Stich­wort Wis­sens­wer­tes: KISS = Social + Share­ab­le

09.10.2020

Zu den alt­ehr­wür­di­gen For­meln, die aus der Wer­be­spra­che kom­men, zählt auch die KISS-For­mel: »Keep it short and simp­le«. Doch in Zei­ten von Social Media lässt sich die­se For­mel neu inter­pre­tie­ren und ihr damals plötz­lich hohe Rele­vanz zutei­len. Kein Wun­der also, dass die­ser Begriff weder bei “Stich­wort Wis­sens­wer­tes” noch in mei­nem neu­en Buch feh­len darf.

KISS: Keep it signi­fi­cant and share­ab­le

Ob die Ver­brei­tung von Owned Con­tent, also über die eige­nen Kanä­le, ob ein­ge­kauf­ter Paid Con­tent oder über nut­zer- oder medi­en­ge­ne­rier­ter Ear­ned Con­tent bzw. Shared Con­tent: All die­se Con­tent-Arten kön­nen zur posi­ti­ven Sicht­bar­keit einer Orga­ni­sa­ti­on bei­tra­gen. Dazu müs­sen sie den zuvor defi­nier­ten Nut­zern einen Mehr­wert lie­fern – und dies nicht nur ein­ma­lig, son­dern regel­mä­ßig. Für ein erfolg­rei­ches Enga­ge­ment ist somit kon­ti­nu­ier­li­cher Mehr­wert mit Wei­ter­erzähl-Poten­zi­al bzw. Con­tent mit Rele­vanz zu gene­rie­ren.

Denn die pri­va­ten Kom­mu­ni­ka­to­ren betei­li­gen sich nur dann, wenn die Inhal­te für sie bedeut­sam, rele­vant und an ande­re – mög­lichst schnell und ein­fach – mit­teil­bar sind. Dazu lohnt es sich, die klas­si­sche KISS-For­mel (»Keep it short and simp­le«) wei­ter­zu­den­ken und neu zu inter­pre­tie­ren, wie Fre­de­ric Gon­za­lo auf Social Media Today:

»In this day and age of Con­tent-Mar­ke­ting, big data and shrin­king atten­ti­on span for ever-incre­a­sing amounts of shared infor­ma­ti­on, the KISS princip­le is perhaps best sum­ma­ri­zed as: Keep it Signi­fi­cant and Share­ab­le!«

KISS = Social and Share­ab­le

Kon­kret bedeu­tet dies: Gera­de für die Social Media Platt­for­men soll­te Con­tent also mög­lichst »social« und »share­ab­le« sein. Sprich, Orga­ni­sa­tio­nen soll­ten Inhal­te kom­mu­ni­zie­ren, die sich über­all kom­men­tie­ren, ein­fach tei­len und sofort wei­ter­ver­brei­ten las­sen. Nur dann ist die Vor­aus­set­zung gege­ben, dass die Dia­log­part­ner die Inhal­te in ihre eige­nen Kanä­le wei­ter­tra­gen und den Inhal­ten – und damit auch der Orga­ni­sa­ti­on – zu einer grö­ße­ren Sicht­bar­keit ver­hel­fen. Prak­tisch bedeu­tet dies, dass jeg­li­cher vor­han­de­ner oder noch zu pro­du­zie­ren­der Inhalt nach sei­ner Social Sto­ry hin­ter­fragt wer­den soll­te.

Wer­den die­se zwei Vor­aus­set­zun­gen dage­gen nicht erfüllt, lässt sich das Wei­ter­erzähl-Poten­zi­al nicht aus­schöp­fen, da die Dia­log­part­ner die Inhal­te nicht mit ande­ren tei­len bezie­hungs­wei­se ihre Erfah­run­gen nicht an ihre eige­nen Com­mu­ni­tys wei­ter­ge­ben. Dies hät­ten bei­spiels­wei­se durch­aus posi­ti­ve Erfah­run­gen mit einem neu­en Pro­dukt, Hin­wei­se auf eine rele­van­te Stu­die oder Lob für einen her­vor­ra­gen­den Ser­vice sein kön­nen.

Fazit: »Keep it signi­fi­cant and share­ab­le« ist ein kla­rer Auf­ruf an alle Kom­mu­ni­ka­to­ren. Über­setzt bedeu­tet dies: Ist ein Bei­trag nicht ein­fach teil­bar und rele­vant aus Sicht mei­ner Ziel­grup­pe, wird er kei­ne Sicht­bar­keit erhal­ten und zu kei­ner Inter­ak­ti­on füh­ren. Und nur dann, wenn der Con­tent für Ziel­grup­pen rele­vant und ein­fach teil­bar ist, wird er sich künf­tig ver­brei­ten.

Bis­her erschie­nen in der Serie “Stich­wort Wis­sens­wer­tes”:

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