem Reiseanbieter nur Informationen zu Single-Reisen aber nicht zu Familien-Reisen. So will ich als Reisejournalist mit Fokus auf Italien keine Pressemitteilungen zur Insel Rügen, geschweige denn zu Nivea-Produkten oder zu Beauty-Gewinnspielen. (Hinweis an mich: Darüber muss ich bald mal schreiben, wenn ich mir mein Postfach der unnützen Pressemitteilungen so ansehe …)

Viele Anbieter haben scheinbar diese Logik noch nicht verstanden, sondern setzen – werbe- und vertriebsgetrieben – darauf, möglichst all ihre Informationen dem Empfänger darzubieten. Ganz nach dem Motto: „Irgendetwas davon wird ihm schon gefallen“. Ich kann davon nur dringend abraten. Vielleicht bestellen nicht alle – so wie ich im heutigen Fall – die Informationen gleich ab. Vielleicht leiten sie diese „nur“ direkt in ihren Spam-Filter weiter. Vielleicht klicken Sie „nur“ einfach nicht mehr drauf. Vielleicht verschwindet er „nur“ aus ihrem Relevanz-Winkel. Vielleicht. Auf jeden Fall leidet ihre Aufmerksamkeit. Da ihr Vertrauen enttäuscht wurde. So wie bei mir. Eigentlich schade.

Denn heißt Kommunikation nicht auch Beziehungspflege?

Gedankenspiele-Lesetipps vom 09. Februar 2016

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Gedankenspiele-Lesetipps vom 19. Januar 2016

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Rückblick 2015: 4 Downloads, die sich inhaltlich wirklich lohnen

Im Rahmen meiner Gedankenspiele-Lesetipps finde ich immer wieder umfangreich Dokumente, die sich herunterladen lassen. Auch diese verlinke ich regelmäßig. Im Verlauf des Jahres 2015 bin ich u.a. auf diese vier Downloads gestoßen, die ich gerne nochmals als wirklich hilfreiche Lektüre empfehle:

Tipp 1: Skript Internetrecht von Prof. Thomas Hoeren
Wer sich mit dem Thema Internet-Recht auseinandersetzen muss (also fast jeder ;-)), für den ist dieses Dokument schon fast Pflichtlektüre. Bereits seit 2003 veröffentlich Prof. Thomas Hoeren das 586 Seiten lange Skript “Internetrecht” als kostenlosen Download. Seit Oktober liegt die neueste Fassung vor, die sich hier von der Website der Universität Münster herunterladen lässt.

Tipp 2: Der Report Content Marketing der Onlinemarketing Rockstars
Wer sich mit dem derzeitigen Hype-Thema Content Marketing beschäftigt, sollte einen tieferen Blick in dieses gut 40-seitige Papier werfen. Die Onlinemarketing Rockstars beschreiben darin die genauere strategische Vorgehensweise und ergänzen dies durch zahlreiche durchaus passende Case Studies.

Tipp 3: Der Online Marketing Guide von RankingCheck
Was ist eigentlich Online Marketing? RankingCheck hat zu diesem Grundlagenthema einen kompakten Guide erstellt und kostenlos bereit gestellt. Gerade Einsteiger finden in diesem gut lesbaren Text eine wirklich hilfreiche Lektüre.

Tipp 4: Vorlagen für die Social Media Redaktionsplanung
Die Entwicklung eines eigenen Social Media Redaktionsplans gehört heute zu jedem professionellen Community Management. Doch wie baut man solch einen Redaktionsplan am Besten auf? Wer sich diese Frage stellt, der kann sich bei einem der 7 Muster als Vorlage bedienen, die Markus Mattscheck zusammengestellt hat.

Top-Infografik: 29 Messzahlen für das Content Marketing

Top-Infografik: 29 Messzahlen für das Content Marketing

Eine hervorragende Infografik hat curata im Content Marketing Forum erstellt und bereits im Juni des vergangenen Jahres 2015 publiziert. In 7 Kategorien beschreibt es 29 geeignete Messzahlen, um die eigenen Content Marketing und Digital Communication Aktivitäten zu analysieren, messen und bewerten zu können. Kategorisiert sind diese mit

  • Consumption Metrics
  • Retention Metrics
  • Sharing Metrics
  • Engagement Metrics
  • Lead Metrics
  • Sales Metrics
  • Production/Cost Metrics

Wer sich also mit Monitoring und Analytics intensiv beschäftigt, für den sollte diese Grafik durchaus mehr als nur einen Blick wert sind.

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Infografik: 29 hilfreiche Messzahlen für das eigene Content Marketing bzw. Digitale Kommunikation via curata.com