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Wann kommt der Con­tent Schock?

04 Nov 2015

Wann kommt der Con­tent Schock?

geschrieben von mit 8 Kommentare in Beiträge

Wenn ich mir die vie­len mühe­voll erstell­ten und zeit­auf­wän­di­gen Blog-Bei­trä­ge und Face­book Posts in mei­nem Feed­re­ader anse­he, die ers­ten Instant Arti­cle-Ver­su­che bei Face­book beob­ach­te, an die wun­der­schö­ne Pos­ting-Platt­form medi​um​.com und die täg­lich dort ein­lau­fen­den Bei­trä­ge den­ke oder über die neu­en Publi­ka­ti­ons-Optio­nen bei Lin­kedIn und Xing sin­nie­re – jedes Mal schießt mir ein Gedan­ke in den Kopf, den auch der geschätz­te Chris­ti­an kürz­lich sehr offen the­ma­ti­siert hat: Wer soll das alles lesen?

Dies wird umso deut­li­cher, wenn man sich die hüb­sche Info­gra­fik des Mobil-Dienst­leis­ters app­kind ansieht: Der Con­tent Shock. Oder bes­ser: Der Face­book-Con­tent Shock. Und die Lösung? Ganz ehr­lich: Kei­ne Ahnung. Ich weiß nur eines: Das The­ma Sicht­bar­keit und Wahr­neh­mung wird uns in sei­ner Bedeu­tung noch viel stär­ker beschäf­ti­gen, als wir es bis­lang im Rah­men von SEO & Co. wahr genom­men und dis­ku­tiert haben. So wer­den wir mit Sicher­heit deut­lich selek­ti­ver lesen, wahr­neh­men, aus­wäh­len und inter­agie­ren – und dabei gleich­zei­tig viel Span­nen­des ver­pas­sen. Genau das müs­sen wir dann akzep­tie­ren. Auch wenn es uns schwer fällt.

Content Shock Infografik

Der Con­tent Shock. Eine Info­gra­fik von http://​app​kind​.de; 

8 Kommentare
  • Die Mas­se an Inhal­ten nimmt stän­dig zu, aber ich bin trotz­dem vor­sich­tig bei dem Begriff “Con­tent-Shock”. Zum ers­ten Mal hat die Mensch­heit die­sen Schock erlebt, als der Buch­druck erfun­den wur­de. Seit­dem haben Inhal­te es schwer, Abneh­mer zu fin­den und müs­sen sich über­le­gen, wie sie die ent­spre­chen­de Auf­merk­sam­keit erre­gen kön­nen. Die Wer­bung war ein mög­li­cher Weg, der aber heu­te nur noch bedingt funk­tio­niert. Heu­te ste­hen wir vor der Fra­ge, wie zukünf­ti­ge Wege aus­se­hen wer­den.

    • Ich gebe dir recht: Der Begriff “Schock” ist defi­ni­tiv etwas hart. Ande­rer­seits wer­de ich ver­stärkt in mei­nen Semi­na­ren und Coa­chings mit der Fra­ge kon­fron­tiert, wie man mit den vie­len vie­len Inhal­ten denn bit­te umge­hen soll. Das heißt, wir haben defi­ni­tiv heu­te ein Pro­blem bei der Bewäl­ti­gung der vie­len Inhal­te. Schließ­lich hat unser Wahr­neh­mungs­ver­mö­gen hier ein­fach eine Gren­ze. Dar­um schrieb ich auch, dass das The­ma Sicht­bar­keit noch stär­ker zu einer zen­tra­len Her­aus­for­de­rung wird.

      • Ja, die Sicht­bar­keit scheint mir auch eine zen­tra­le Fra­ge zu sein: Sicht­bar­keit kann durch Sozi­al­ka­pi­tal ent­ste­hen (Euch bei­de lese ich immer gern ;), und natür­lich dürf­te ein gro­ßer Teil der Kunst dar­in bestehen, Pull-Kom­mu­ni­ka­ti­on vor­zu­be­rei­ten. Ich ver­mu­te, das geht über das hin­aus, was klas­si­sche SEO meint und es meint auch nicht das blo­ße Kopie­ren von Inhal­ten in mög­lichst vie­le Kanä­le. Ich den­ke, hier setzt ech­te Con­tent Stra­te­gie an, in deren Rah­men man viel­leicht über­legt, für wel­che Sta­ke­hol­der und Zwe­cke eig­net sich die Auf­be­rei­tung eines The­mas in Form von Lon­greads, für wen als FAQ, Video, Prä­sen­ta­ti­on, Info­gra­fik oder was auch immer.

      • Ja, SEO ist eigent­lich nur ein Aus­druck für den Wunsch, sicht­bar zu sein – aber in vie­len Fäl­le lei­der unab­hän­gig von der Qua­li­tät. ;-(. Und das was für heu­te hoch­tra­bend und im Über­maß als Con­tent Stra­te­gie bezeich­nen, ist in sei­ner tie­fe­ren Bedeu­tung die Besin­nung auf die Inhal­te, die gera­de für die eige­nen Sta­ke­hol­der auch wirk­lich von Rele­vanz sind. Im Umkehr­schluss bedeu­tet dies aber auch, dass man – wenn man die­sen Sta­ke­hol­dern nichts oder nicht viel zu sagen hat –, deut­lich weni­ger kom­mu­ni­zie­ren kann, soll­te und hof­fent­lich wird. Und das ist für die Leser wie­der­um nicht die schlech­tes­te Nach­richt.

  • […] wei­ter: Gera­de in Zei­ten, in denen wir alle mit Con­tent über­schüt­tet wer­den – ger­ne als „Con­tent Shock“ bezeich­net –, suchen sich User, also wir, immer bewuss­ter genau aus, was sie lesen […]

  • […] Anzahl an Infor­ma­ti­ons­ka­nä­len, Instru­men­ten, Quel­len, Medi­en. Sie fra­gen sich: Wie soll ich die­sen Con­tent-Shock noch ord­nen und für mich bewer­ten, um noch „mit­zu­kom­men“? Auch bei dem Punkt stellt sich eine […]

  • […] heu­ti­gem Con­tent-Über­an­ge­bot, der von vie­len als Con­tent-Shock emp­fun­den wird, haben nur Inhal­te eine Chan­ce, wahr­ge­nom­men zu wer­den, wenn sie wirk­lich rele­vant sind. Mit […]

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